Sensation: Mit diesem einfachen Test können Ärzte jetzt Krebs feststellen

Brustkrebs soll jetzt schon im Blut erkannt werden können. (Symbolbild)
Brustkrebs soll jetzt schon im Blut erkannt werden können. (Symbolbild)
Foto: imago

Medizinern der Uniklinik Heidelberg soll ein Durchbruch gelungen sein: Sie sollen es geschafft haben, Brustkrebs im Blut zu erkennen. Jahrelang wurde schon daran geforscht, doch erst jetzt stellt sich der erste Erfolg ein.

Der Test soll nahezu genauso zuverlässig sein wie die Mammographie. Die Ärzte wollen möglichst sicher nachweisen können, ob eine Frau an Brustkrebs erkrankt ist. Das gelinge momentan in 75 Prozent der Fälle (78 Prozent Treffsicherheit gibt es derzeit bei der Mammographie).

Mediziner haben jetzt einen Test entwickelt, der Brustkrebs im Blut nachweisen soll

Der Vorteil beim Bluttest ist aber: Er ist nicht so aufwendig und es fällt keine Strahlenbelastung mehr an. „Wir weisen Botenstoffe nach, die aktive Zellen bei einer Krebserkrankung ins Blut aussenden. Dafür kontrollieren wir insgesamt 15 sogenannte Marker“, erklärt Professor Christof Sohn, Ärztlicher Direktor der Universitäts-Frauenklinik Heidelberg die Therapie gegenüber der „Bild“-Zeitung.

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Und dabei soll der Krebs über das Blut auch viel früher erkannt werden. Wird er bei der Mammographie erst ab einer Größe von fünf Millimetern erkannt, soll der Bluttest ein Frühwarnsystem sein, um weitere Untersuchungen anzuschließen.

Mammographie wird für Frauen von 50 bis 70 Jahren von der Krankenkasse bezahlt

Die Mammographie werde derzeit für Frauen von 50 bis 70 Jahren alle zwei Jahre von den Krankenkassen bezahlt. Ob und wann der neue Bluttest, der sogenannte Heiscreen, von den Kassen übernommen wird, ist noch nicht klar.

Bis dahin müsste er laut Bild auch in größeren Studien untersucht werden. Denn bislang wurde er lediglich an 650 Frauen getestet, von denen die Hälfte bereits erkrankt war, die andere Hälfte aber gesund.

In drei bis fünf Jahren soll es diesen Test dann hoffentlich auch für Bauchspeicheldrüsentumore und Dickdarmkrebs geben. Daran forschen die Heidelberger Ärzte derzeit. (js)

 
 

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