Rebecca Reusch (15) weiter vermisst: Suche geht am Mittwoch weiter – Polizei gibt Rätsel auf

Rebecca Reusch wird seit über sechs Monaten vermisst.
Rebecca Reusch wird seit über sechs Monaten vermisst.
Foto: Screenshot Instagram

Berlin. Seit über sechs Monaten wird die Schülerin Rebecca Reusch aus Berlin vermisst. Seitdem sind über 2300 Hinweise sind bei der Mordkommission eingegangen, die Staatsanwaltschaft betont: „Oberste Priorität ist es, Rebecca zu finden.“

Und genau das haben nun über hundert Polizisten am Dienstag erneut versucht. Gemeinsam mit der Mordkommission suchten sie ein Waldstück in Brandenburg, südlich von Berlin ab. Haben sie einen Hinweis auf Rebecca Reusch erhalten?

Rebecca Reusch: Polizei sucht erneut nach der Schülerin

Mit rund 100 Polizisten und Suchhunden wurde am Dienstag der Wald durchkämmt. Die Suche soll sich nahe dem Ort Storkow bei Kummersdorf abgespielt haben. Dort war die Polizei schon im März aktiv gewesen. Den genauen Ort wollte die Polizei nicht nennen. Die „Märkische Allgemeine Zeitung“ berichtete zuerst darüber.

Auch am Mittwoch geht die Suche nach Rebecca Reusch der „Bild“ zufolge weiter. 60 Beamte sollen nach Informationen des Blattes in dem Waldstück unterwegs sein, auch Spürhunde seien dabei.

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Die aktuelle Suche wurde auf Initiative der Mordkommission gestartet. Ob es neue Hinweise aus der Bevölkerung auf einen bestimmten Ort gibt oder ob sich aus sonstigen Ermittlungen oder Überwachungen des Verdächtigen Indizien ergeben hätten, wollte die Polizei nicht verraten. „Das wird die Mordkommission nach der Auswertung der heutigen Suche gegebenenfalls am Mittwoch mitteilen“, sagte ein Sprecher.

Gegend war bereits einmal im Fokus der Suche

Die Gegend südöstlich von Berlin war schon im Frühjahr im Fokus der Polizei, weil der verdächtige Schwager von Rebecca auf der dort verlaufenden Autobahn A12 Richtung Frankfurt (Oder) am Tag des Verschwindens und dem Abend danach unterwegs gewesen sein soll.

Rebecca Reusch wird seit dem 18. Februar vermisst. Polizei und Staatsanwaltschaft nehmen an, dass sie getötet wurde. Mehr als 2300 Hinweise gingen bei der Mordkommission ein. Die Polizei hatte viele Wochen lang Wälder und Seen abgesucht. Eingesetzt wurden spezielle Suchhunde, Boote und Taucher sowie Kräfte des Technischen Hilfswerks (THW).

Kein Cold Case

Erst Anfang August hatte eine Sprecherin der Berliner Staatsanwaltschaft gesagt, es gebe leider nichts Neues. Die Ermittlungen würden aber natürlich weiterlaufen. Zuvor hatte ein Staatsanwaltschafts-Sprecher betont: „Es ist kein Cold Case, im Gegenteil“. Als Cold Case (wörtlich: kalter Fall) werden Fälle bezeichnet, die vorerst zu den Akten gelegt werden.

Die Schülerin war zuletzt im Haus ihrer ältesten Schwester und ihres Schwagers. Die Polizei nimmt an, dass sie das Haus nicht lebend verließ. Der Verdacht fiel auf RebeccasSchwager. Er war in Untersuchungshaft, kam aber wenig später mangels Beweisen wieder frei. Rebeccas Familie beteuert nach wie vor seine Unschuld.

Vermisstenexperte äußert sich

Im Gegensatz zur Polizei geht Vermisstenexperte Peter Jamin davon aus, dass Rebecca Reusch noch leben könnte. Gegenüber dieser Redaktion sagte er im Juni: „Die Polizei hat die Ermittlungen im Fall Rebecca Reusch ausgeschöpft. Die Beamten haben zwar ein paar Spuren gefunden, das heißt aber absolut nichts! Sie könnte sehr gut noch leben.“

Peter Jamin zeichnete mehrere Szenarien, die eingetreten sein könnten:

  • Rebecca Reusch hat ihrem Leben bewusst den Rücken gekehrt und ist abgehauen. „Das Mädchen könnte auch freiwillig weggegangen sein. Beispielsweise, weil es sich im Internet verliebt hat. Darauf gibt es ja auch durchaus Hinweise“, erklärt Jamin.
  • Rebecca Reusch lebt noch - könnte aber dennoch einem Verbrechen zum Opfer gefallen sein: „Denkbar wäre auch, dass die Schülerin entführt und eingesperrt worden ist“, so Jamin.

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(fb/dpa)

 
 

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