Schon Hunderte Priester entlassen

Rom..  Seit 2009 erschüttert eine ganze Kette von Missbrauchsvorwürfen die katholische Kirche. Laut Angaben des Vatikans entließ Franziskus’ Vorgänger, Papst Benedikt XVI., allein in den letzten zwei Jahren seiner Amtszeit knapp 400 Priester wegen Kindesmissbrauchs. So wurden 2011 insgesamt 260 Priester ihres Amtes enthoben, 2012 waren es 124 Fälle.

Der katholischen Kirche und speziell dem Vatikan war zunächst ein zu zögerlicher und defensiver Umgang mit dem Problem vorgeworfen worden. So hieß es, die Kirchenleitung versuche Missbrauchsfälle geheimzuhalten. Papst Benedikt versuchte dem entgegenzuwirken, indem er sich unter anderem insgesamt fünfmal mit Menschen traf, die in katholischen Kirchen und Einrichtungen sexuell missbraucht worden waren, so in den USA und in Deutschland.

Zudem bat er die Opfer öffentlich um Vergebung: „Auch wir bitten Gott und die betroffenen Menschen inständig um Vergebung und versprechen zugleich, dass wir alles tun wollen, um solchen Missbrauch nicht wieder vorkommen zu lassen.“ So klare Worte wie später sein Nachfolger fand Benedikt nicht.

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