Sektenchef Warren Jeffs in den USA wegen Kindesmissbrauchs für schuldig befunden

Warren Jeffs,  Anführer einer Polygamie-Sekte im US-Bundesstaat Texas, ist wegen Kindesmissbrauchs schuldig gesprochen worden. Jeffs hat zwei Mädchen (zwölf und 15 Jahre alt) missbraucht. Foto: ap
Warren Jeffs, Anführer einer Polygamie-Sekte im US-Bundesstaat Texas, ist wegen Kindesmissbrauchs schuldig gesprochen worden. Jeffs hat zwei Mädchen (zwölf und 15 Jahre alt) missbraucht. Foto: ap
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San Angelo. Warren Jeffs, Anführer einer Polygamie-Sekte im US-Bundesstaat Texas, ist wegen Kindesmissbrauchs schuldig gesprochen worden. Der Fall hatte 2008 für Schlagzeilen gesorgt, als die Behörden wegen des Verdachts der Zwangsverheiratung Minderjähriger eingriffen.

Der Anführer einer Polygamie-Sekte im US-Bundesstaat Texas ist wegen Kindesmissbrauchs schuldig gesprochen worden. Ein Geschworengericht sah es am Donnerstag für erwiesen an, dass Warren Jeffs zwei Mädchen sexuell missbraucht hat. Jeffs verging sich demnach in den Jahren 2005 und 2006 an einer Zwölfjährigen und zeugte mit einer 15-Jährigen ein Kind. Das Strafmaß soll in den kommenden Tagen verkündet werden, dem Sektenführer drohen bis zu 119 Jahren Haft.

Der Fall der Fundamentalistischen Kirche der Heiligen der Letzten Tage (FLDS) hatte im Jahr 2008 weltweit für Schlagzeilen gesorgt, als die Behörden mehr als 400 Kinder und Jugendliche von der Ranch der Sekte in Texas geholt hatten. Begründet wurde der Einsatz mit dem Verdacht, dass bei der Sekte minderjährige Mädchen systematisch mit älteren Männern zwangsverheiratet würden. Ein texanisches Gericht entschied aber schließlich, dass die Behörden ihre Kompetenzen überschritten hätten und die Kinder bei ihren Eltern besser aufgehoben seien als in Pflegeeinrichtungen.

Die Sekte hatte die Ranch im Jahr 2003 gekauft. FLDS-Führer Jeffs, den seine Anhänger als Prophet verehren, war 2006 bereits wegen der Zwangsverheiratung eines minderjährigen Mädchens mit einem Cousin wegen Beihilfe zur Vergewaltigung zu lebenslanger Haft verurteilt worden. (afp)

 
 

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