Schüler müssen selbst aktiv werden

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Aachen. Schüler dürfen sich nicht darauf verlassen, vom Lehrer zur Beteiligung am Unterricht animiert zu werden. Das hat nun das Verwaltungsgericht Aachen beschieden.

Wer sich in der Schule zu passiv verhält, muss mit Folgen rechnen. Das geht aus einem am Mittwoch veröffentlichten Urteil des Verwaltungsgerichts Aachen hervor. Das Gericht wies damit die Klage eines Schülers aus dem Raum Aachen gegen seine Nichtversetzung in die 12. Klasse eines Gymnasiums ab.

Nicht auf Initiative des Lehrers verlassen

Die Leistungen des Jungen waren in vier Fächern mit der Note „mangelhaft“ bewertet worden, weil der Junge sich zu selten am Unterricht beteiligt hatte und entsprechend schlechte Noten bekam.Laut Urteil hätte der Schüler sich aktiv am Unterricht beteiligen müssen. Gerade einem Gymnasiasten müsse klar sein, dass er nicht bloß abwarten könne, bis er von seinem Lehrer angesprochen werde, erklärten die Richter. Er sei selbst verpflichtet, am Unterricht teilzunehmen und dürfe sich nicht auf die Initiative des jeweiligen Fachlehrers verlassen.

Der Junge hatte dagegen vor Gericht erklärt, es sei die Aufgabe seiner Lehrer, ihn in den Unterricht einzubinden.Gegen die Entscheidung des Gerichts kann der Schüler noch Beschwerde einlegen. In diesem Fall müsste sich das Oberverwaltungsgericht NRW in Münster mit der Klage befassen. (dapd)

 
 

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