Schlechte Idee: Frau füttert Hai – er zieht sie am Finger ins offene Meer

Haie sollte man eher nicht anfassen. (Symbolbild)
Haie sollte man eher nicht anfassen. (Symbolbild)
Foto: Brent Barnes / imago/StockTrek Images
  • In Westaustralien hat eine Touristin vom Boot aus einen Hai gefüttert
  • Er schnappte nach ihrem Finger und zog sie ins Meer
  • Ihr Begleiter konnte sie retten

Derby.  Viel zu oft hat man noch ein Fünkchen Hoffnung, dass erwachsene Personen mit einem halbwegs gesunden Menschenverstand gesegnet sein müssten und manche blöden Sachen deswegen nie tun würden. Und immer wieder muss man feststellen: Mitnichten.

Besonders grenzwertiges Verhalten legte nun eine 34-jährige Australierin an den Tag. Während eines Bootsausfluges mit Freunden in der westaustralischen Dugong Bay begegnete ihnen ein zwei Meter langer Hai. Ihr erster Impuls bestand darin, die Hand ins Wasser zu strecken (!), um sich aus der Hand fressen zu lassen.

Hai hat enorme Kraft

Der Hai freute sich offenbar über das „Angebot“: Er schnappte zu und zog die Frau an ihrem Finger in Windeseile ins Meer.

Sie hatte Glück, dass einer ihrer Freunde über ein schnelles Reaktionsvermögen verfügte. Er packte die Frau schnell und zog sie zurück aufs Boot. „Es passierte so schnell. Alles, worauf ich mich konzentrieren konnte, war der Fakt, dass mein Finger weg ist“, erzählte die Frau dem Sender „7 News Sydney“. Der Biss habe sich angefühlt, als würde man ihr das Fleisch vom Knochen schreddern.

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Frau ging zunächst nicht zum Arzt

Der Finger wurde jedoch nicht abgebissen. Nach dem Vorfall suchte sie nicht sofort ein Krankenhaus auf, weil sie hoffte, dass der Finger von allein heilen würde. Doch die Wunde entzündete sich einige Tage später so stark, dass sie in ihrer Heimatstadt Perth operiert werden musste. Beim Röntgen wurde deutlich, dass es auch zu einer Fraktur des Knochens gekommen war.

Gegenüber perthnow.com.au gab die Frau zu, dass es „komplett ihr Fehler“ gewesen sei, das Tier zu füttern: „Es war überhaupt nicht die Schuld des Hais.“ Sie habe aus dem Vorfall gelernt, das Leben im Meer zu respektieren. (raer)

 
 

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