Schimmel, Müll, Staub: Ekel-Vorwürfe gegen Münchner Zara-Filialen

Die Modekette Zara bestreitet die vernachlässigte Hygiene in seinen Filialen.
Die Modekette Zara bestreitet die vernachlässigte Hygiene in seinen Filialen.
Foto: J2R / Getty Images
  • Mitarbeiter aus Münchner Zara-Filialen erheben Ekel-Vorwürfe gegen die Modekette
  • Die Läden und Lagerräume seien vermüllt und verdreckt
  • Das Unternehmen wehrt sich gegen die Vorwürfe

München.  Modehäuser sind stets bemüht, das Shoppen für ihre Kunden zu einem angenehmen und entspannten Erlebnis zu machen. Dreck und Müll passen da so gar nicht ins Bild. Mitarbeiter aus zwei Münchner Zara-Filialen sorgen derzeit jedoch mit ekelerregenden Aufnahmen für Aufregung.

Schmutz, Müll und Staub würden im Laden auf der Tagesordnung stehen, klagen Mitarbeiter. Das Unternehmen wehrt sich gegen die Ekel-Vorwürfe, über die die „Bild“ zuerst berichtete.

Zara-Mitarbeiter klagen über unzumutbare Zustände

Die Zeitung veröffentlichte online private Aufnahmen von Mitarbeitern aus zwei Münchner Filialen, die unangenehme Zustände zeigen – für Kunden und für Mitarbeiter.

Ein vermüllter Kassenbereich, verschimmelte Kisten in Lagerräumen, Staub überall. „Besonders schlimm sind die Zustände in der Leopoldstraße. Dort besteht das Reinigungsteam seit Wochen nur noch aus zwei Kräften, anstatt wie bisher aus fünf Personen“, sagt ein Verkäufer gegenüber „Bild“.

Eine Grundreinigung – normalerweise zweimal pro Jahr Pflicht – sei die letzten zwei Jahre kein einziges Mal durchgeführt worden.

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Gewerkschaft alarmiert

Verdi-Gewerkschaftssekretär Dominik Datz seien die Zustände bekannt, er nennt sie „eine Frechheit“ und fordert: „Mindest-Hygiene-Standards und der Arbeitsschutz müssen in den betroffenen Filialen sofort eingehalten werden. Ansonsten wird Zara durch die Betriebsräte verklagt!“

Die Mitarbeiter hätten sich wegen gesundheitlicher Risiken der Schimmelbelastung außerdem an die Betriebsärztin gewandt. Sie versicherte ihnen, sie stehe im Austausch mit der Zentrale in Hamburg und dass bereits „aufgeräumt und an langfristigen Lösungen gearbeitet werde“.

Widersprüchliche Aussagen

Die Aussage der Ärztin stimmt jedoch weder mit der Meinung der Mitarbeiter überein, nach deren Auskunft sich bisher nichts verändert habe. Noch passt sie zum Statement einer Unternehmens-Sprecherin von Zara, die die Vorwürfe abstreitet.

„Die gezeigten Aufnahmen bilden nicht die Realität unserer Filialen in Deutschland ab. Sauberkeit und Ordnung sind wesentliche organisatorische Aspekte in unseren Filialen“, erklärt die Sprecherin. Eine tägliche Reinigung nach Ladenschluss sowie eine zusätzliche wöchentliche Sonderreinigung würden alle Hygienestandards garantieren. (alka)

 

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