Scheitert die Große Koalition doch noch? Das denken die Wähler

Die Mehrheit der Deutschen glaubt nicht an einen Bruch der Großen Koalition. (Symbolbild)
Die Mehrheit der Deutschen glaubt nicht an einen Bruch der Großen Koalition. (Symbolbild)
Foto: dpa

Nachdem deutschlandweit häufig zu hören war, dass sich CDU und SPD zu nahe standen und die Große Koalition nicht zur Profilierung der einzelnen Partei beitrage, hat sich die Meinung der Bevölkerung nun wieder geändert.

Eine Mehrheit von fast drei Viertel der Deutschen sieht nach einer Umfrage wachsende inhaltliche Unterschiede zwischen SPD und CDU. 74 Prozent der Befragten gaben im am Donnerstagabend veröffentlichten ARD-„Deutschlandtrend“ in Bezug zur Großen Koalition an, die Unterschiede zwischen den Parteien seien angesichts der SPD-Vorschläge zur Sozialpolitik und der CDU-Debatte zur Zuwanderungspolitik größer geworden.

Große Koalition: Mehrheit der Deutschen begrüßt wachsende Unterscheidbarkeit von CDU und SPD

Ebenfalls 74 Prozent gaben an, sie begrüßten eine wachsende Unterscheidbarkeit der beiden Parteien. Demhingegen sehen das 21 Prozent nicht von Vorteil. Jeder Fünfte (21 Prozent) ist eben auch der Meinung, dass die Unterschiede nicht größer geworden seien.

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Nichtsdestotrotz erwarte der Großteil der Befragten (63 Prozent) nicht, dass die Groko in Gefahr sei. 30 Prozent hingegen glauben an ein vorzeitiges Scheitern. Einzig und allein die AfD-Anhänger rechnen in der Mehrheit mit einem Scheitern der Regierung.

Davon gehen 58 Prozent aus. Bei den anderen Parteien überwiegt das Vertrauen in die Koalition. Am meisten bei den Unions-Anhängern. Hier glauben nur 17 Prozent ans Scheitern (SPD: 30 Prozent, Grüne: 29 Prozent, Linke 19 Prozent. Die FDP glaubt nach der AfD mit 35 Prozent an ein Nichtgelingen der Groko.

63 Prozent der Deutschen sei keine Gefahr für ein frühzeitiges Groko-Aus

Das zeigte sich auch bei der sogenannten Sonntagsfrage. Im Vergleich zur zurückliegenden Umfrage eine Woche zuvor legten CDU/CSU und SPD jeweils einen Prozentpunkt zu. Die Union erhielte demnach 30 Prozent der Wählerstimmen, bei der SPD wären es 18 Prozent.

Etwa gleichauf mit der SPD wären mit 18 Prozent die Grünen. Die AfD bekäme 12 Prozent. FDP und Linke erhielten jeweils 8 Prozent der Stimmen. AfD, FDP und Grüne verloren jeweils einen Prozentpunkt. Der Anteil für die Linke blieb unverändert.

Einen ähnlichen Aufwärtstrend für Union und SPD hatten jüngst auch andere Meinungsforschungsinstitute in Umfragen ermittelt. (js mit dpa)

 
 

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