Rheinbad in Düsseldorf: Zeuge deckt auf – so schlimm war die Randale wirklich

Das Rheinbad in Düsseldorf war in den letzten Wochen immer wieder wegen angeblicher Tumulte in den Schlagzeilen. Die ARD hat nun mit einem Zeugen gesprochen, der erzählt, wie es wirklich war.
Das Rheinbad in Düsseldorf war in den letzten Wochen immer wieder wegen angeblicher Tumulte in den Schlagzeilen. Die ARD hat nun mit einem Zeugen gesprochen, der erzählt, wie es wirklich war.
Foto: Marcel Kusch/dpa

Kein anderes Freibad hat es in so kurzer Zeit so oft in die Medien geschafft wie das Rheinbad in Düsseldorf. Zuerst war ein Vater mit einer großen Gruppe Jugendlichen aneinandergeraten. An anderen Tagen gab es angeblich des Öfteren Probleme mit „nordafrikanischen Jugendlichen“.

Eine Recherche des ARD deckte nun allerdings auf, dass es die angeblichen „Randalen“ offenbar gar nicht gegeben hatte.

Rheinbad in Düsseldorf: Gab es wirklich 60 randalierende Jugendliche?

Zuletzt wurde das Bad am 26. Juli geräumt. 50-60 Jugendliche nordafrikanischer Herkunft sollen für so viel Tumult gesorgt haben, dass die Polizei anrücken musste. Eine Recherche des ARD-Politikmagazins „Monitor“ hat nun aufgedeckt, dass diese Informationen der Polizei anscheinend stark übertrieben waren.

Im Zuge ihrer Recherchen sprachen die Journalisten der ARD außerdem mit einem Zeugen des angeblichen Tumults. Der 22-jährige Polizist Tim Fliegel befand sich mit einigen Freunden ganz in der Nähe des Schauplatzes, an welchem die Jugendlichen eine Rutsche für sich beansprucht haben sollen.

Eine größere Gruppe stürmte auf die Rutsche

Seiner Erzählung zufolge stimmt es schon, dass eine größere Gruppe Jugendliche wie auf Kommando aus dem Wasser gesprungen und zur Rutsche gestürmt ist.

Doch er erzählt dem Magazin weiter: „Mein Eindruck war, dass die alle sofort wieder runtergerutscht sind. Es sind immer wieder neue Leute nachgekommen, aber auch wieder runtergerutscht.“

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„Das hat für mich eher wie ein jugendlicher Scherz gewirkt“

„Mein persönlicher Eindruck war gar nicht, dass es tumultartig oder randaleartig gewesen ist. Ich habe mich zu keinem Zeitpunkt bedroht gefühlt, das hat für mich eher wie ein jugendlicher Scherz gewirkt,“ so der junge Polizist.

Auch Düsseldorfs Oberbürgermeister Thomas Geisel (SPD) hat nun einen anderen Blick auf die Sachlage.

Zwei Ermittlungsverfahren – gegen Deutsche

„Es war ein lebendiger Badebetrieb“ und keine „organisierte Bandenkriminalität von nordafrikanischen Tätern“, wie er „Monitor“ nach Sichtung der Videoaufnahmen der Überwachungskameras selbst sagen kann.

Was ist das Ergebnis der 60 pöbelnden Jugendlichen aus Nordafrika? Zwei Ermittlungsverfahren wegen Beleidigung und Bedrohung gegen zwei Deutsche. (db)

 
 

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