Rebecca Reusch weiter vermisst: Irre Wende – wurde die 15-Jährige gar nicht ermordet?

Rebecca Reusch (15) aus Berlin wird seit dem 18. Februar vermisst. Als Hauptverdächtiger gilt Florian R. (27), der Schwager der 15-Jährigen.

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Irre Wende! im Fall von Rebecca Reusch: Wurde die 15-jährige Schülerin gar nicht ermordet?
Irre Wende! im Fall von Rebecca Reusch: Wurde die 15-jährige Schülerin gar nicht ermordet?
Foto: Polizei Berlin

Bereits seit dem 18. Februar 2019 wird die 15 jahre alte Schülerin Rebecca Reusch vermisst. Ganze sechs Monate. Es ist ein Kriminalfall, der die Menschen 2019 sehr bewegt.

Was war passiert?

Rebecca Reusch übernachtete vom 17. auf den 18. Februar im Haus ihrer Schwester und deren Mann Florian R. in Berlin. Ihr Schwager geriet schnell in den Fokus der Polizisten.

Rebecca Reusch aus Berlin vermisst – Wende im Kriminalfall?

Florian R. kam erst am frühen Morgen des 18. Februar von einer Firmenfeier zurück nach Hause und soll vor Rebeccas Verschwinden alleine mit ihr im Haus gewesen sein.

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Nachdem weitere Hinweise den Tatverdacht erhärteten, wurde er festgenommen. Nach drei Wochen Untersuchungshaft kam Florian R. aufgrund mangelnder Beweise wieder frei. Er gilt noch immer als tatverdächtig – doch seine Familie steht hinter ihm und glaubt an seine Unschuld.

Rebecca Reusch: War es ein Unfall?

Groß angelegte Suchaktionen, vor allem in den ersten zwei Monaten nach Rebeccas Verschwinden, brachten ebenfalls keine Erfolge. Noch immer werden weit über 2000 Hinweise ausgewertet.

Welche Möglichkeiten haben die Beamten jetzt noch?

Laut einem Bericht der „Berliner Zeitung“ verfolgt die Polizei aber auch ein bisher völlig unbekannte Theorie. Demnach könnte Rebecca gar nicht umgebracht worden, sondern bei einem Unfall ums Leben gekommen sein. Bisher gingen die Ermittler stets mit einem gewaltsamen Tod aus.

Für die neue Version spreche, dass die Familie weiterhin fest zu Rebeccas Schwager steht. Außerdem wurden nie Blutspuren von Rebecca entdeckt. Auch sonst gibt es keine harten Beweise für einen Mord an dem Mädchen.

Profiler Axel Petermann hat mit dieser Redaktion über die möglichen Optionen gesprochen, welche den Ermittlern jetzt noch offen stehen. Auch das enorme Maß der Öffentlichkeitsbeteiligung kam dabei zur Sprache.

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Bisherige Hinweise, alte Zeugen, neue Zeugen – viel mehr geht nicht

Viele Wege können die Beamten derzeit laut Petermann nicht einschlagen: „Neben den bisherigen Hinweisen können die Ermittler natürlich noch die alten Zeugen befragen. Aber auch mögliche neue Zeugen oder eine erneutes Befragen des Schwagers, wenn er denn will, könnten weitere Erkenntnisse bringen.“

Und genau da ist der Knackpunkt: Denn Florian R. schweigt nach wie vor. Sollte er aber wirklich unschuldig sein, so belastet er sich durch sein Schweigen immerhin nicht selbst.

Jeder kennt das Gesicht des Schwagers

Seine Anwältin kritisierte das Vorgehen der Polizei bereits scharf. Obwohl Florian R. bereits festgenommen wurde, veröffentlichten die Ermittler ein Foto des Mannes, um Hinweise von möglichen Zeugen zu erhalten. Das Vorgehen brachte keinen Erfolg: Die Tat konnte ihm nicht nachgewiesen werden und dennoch kennt nun vermutlich ganz Deutschland sein Gesicht.

Und genau hier eröffnet sich ein weiterer wichtiger Punkt: Die enorme Einbindung der Öffentlichkeit. Überall im Internet, an U-Bahn-Stationen und auf großen Infotafeln prangte das wohl bekannteste Bild von Rebecca. Jedes neue Detail in dem Fall war sofort überall zu lesen.

Enorme Öffentlichkeit kann den Dialog von Familie und Ermittlern beeinflussen

„Man muss sich immer fragen, wie geschickt es war, die eigenen Verdachtsmomente oder Mutmaßungen so öffentlich zu machen“, so Petermann. Darunter könnte das Verhältnis zwischen Ermittlern und Familie gelitten haben. Rebeccas Vater Bernd Reusch hatte die Behörden kritisiert, dass sie nicht über den aktuellen Stand der Ermittlungen informiert wurden. (>>> hier mehr dazu)

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„Dadurch kann der Dialog zwischen beiden Parteien erschwert werden. Ob und wie die beiden Seiten noch miteinander sprechen, kann dadurch stark beeinflusst werden, weil beide dadurch natürlich ein gewisses Bild voneinander haben.“

Doch es gibt noch eine weitere Gefahr, wenn die Öffentlichkeit so stark eingebunden wird: „Es gibt da natürlich zwei Seiten. Je publiker ein Fall ist, desto mehr Hinweise können eingehen. Wenn jedoch ein verfälschtes Bild genutzt wird, besteht die Gefahr, dass auch Menschen, die Rebecca vorher überhaupt nicht kannten, sich plötzlich melden und meinen, sie irgendwo gesehen haben zu wollen.“

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Kann das Verfolgen von nur einer Annahme hinderlich sein?

Florian R. gilt bisher noch immer als Hauptverdächtiger. Hinweise, um den Tatverdacht zu erhärten gibt es jedoch nicht.

„Die Ermittler sind meines Wissens nach sehr schnell auf die Spur gekommen, die sie zum Schwager geführt hat und dieser dann entsprechend konsequent nachgegangen. Natürlich muss die Herangehensweise korrigiert werden, wenn es trotz aller Anstrengungen und kriminaltechnischer und forensicher Untersuchungsergebnisse nicht ausreichend Hinweise gibt, die diese Möglichkeit glaubhaft machen. Aber natürlich kann es passieren, dass sich zu sehr auf eine bestimmte Theorie konzentriert wird und dadurch andere Möglichkeiten gar nicht oder nicht mehr so stark auffallen,“ so Petermann.

Erneutes Aufgreifen in den Medien – nur wahrscheinlich mit entsprechender Fragestellung

Wie geht es also weiter im Vermisstenfall von Rebecca Reusch? Die Beamten können nur darauf hoffen, durch die Auswertung der bisher eingegangenen Hinweise eine neue Spur zu entdecken. Vielleicht könnte auch ein erneutes Aufgreifen in den Medien, wie zum Beispiel bei Aktenzeichen XY, neue Erkenntnisse bringen.

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Gibt es neue Erkenntnisse? Wird nach dem Schwager gesucht oder nach Zeugen, die ihn zur fraglichen Zeit gesehen haben? Wird explizit nach Zeugenberichten gefragt, die Rebecca nach ihrem Verschwinden an bestimmten Orten gesehen haben könnten?

So oder so: Für die Familie bleibt auch sechs Monate nach ihrem Verschwinden nur die Ungewissheit. Immer noch gemischt mit der Hoffnung, Rebecca irgendwann wiederzusehen. (db)

 
 

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