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Perverses Sexschwein filmt in Sauna – und nutzt dazu Agentenmethoden

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Close-up of towel, bucket and ladle in sauna. Foto: Getty Images
  • Im Internet sind Videos aus Berliner Saunen und Wellness-Bädern aufgetaucht
  • Sie wurden auf Sex-Videoseiten hochgeladen
  • Treibt hier ein Spanner sein Unwesen?

Berlin. 

Mit einer Minikamera im Kugelschreiber oder der Armbanduhr soll in Berlin seit mehreren Monaten ein Spanner nackte Gäste in Wellness-Tempeln und Saunen gefilmt haben. Mehr 20 seiner Videoaufnahmen finden sich im Internet.

Was nach einer perversen Version von James Bond klingt, ist heute für jedermann problemlos zu organisieren. So genannte Spy-Cams gibt es für den kleinen Geldbeutel. Auf den Videos zu sehen sind vor allem Frauen auf den Entspannungsliegen, in der Umkleide oder unter der Dusche, schreibt der „Berliner Kurier“. Sie alle sind splitternackt.

Bis zu zwei Jahre Haft

„Grundsätzlich können Spanner ihre Kameras natürlich fast überall anbringen, ohne aufzufallen und erwischt zu werden“, so ein Saunabetreiber gegenüber der „Berliner Zeitung“. Er empfiehlt eine gesunde Portion Misstrauen gegenüber Saunagästen mit Handys oder Uhren.

Dieser Voyeurismus ist kein Kavaliersdelikt, vom Briten James Bond gäbe es dafür Verachtung und vielleicht einen Hieb in die Magengrube. Die deutsche Justiz ist da nicht viel milder. Wenn der schamlose Spanner erwischt wird, droht ihm eine zweijährige Haftstrafe oder eine hohe Geldstrafe für die Verletzung des höchstpersönlichen Lebensbereiches.

Polizei und Staatsanwaltschaft ermitteln

Der verdorbene Filmer nennt sogar die Aufnahmeorte der hochgeladenen Videos und benutzt immer wieder den selben Nutzernamen. Betroffene können sich bei den Sexvideo-Portalen melden und die Videos sperren lassen. Polizei und Staatsanwaltschaft ermitteln. (dahe)