Schnee-Chaos in Bayern und Österreich: Katastrophenfall ausgerufen!

Schneechaos in Bayern.
Schneechaos in Bayern.
Foto: dpa

Schneechaos in Bayern. Seit Samstag fällt unablässig Neuschnee vom Himmel. Straßen und Schienen sind eingeschneit. Auch der Flugverkehr in Bayern kommt teilweise zum Erliegen.

Durch das Wetter kam es auch zu tödlichen Unglücken: Im Berchtesgadener Land starb eine Frau bei einem Lawinenunfall. Die 20-Jährige war am Samstag am Teisenberg mit einer Tourengehergruppe unterwegs, als sie verschüttet wurde, wie die Polizei mitteilte.

Bei Bad Tölz in Oberbayern starb ein 19-Jähriger nach dem Zusammenstoß zweier Autos auf schneeglatter Straße. Vier weitere Menschen wurden nach Polizeiangaben verletzt - zwei davon schwer.

Alle wichtigen Infos zum Schnee-Chaos in Bayern bekommst du bei uns im News-Blog:

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Montag, 7. Januar:

15.27 Uhr: Das Landratsamt Miesbach, ein Landkreis bei Rosenheim, hat um 11.25 Uhr den Katastrophenfall ausgerufen. Dazu schreibt das Amt:

„Landrat Wolfgang Rzehak stellte um 11:25 Uhr den Katastrophenfall für den Landkreis Miesbach fest. Grund ist der anhaltende Schneefall und die damit einhergehenden Beeinträchtigungen des öffentlichen Lebens. Der Unterricht fällt bis einschließlich Freitag, 11. Januar 2019, an allen Schulen im gesamten Landkreis aus. Aktuell sind einige Straßen gesperrt.“

7.02 Uhr: Zwei deutsche Skifahrer sind in den österreichischen Bergen bei Lawinenabgängen ums Leben gekommen. Beide starben am Sonntag in Vorarlberg, teilte die Polizei mit. In dem westlichen Bundesland herrschte wie in weiten Teilen der österreichischen Alpen nach heftigen Schneefällen große Lawinengefahr.

Trotzdem wagte sich in Schoppernau ein 26-Jähriger aus dem bayerischen Landkreis Dachau in den Tiefschnee abseits der gesicherten Pisten und wurde von einem Schneebrett verschüttet. Seine 25-jährige Begleiterin konnte den Mann sofort lokalisieren, weil seine Beine aus dem Schnee ragten. Mit Hilfe von Bergrettern grub sie ihn aus. Er konnte jedoch nicht mehr wiederbelebt werden. Der Skifahrer starb, obwohl er mit einem Lawinen-Airbag ausgestattet war, der Wintersportler im Notfall davor bewahren sollte, unter den Schnee gezogen zu werden.

Bei einem zweiten Lawinenunglück starb ein 32-Jähriger aus der Nähe von Heilbronn. Er war am Nachmittag mit einer 25-jährigen Skifahrerin im Gebiet von Damüls unterwegs, als er bis zum Hals verschüttet wurde. Die zwei Wintersportler trugen ebenfalls Lawinen-Notfallausrüstung. Doch bevor der Mann gerettet werden konnte, gingen weitere Schneemassen über ihn nieder und begruben in vollständig.

6.01 Uhr: Im österreichischen Saalbach-Hinterglemm waren zeitweise rund 12.000 Wintersportler eingeschlossen. Rund 50 Prozent der Urlauber kommen hier aus Deutschland. Sie seien nicht in Gefahr, beruhigte Bürgermeister Alois Hasenauer. „Wir sind im Ort gut versorgt“, sagte er der Deutschen Presse-Agentur. Im Skigebiet Obertauern sollte am Sonntag ein Konvoi für abreisende Gäste organisiert werden.

Sonntag, 6. Januar:

17.47 Uhr: Tobt in Bayern gerade Schnee und Eis, bleibt das Skispringen im benachbarten österreichischem Bischofshofen davon unberührt. Zwar fällt dort die ein oder andere Flocke, den Wettkampf beeinträchtigt das Wetter bisher ab nicht.

