Riesiger Blackout in Südamerika: Massiver Stromausfall – rund 48 Millionen Menschen betroffen

In Südamerika kam es am Sonntag zu einem riesigen Stromausfall. Knapp 48 Millionen Menschen seien davon betroffen. (Symbolbild)
In Südamerika kam es am Sonntag zu einem riesigen Stromausfall. Knapp 48 Millionen Menschen seien davon betroffen. (Symbolbild)
Foto: imago images / Rene Traut

Buenos Aires. Ein riesiger Stromausfall hat weite Teile von Südamerika lahmgelegt.

Am Sonntag kam es zum Stromausfall in ganz Argentinien und Uruguay, das teilte der argentinische Energieversorger Edesur auf Twitter mit. Die beiden Nachbarländer haben zusammen rund 48 Millionen Einwohner.

Riesiger Stromausfalll legt weite Teile von Südamerika lahm

Laut Medien begann der Blackout um 7.07 Uhr Ortszeit. Auf der Südhalbkugel der Erde beginnt jetzt der Winter, in den betroffenen Ländern wird viel mit Strom geheizt.

Unklar war am Sonntag zunächst das ganze Ausmaß des Stromausfalls. Argentinien, wo im Herbst Präsidentschaftswahlen stattfinden, leidet unter einer schweren Wirtschaftskrise. Die Infrastruktur gilt als marode.

Teilen Brasiliens und Chiles womöglich betroffen

Entgegen der Mitteilung von Edesur war der Ausfall womöglich nicht flächendeckend. Die argentinische Zeitung „La Nación“ berichtete von Ausfällen in der Hauptstadt Buenos Aires und in verschiedenen Provinzen des Landes.

Auch Teile Brasiliens und Chiles seien betroffen. Laut BBC gab es außerdem in Paraguay Stromausfälle. Die argentinische Tageszeitung „Clarín“ berichtete, Züge seien abrupt gestoppt worden, auch die Metro funktionierte nicht.

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Ursache für den Blackout wir noch geklärt

Das argentinische Energieministerium teilte mit, dass die Behörden die genauen Ursachen des Ausfalls untersuchten. In den Regionen Cuyo, Nordwest und Comahue habe die Wiederherstellung der Versorgung schon begonnen.

Es werde Stunden dauern, bis überall wieder Strom fließe. Die uruguayische Energiebehörde UTE teilte laut „La Nación“ mit, dass ein Fehler im argentinischen Netz das Verbundsystem in Mitleidenschaft gezogen habe und das ganze Land ohne Strom sei.

Staßenverkehr stark behindert

Auf Twitter zogen argentinische Nutzer Vergleiche zu Venezuela, wo es seit März 2019 immer wiederkehrende Stromausfälle gab.

„Mit (Präsident) Macri sind wir lediglich Venezuela“, schrieb ein Nutzer. Andere fragten, wie es sein könne, dass das Internet funktioniere, obwohl kein Strom da sei. Wieder andere mahnten, vorsichtig zu fahren, da auch Ampeln nicht funktionierten.

Tankstellen funktionieren nicht

Südlich von Buenos Aires an der Küste sei es kalt, berichtete eine Augenzeugin namens Sara der Deutschen Presse-Agentur.

Die Ampeln funktionierten nicht, auch könne man nicht tanken. „Es ist sehr merkwürdig, so massiv war es noch nie“, sagte die junge Frau. (dpa/ses)

 
 

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