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Ryanair hält Passagiere stundenlang im Flugzeug fest: „Ihr entführt uns“

Ryanair hält Passagiere stundenlang im Flugzeug fest: „Ihr entführt uns“

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Foto: imago

Prag. 

Ryanair

steht nach einem verpatzten Flug Anfang Februar unter Beschuss. Argimiro Pérez erhebt schwere Vorwürfe gegenüber der Fluggesellschaft.

Ryanair habe ihn und 188 weitere Passagiere stundenlang im Flugzeug festgehalten – ohne sie mit Getränken oder Essen zu versorgen. Und das obwohl sich an Bord, Kinder, eine Schwangere und ein Diabetiker befunden haben sollen.

Ryanair hält Passagiere sechs Stunden fest – dann wird der Flug gestrichen

Informationen darüber, ob der Flug von Prag nach Madrid denn noch stattfinden würde: Fehlanzeige!

Über Twitter dokumentierten Passagiere wie Pérez die Tortur. „Ihr entführt uns, ohne uns Informationen oder Essen zu geben“, warf er Ryanair am Rande des Nervenzusammenbruchs vor:

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Nachdem die Passagiere über sechs (!) Stunden bei Minusgraden im Flugzeug festgehalten worden seien, wurde der Flug plötzlich gestrichen.

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Ryanair entschuldigt sich: „Hört auf zu lügen!“

Ryanair entschuldigte sich ebenfalls via Twitter für die Unannehmlichkeiten. Grund für den gestrichenen Flug sei ein Schneesturm gewesen.

Zur Entschädigung sei für alle Passagiere ein Hotelzimmer organisiert worden.

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Argimio Pérez empfindet das Statement der Fluggesellschaft als blanken Hohn. „Hört auf in der Öffentlichkeit zu lügen“, fordert der Spanier.

Ryanair hätte keineswegs Unterkünfte für die Passagiere besorgt, geschweige denn die Kosten für die Taxifahrt zum Hotel übernommen.

Flughafen-Sprecher widerspricht Ryanair

Und es kommt noch dicker. Wie tschechische Medien berichten, konnte ein Sprecher des Prager Flughafens den Inhalt des offiziellen Ryanair-Statements hinsichtlich des Flugausfalls nicht bestätigen.

Schnee sei demnach keineswegs der Grund für die Verzögerung und den letztlich gestrichenen Flug gewesen. Hätte die Airline vernünftig mit dem Flughafen-Personal kommuniziert, hätte der Flug stattfinden können.

Stattdessen landete der Flieger erst am nächsten Tag in Madrid, mit einer Verspätung von 26 Stunden und reichlich genervten Passagieren an Bord.