Du willst das Skispringen live verfolgen? Dann hier entlang.

13.33 Uhr: Während in Bayern Winterchaos herrscht, hat NRW dieses Jahr kaum Schnee gesehen. Metereologe Fabian Ruhnau zeigt, dass das zu dieser Jahreszeit nicht immer so war:

13.31 Uhr: Nachdem am Samstag wegen des anhaltenden Schneefalls zahlreiche Flüge am Münchner Airport annulliert wurden, scheint sich die Lage am Sonntagmorgen entspannt zu haben. „Bei uns wurden bislang 15 wetterbedingte Annullierungen angemeldet“, sagte eine Sprecherin. Ob noch weitere hinzukommen, lasse sich noch nicht ausschließen. «Wenn es abends starken Schneefall gibt, könnte das durchaus sein.» Am Samstag wurden im Laufe des Tages immer mehr Flüge annulliert, insgesamt waren es 130, am Freitag 65.

12.18 Uhr: Wo genau hatte ich mein Fahrrad abgestellt? Das mussten sich manche Menschen im Bundesland Bayern am Wochenende fragen. Denn dort schneite es so heftig, dass Fahrräder oder auch Autos beinah unter dem Schnee verschwanden.

10.53 Uhr: Der heftige Wintereinbruch hat auch Auswirkungen auf die Vierschanzentournee. Am Samstag musste bereits die Qualifikation für das letzte Springen in Bischofshofen abgesagt werden. Auch der Ausweichtermin am Sonntagnachmittag steht auf der Kippe. Alle Details zur aktuellen Situation bekommst du in unserem Ticker zur Vierschanzentournee.

10.09 Uhr: Ein Ende des Neuschnees ist nicht in Sicht. Der Deutsche Wetterdienst warnt noch bis mindestens Montagmittag vor starkem Schneefall im südlichen Bayern. „Es tritt im Warnzeitraum starker Schneefall mit Mengen zwischen 30 cm und 50 cm auf. In Staulagen werden Mengen bis 100 cm erreicht. Verbreitet wird es glatt“, schreiben die Meteorologen.

10.01 Uhr: Der andauernde Schneefall hat viele Polizisten im südlichen Bayernin der Nacht zum Sonntag beschäftigt. „Wir hatten seit Samstagabend 140 Einsätze wegen heruntergefallener Äste oder liegengebliebener Autos“, sagte ein Sprecher der Polizei Oberbayern Süd am Sonntagmorgen. Verkehrsunfälle blieben überwiegend ohne Verletzte. Ähnliches meldete die Polizei für den nördlichen Bereich Oberbayerns.

9.39 Uhr: Bahnreisende sollten in Bayern am Sonntag viel Geduld mit sich bringen: Der starke Schneefall behindert den Zugverkehr vor allem im Süden und Westen von München. Etliche Verbindungen im Allgäu und zum Beispiel Richtung Garmisch-Partenkirchen sind bis auf weiteres gesperrt.

„Wir sind seit der Nacht mit allen verfügbaren Kräften vor Ort, um die Strecken so schnell wie möglich wieder befahrbar zu machen“, sagte ein Sprecher der Deutschen Bahn am Sonntagmorgen. Ihm zufolge fahren mancherorts bereits Ersatzbusse. Grund für die Sperrungen sind Bäume, die wegen der schweren Schneelast in Gleise und Oberleitungen gefallen sind.

8.38 Uhr: Gegenüber Focus Online berichten Autofahrer von einer wahren Stau-Tortur. „Wir sind seit elf Stunden unterwegs. Das Chaos hat vor dem Katschberg in Kärnten angefangen. Erst so langsam, dann aber mit bestimmt über einem Meter Neuschnee. Die Straßen waren nicht so gut geräumt und rutschig. Da ging nichts mehr. Dass es so extrem wird, damit haben wir nicht gerechnet“, erzählt Jürgen (60) dem Portal.

 
 

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