Royals: Aussage von Donald Trump zeigt, dass er etwas wirklich Wichtiges nicht verstanden hat

Meghan Markle und Prinz Harry haben ihr erstes Kind bekommen. Der kleine Archie kam am 06. Mai 2019 zur Welt.

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Dieses Treffen wurde seit Wochen mit großer Spannung erwartet: Donald Trump trifft im Vereinigten Königreich ein und trifft die Royals.

Die Augen waren vorab aber auf einen anderen gerichtet als den US-Präsidenten: auf Prinz Harry. Der Besuch von Trump bei den Royals hat Wellen geschlagen, weil Trump gegen Harrys Ehefrau, die US-Amerikanerin Meghan Markle, ausgeteilt hatte. Der Präsident bezeichnete sie als „fies“, weil sie im Wahlkampf Trumps Gegnerin Hillary Clinton unterstützt hatte.

Angesichts allgemeiner Irritationen über die Aussage behauptete der Präsident später schlicht, er habe das nie gesagt.

Royals: Prinz Harry und Donald Trump gehen auf Abstand

Den Berichten der „Sun“ zufolge traf Prinz Harry gemeinsam mit weiteren Royals mit Donald Trump und First Lady Melania zum privaten Lunch zusammen. Bei der anschließenden Tour durch die königliche private Kunst-Kollektion blieb Prinz Harry allerdings deutlich auf Abstand zu Trump.

Er spazierte zwar mit Trumps Tochter Ivanka herein, ließ sie dann aber im Gespräch mit Lord Chamberlain zurück. Gemeinsame Fotos mit Trump oder seiner Familie vermied er. In der Zwischenzeit war die Queen damit beschäftigt, Trump die Ausstellung zu zeigen, Prinz Charles folgte ihnen.

Doch eine Beobachterin kritisiert Prinz Harry für sein Verhalten: „Harry war der drittälteste Royal im Raum hinter der Queen und seinem Vater, aber er schien seine royalen Pflichten nicht wahrzunehmen.“ Die royale Kommentatorin Ingrid Seward bewertet, dass Harry „mürrisch“ ausgesehen habe und den Eindruck erweckte, eigentlich gar nicht dort sein zu wollen.

Royal-Expertin übt Kritik

Sie kritisiert: „Wie auch immer seine persönlichen Gefühle sind, es ist dennoch seine Pflicht, die Queen zu unterstützen und sich ein Beispiel an seiner Großmutter zu nehmen, bei der nie persönliche Gefühle sich in die Pflicht einmischen“, so die royale Expertin gegenüber „The Sun“. „Das sind schlechte Manieren und es ist unhöflich.“

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Meghan Markle trifft Trump nicht

Nach dem Besuch der Ausstellung soll Harry für einen 90-minütigen Workout in sein exklusives Fitnessstudio verschwunden sein. Am Staatsbankett im Palast nahm er im Gegensatz zu Charles, Camilla, William und Kate nicht teil.

Meghan Markle nahm nach der Geburt von Sohn Archie vor vier Wochen nicht am Staatsbesuch der Trumps teil. Mehr zu Meghan Markle liest du hier.

Royals: Alle Frauen trugen weiße Kleider

Als die Queen am Montag die Trumps empfing, sah es so aus, als ob sich die Frauen bei dem Abendtermin im Buckingham Palast bezüglich der Farbwahl abgesprochen hätten: Alle trugen weiß. Die Queen, Kate Middleton, Herzogin Camilla und Melania Trump haben alle diesen Ton gewählt. Ist das Vorschrift?

Nein, keineswegs. Das Kleid muss lediglich bodenlang sein, der Farbwahl wird kein Riegel vorgeschoben. In der britischen Today wird heftig spekuliert, warum das denn so ist. War es abgesprochen? Etwa ein politisches Statement?

Vielleicht. Jedenfalls waren auch schon 2011 die Queen und die damalige First Lady Michelle Obama perfekt in Weiß abgestimmt.

So läuft der Trump-Besuch

Trump war am Montag mit 41 Kanonenschüsse zu seinen Ehren empfangen worden. Beim Staatsbankett zeigte sich Trump und die Queen harmonisch. Die Queen lobte die „enge und langjährige Freundschaft“ zwischen den beiden Staaten, forderte Trump jedoch ungewöhnlich deutlich auf, internationale Institutionen zu erhalten.

In den britischen Medien gab es Kritik für den Trump-Empfang. Das Urteil des britischen „Guardian“ ist vernichtend: Trump zum Staatsbesuch einzuladen, sei ein „schwerer Fehler“ und angesichts der innerbritischen Krise ein „Akt krasser Verantwortungslosigkeit“. Wer Trump und dessen Familie von der Queen als Gäste ehren lasse, „der riskiert, seine zerstörerische Politik, seine Vetternwirtschaft und seine Neigung zu Autokratentum zu legitimieren“.

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Das Royal Baby ist da

Trump soll Queen angefasst haben

Auch Trumps Auftritt bei der Queen sorgte für Aufregung. Er soll angeblich die Hand auf ihren Rücken gelegt haben, berichtet der „Mirror“. Nach einem Toast im Saal vor 170 Gästen soll er die Queen am Rücken berührt haben, so das Blatt. Dabei darf die Monarchin von Gästen offiziell nicht angefasst werden. Elizabeth II. ließ sich aber nichts anmerken.

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Trump spricht 90 Minuten mit Prinz Charles über den Klimawandel

Bei seinem Besuch in London sprach Donald Trump außerdem mit Prinz Charles. Dem britischen Thronfolger ist der Kampf gegen den Klimawandel ein Herzensanliegen. Trump hat er dafür bei dessen Staatsbesuch in Großbritannien aber offenbar nicht als engagierten Mitstreiter gewinnen können.

Trump sagte dem britischen Sender ITV in einem am Mittwoch ausgestrahlten Interview, er habe eineinhalb Stunden statt der geplanten 15 Minuten mit Charles gesprochen. Auf die Frage, ob er persönlich an Klimawandel glaube, antwortete der US-Präsident: „Ich glaube, dass es eine Änderung beim Wetter gibt und ich glaube, es ändert sich in beide Richtungen.“

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USA habe „eines der sauberstesten Klimata, die es gibt“

Trump sagte in dem Interview über das Gespräch mit Charles: „Ich denke, wir hatten eine großartige Konversation und es ging um - wie Sie das nennen würden - Klimawandel.“ Er - Trump - habe dem Prinzen gesagt: „Die Vereinigten Staaten haben im Augenblick auf der Basis aller Statistiken eines der saubersten Klimata, die es gibt, und es wird sogar noch besser.“ Er stimme mit dem Thronfolger darin überein, „dass ich das beste Wasser will, das sauberste Wasser, kristallsauber“. China, Indien, Russland und viele andere Nationen hätten dagegen weder sehr sauberes Wasser noch sehr saubere Luft.

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Trump verwechselt Klima mit Umweltverschmutzung

Trump schien in seinen Aussagen Umweltverschmutzung und Klimawandel gleichzusetzen. Die Weltorganisation für Meteorologie beschreibt Klima als „die durchschnittlichen Wetterbedingungen für einen bestimmten Ort über einen langen Zeitraum“.

Trump hat sich in der Vergangenheit mehrfach skeptisch darüber geäußert, ob es Klimawandel gibt und falls ja, ob er vom Menschen verursacht wird. Er hat die USA - einen der größten Verursacher von Treibhausgasen weltweit - aus dem internationalen Pariser Klimaschutzabkommen zurückgezogen. (mit dpa)

 
 

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