Ryanair lässt Jungen im Rollstuhl vor Silvester stehen – jetzt spricht die Fluggesellschaft

Ryanair ließ einen Jungen im Rollstuhl nicht mitfliegen. (Symbolbild)
Ryanair ließ einen Jungen im Rollstuhl nicht mitfliegen. (Symbolbild)
Foto: imago/Schöning
  • Bei einem Ryanair-Flug durfte ein Rollstuhlfahrer nicht mitfliegen
  • Trotz korrekten Dokumenten verweigerte ein Mitarbeiter dem 19-Jährigen den Flug
  • Die Fluggesellschaft verteidigt ihr Vorgehen

Köln. Es sollte eine Reise werden, an die Familie Diaz noch lange denken wird. Zumindest das hat sich bewahrheitet. Noel Diaz aus Aachen wollte über Weihnachten und Silvester zur Familie ins spanische Alicante fliegen.

Doch Ryanair-Mitarbeiter verwehrten ihnen den Flug. Und das, obwohl die Familie den elektronischen Rollstuhl des Sohnes korrekt angemeldet hatte. Doch angeblich bestehe Explosionsgefahr.

Vater bucht Flug mit Angabe des Rollstuhls Wochen zuvor

Bereits Wochen vorher Flug-Antritt hatte der Vater bei der Airline angegeben, dass sein Sohn im Rollstuhl fliegen würde, das berichtet Bild.de am Mittwoch.

Denn der Vater wusste um die strengen Richtlinien, wenn er einen Elektro-Rollstuhl mitnehmen würde. Sein Sohn Noel (19) sitzt seit Jahren wegen einer Muskelschwund-Erkrankung (ALS) im Rollstuhl.

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Familie flog schon häufiger mit Rollstuhl

Als Vater und Sohn bereits im Ryanair-Flieger nach Alicante saßen, kam das Personal auf sie zu und untersagte ihnen mitzufliegen. Vater und Sohn waren schon öfter mit dem Rollstuhl geflogen, doch das hatten sie noch nicht erlebt.

Der Vater sagte über den Vorfall: „Mein schwerbehinderter Junge und ich hatten uns gerade angeschnallt, da wurden wir vom Flugpersonal aufgefordert, die Maschine zu verlassen“, so der 56-Jährige gegenüber der Zeitung.

Vater völlig bestürzt: Ryanair-Personal war knallhart

Das Vater und Sohn protestierten, zeigte gegenüber den Ryanair-Mitarbeitern keine Wirkung. Sie bleiben dabei, das wegen des Rollstuhls Explosionsgefahr bestehen würde.

„Das Ryanair-Personal war knallhart, hievte meinen wehrlosen Jungen aus dem Flugzeugsitz, schob ihn aufs Rollfeld“, berichtete der Vater.

Ryanair verteidigt sich

Jetzt hat Ryanair das Vorgehen der Mitarbeiter gerechtfertigt. So sei es in diesem Fall nicht möglich gewesen den batteriebetriebenen Rollstuhl vor Abflug zu deaktivieren. Das sei aus Sicherheitsgründen notwendig, sagte die Airline gegenüber der „Rheinischen Post“.

Dem Jungen sei eine kostenlose Umbuchung auf den nächsten verfügbaren Flug nach Alicante angeboten worden. „Obwohl wir die dadurch verursachten Unannehmlichkeiten aufrichtig bedauern, ist die Sicherheit unserer Passagiere, Mitarbeiter und Flugzeuge unsere oberste Priorität“, so die Fluggesellschaft.

 
 

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