Notfall in Kita, doch der Rettungsdienst kommt nicht durch, weil Gaffer die Zufahrt blockieren – Bürgermeister: „SCHÄMT EUCH!!!“

Immer wieder kommen Rettungsfahrzeuge zu spät zum Einsatz, weil die Rettungsgasse nicht oder zu spät gebildet wird. Fahrlehrer Franz-Josef Malzewski erklärt, wie sich Autofahrer in solchen Situationen am besten verhalten.

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Neukirchen.  Der Bürgermeister der sächsischen Gemeinde Neukirchen machte seiner Wut bei Facebook Luft. Falschparker und Gaffer hatten einen Rettungseinsatz an einer Kindertagesstätte behindert, daraufhin forderte er: „SCHÄMT EUCH!!!“

Er sei schockiert und mache die „Faxen nicht mehr mit“. Der Rettungsdienst sei durch Falschparker behindert worden und Eltern hätten Kinder hochgehoben und in den Rettungswagen schauen lassen. „Ich schäme mich für euch in Grund und Boden und bin maßlos enttäuscht und entsetzt“, schreibt Thamm.

Ordnungsamt soll täglich kontrollieren

Und der Bürgermeister kündigte an, dass das Ordnungsamt nun täglich vor der Kindertagesstätte aktiv sein werde. Aber auch nachdem die Kontrolleure Feierabend hätten, sollten sich Falschparker nicht zu sicher fühlen, schreibt Thamm. Dann nämlich will er persönlich aktiv werden: „Ich bin immer im Dienst!!! Versprochen.“

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Gegenüber „Freie Presse“ sagte Thamm, er wohne in der Nähe der Kita, könne Fotos von Falschparkern machen und sie an das Ordnungsamt weiterleiten.

Ein Kommentar widerspricht der Darstellung

Für seine offenen Worte bekam der Bürgermeister reichlich Zuspruch in den Kommentaren unter seinem Beitrag. Es gibt aber auch einen Facebook-Nutzer, der Thamm widerspricht. Er gibt vor, der Vater des verletzten Kindes zu sein und er erlebte die Situation ganz anders.

Er schreibt, es habe keine Traube von Gaffern gegeben und er finde es nicht schlimm, dass die Kinder in den Rettungswagen schauen durften. Das gehöre „zur Neugierde der Kinder“, schreibt er und fordert „haltet den Ball mal bisschen flacher“. (dahe)

 
 

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