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Sean Connery muss in Spanien vor Gericht

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Foto: AFP

Madrid. 

Der Schauspieler Sean Connery hat Stress mit der spanischen Justiz. Der 80-Jährige Ex-“James Bond“-Darsteller wird der Steuerhinterziehung bezichtigt. Er muss in Marbella vor Gericht aussagen.

In einem Korruptionsverfahren in Spanien haben Oscarpreisträger Sean Connery und seine Frau eine Vorladung vom Gericht erhalten. Der 80-jährige Schotte, der mit seiner aus Frankreich stammenden Frau Micheline auf den Bahamas lebt, solle am 15. Oktober vor dem Richter in Marbella erscheinen, wie am Donnerstag aus Gerichtskreisen verlautete. Bei den Ermittlungen unter dem Namen „Goldfinger“ geht es unter anderem um den Verkauf von Connerys Luxusvilla im vornehmen südspanischen Küstenort Marbella.

Verdacht auf Steuerhinterziehung

Die „Malibu“ soll 1999 für rund 6,5 Millionen Euro den Besitzer gewechselt haben. Die Villa wurde abgerissen, auf dem Grundstück entstand ein vierstöckiges Haus mit 72 Luxuswohnungen – obwohl laut Bebauungsplan höchstens fünf Wohnungen dort hätten erbaut werden dürfen. Connery und seiner Frau droht den Angaben zufolge keine Festnahme oder eine Anklage. Medien hatten aber im Sommer berichtet, dass dem Hollywoodstar möglicherweise Ärger wegen des Verdachts auf Steuerhinterziehung drohe.

Für ihre Ermittlungen wählte die Polizei den Namen „Goldfinger“ – den Titel eines der James-Bond-Filme, in denen der mittlerweile 80-jährige Connery die Hauptrolle spielte. Die wohlhabende Mittelmeergemeinde Marbella wurde in den vergangenen Jahren wiederholt von Korruptions- und Immobilienskandalen erschüttert, die vor allem auf die Stadtverwaltung ein dunkles Licht warfen. (afp)