Restaurierte Schlosskirche Wittenberg feiert Wiedereröffnung

Wiedereröffnung der Schlosskirche Wittenberg: Bereits am Freitag begannen die Feierlichkeiten mit einem Gottesdienst.
Wiedereröffnung der Schlosskirche Wittenberg: Bereits am Freitag begannen die Feierlichkeiten mit einem Gottesdienst.
Foto: epd
Vier Jahre dauerte die Sanierung der Schlosskirche Wittenberg, lange war sie für Besucher geschlossen. Jetzt öffnet sie ihre Türen.

Wittenberg..  Mit einem Festgottesdienst ist die restaurierte Schlosskirche in Wittenberg in Sachsen-Anhalt am Sonntag offiziell wiedereröffnet worden. Königin Margrethe II. von Dänemark und Bundespräsident Joachim Gauck kamen zur Wiedereröffnung. Beide nahmen am feierlichen Gottesdienst in der restaurierten Kirche teil.

„Wir freuen uns, dass die Schlosskirche wieder in neuem Glanz erstrahlt“, sagte der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Heinrich Bedford-Strohm, zu Beginn des Erntedank-Gottesdienstes vor der Festgemeinde.

Altarbehang als königliches Gastgeschenk

Nun könnten neben den Gemeindemitgliedern auch Besucher aus aller Welt, diesen „kraftvollen Ort“ ganz persönlich erleben. Wenn in wenigen Tagen das 500. Reformationsjubiläum eingeläutet werde, liege die Lutherstadt Wittenberg „im Herzen Europas“, sagte der bayerische Landesbischof.

Die Königin von Dänemark hatte als Geschenk zur Wiedereröffnung einen roten Altarbehang für die Schlosskirche gefertigt, der im Gottesdienst erstmals öffentlich präsentiert wurde. Zwischen der dänischen Königsfamilie und Wittenberg gibt es seit der Reformation gute Beziehungen. Dänemark trat der Reformation 1536 bei. Königin Margrethe ist Oberhaupt der evangelisch-lutherischen Volkskirche in Dänemark.

Seit 1997 Unesco-Weltkulturerbe

Der Reformator Martin Luther (1483-1546) soll am 31. Oktober 1517 seine kirchenkritischen 95 Thesen an der Schlosskirche in Wittenberg angeschlagen haben – das Ereignis gilt als Beginn der Reformation. In der Schlosskirche, die seit 1996 zum Unesco-Weltkulturerbe gehört, befindet sich auch seine Grabstätte.

Die Restaurierungsarbeiten an dem Gotteshaus dauerten vier Jahre und kosteten rund acht Millionen Euro. Sie bereits am 9. Mai beendet. Seitdem kann die Kirche wieder besichtigt werden. Vor Beginn Bauarbeiten besuchten jährlich rund 200.000 Touristen diese Gedenkstätte der Reformation. (epd/dpa)

 
 

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