Schüler zertrümmert seinem ehemaligen Lehrer das Gesicht und lässt ihn fast erblinden

Im Klassenzimmer können Konflikte schwelen (Symbolbild)
Im Klassenzimmer können Konflikte schwelen (Symbolbild)
Foto: imago stock&people
  • Im englischen Hull wurde ein Pädagoge von seinem ehemaligen Schüler attackiert
  • Dieser brach ihm sämtliche Knochen im Gesichtsbereich
  • Dabei verlor der Lehrer fast sein Augenlicht

Hull.  Das Gesicht ist bis zur Unkenntlichkeit zugerichtet: Die Augenlider blau und zugeschwollen. Die Nase blutverkrustet, unförmig und mit einer Kanüle versehen. Atmen ist nur noch durch den Mund möglich. Der 40-jährige Lehrer, der diese Verletzungen erleiden musste, hatte nicht etwa einen schlimmen Autounfall – er wurde von seinem ehemaligen Schüler verprügelt.

Wie die „Bild“ berichtet, hat nun der Prozess gegen den heute 18-jährigen Schüler im nordostenglischen Hull stattgefunden. Dieser stritt die Tat ab, wurde aber dennoch wegen des Versuchs besonders schwerer Körperverletzung verurteilt. Das Strafmaß steht noch nicht fest, vor einem Jugendgericht soll in Kürze eine Bewährungsstrafe verhandelt werden.

Gesichtsknochen zersplittert wie „zertrampelte Cornflakes“

Der „Daily Mail“ zufolge geht der Lehrer davon aus, dass der ehemalige Problemschüler ihn nur aufgrund seines Berufs verprügelt hat. Er sei nachts auf dem Heimweg zufällig auf den damals 17-Jährigen getroffen und habe nur wenige Sekunden später den ersten Schlag gespürt. An die darauffolgenden Ereignisse habe er nur noch wenige Erinnerungen.

Der Jugendliche hat dem Mann eine Vielzahl von starken Schlägen verpasst: Der Pädagoge erlitt einen Nasen-, Wangen- und Augenhöhlenbruch. Außerdem musste sein Kiefer wieder eingerenkt werden. Im Krankenhaus verglich ein Chirurg seine Gesichtsknochen mit „einer Packung Cornflakes, auf der jemand herumgetrampelt hat“.

Risiko einer Erblindung

Besonders die Operation der verletzten Augenhöhlen war ein riskanter Eingriff: Vor der OP warnten die Chirurgen den Lehrer davor, dass er eventuell erblinden könnte. Diese Komplikation ist dem 40-Jährigen erspart geblieben – mit Nervenschäden und implantierten Metallplatten wird er jedoch vorerst leben müssen. (raer)

 
 

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