Rebecca Reusch (15) vermisst: Eltern bekommen Anruf aus Polen – unglaublich, was der Anrufer mitteilt

Der Fall Rebecca: Eine Chronologie

Rebecca Reusch (15) ist am 18. Februar spurlos verschwunden. Die Polizei geht davon aus, dass die 15-Jährige das Haus des Schwagers und ihrer Schwester nie lebend verlassen hat. Der Schwager von Rebecca Reusch saß in Untersuchungshaft, ist mittlerweile auf freiem Fuß.

Rebecca Reusch (15) ist am 18. Februar spurlos verschwunden. Die Polizei geht davon aus, dass die 15-Jährige das Haus des Schwagers und ihrer Schwester nie lebend verlassen hat. Der Schwager von Rebecca Reusch saß in Untersuchungshaft, ist mittlerweile auf freiem Fuß.

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  • Rebecca Reusch (15) aus Berlin wird seit dem 18. Februar vermisst
  • Die Ermittler gehen seit längerem davon aus, dass die Schülerin nicht mehr lebend gefunden wird
  • Rebeccas Schwester teilt emotionale Nachricht auf Instagram

Berlin. Rebecca Reusch (15) aus Berlin wird seit genau zwei Monaten vermisst. Der Kriminalfall bleibt mysteriös.

Noch immer steht der Schwager von Rebecca Reusch aus Berlin unter Verdacht, die Schülerin getötet zu haben. Der 27-Jährige saß bereits in Untersuchungshaft, wurde aber nach mehreren Tagen aus Mangel an Beweisen wieder freigelassen.

Rebecca Reusch verbrachte das Wochenende vor ihrem Verschwinden bei ihrer Schwester und ihrem Schwager. Die Polizei geht derzeit davon aus, dass Rebecca Reusch das Haus nicht lebend verlassen hat.

Am 9. April machte die Polizei ein heftiges Geständnis. Sowohl davor als auch danach suchte die Familie von Rebecca selbstständig nach ihr. Immer wieder gibt es laut Familie Reusch neue Hinweise.

Alles zu dem bewegenden Kriminalfall Rebecca Reusch liest du in unserem Newsblog.

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Rebecca Reusch (15) aus Berlin vermisst:

Freitag, 19. April:

21.10 Uhr: Ein Anruf aus Polen gibt der Familie von Rebecca Reusch Hoffnung. Ein Mann aus Polen will Rebecca in einem Einkaufszentrum gesehen haben. Zudem habe er sich zuhause nochmal genau vergewissert, dass es das Mädchen auf den Vermissten-Fotos gewesen ist. Und bestätigte seine Aussage dann erneut.

Die Familie ist vor allem wegen eines Details neuer Hoffnung: Der Mann erwähnte eine Zahnspange und dass das Mädchen, das er gesehen hat, eine Zahnspange getragen habe. Dieses Detail sei bisher nicht bekannt gegeben worden.

Doch die Polizei habe keinerlei Veranlassung dem Tipp nachzugehen, erklärte die Familie. Das wiederum sorge für Unverständnis bei den Eltern und Schwestern von Rebecca Reusch.

Donnerstag, 18. April:

19.26 Uhr: Gab es vor dem Verschwinden von Rebecca etwa Streit mit Mitschülern? Davon berichten die Eltern der vermissten Rebecca. Ein zehnjähriges Mädchen habe demnach beobachtet, dass Rebecca sich vor der Schule mit einigen Jungs stritt, die sie festhielten.

„Das Mädel hat gegen 16 Uhr am 18. April – also an dem Tag an dem Rebecca verschwunden ist – miterlebt, dass ein großes Mädchen Streit hatte mit mehreren Jungs", sagte Bernd Reusch gegenüber RTL. Es soll dabei auch darum gegangen sein, dass das Mädchen die Schule verlassen wollte. Tatsächlich hatte Rebecca genau das vor.

„Das ist genau das, was wir schon länger mit Rebecca besprochen haben, dass sie das Abitur lieber woanders machen möchte“, sagt ihr Vater. „Unserer Bekannten hat sie berichtet, dass das Mädchen hübsch und groß war und dass sie fürchterlich geweint hat“, so Bernd Reusch über den Hinweis. Das Mädchen habe sich losreißen und wegrennen können. War es etwa Rebecca? Das würde der Theorie der Polizei widersprechen. Die Ermittler gehen davon aus, dass Rebecca das Haus des Schwagers nicht lebend verlassen hat.

16.09 Uhr: „Es hat jemand angerufen und gesagt, dass er Rebecca in Polen gesehen hat, in einem Kaufhaus in Begleitung eines Mannes“, erzählt Rebeccas Vater im RTL-Video. Der Informant habe sich zu Hause nochmal vergewissert und ist sich sicher: es war Rebecca.

Vor allem ein Detail gibt der Familie Hoffnung: „Der Mann hat die Zahnspange erwähnt.“ Rebecca trage in der Tat eine Zahnspange. Das sei bisher nicht berichtet worden. Das Mädchen habe wohl deutsch gesprochen, so der männliche Informant: „Der Mann meinte, dass man ihr nicht ansah, dass sie sich unwohl fühlte oder ähnliches“, erzählt Rebeccas Vater.

Jeder Hinweis der Familie würde gemeinsam beraten: „Wir besprechen alles. Was kann man glauben, was ist gut, was ist schlecht“, so Mutter Brigitte Reusch. Man habe sogar überlegt nach Polen zu fahren und selbst zu suchen. Sei dann aber wieder von der Idee abgekommen. „Wir würden uns dort gar nicht zurechtfinden."

An der Polizei lassen Rebeccas Eltern kein gutes Haar. Sie hätten ihnen von dem Hinweis berichtet, sich aber nicht ernst genommen gefühlt. „Die Mordkommission hat gesagt, dass sie nichts wissen, weil die Hinweise werden woanders bearbeitet“, so Rebeccas Vater.

9.12 Uhr: Auch wenn es so wirkt: Der Fall Rebecca ist für die Ermittler längst nicht abgeschlossen. „Das ist alles andere als ein Cold Case“, so Martin Stelter, Sprecher der Staatsanwaltschaft Berlin im Gespräch mit RTL. Er wehrt sich auch gegen die Vorwürfe von Rebeccas Familie.

Die hatte die Arbeit der Ermittler immer wieder kritisiert - auch weil Rebeccas Schwager ins Visier der Polizei geraten war. Derlei Kritik nimmt Stelter nicht an und sagt in Richtung der Familie: „Wir haben keine Veranlassung gegeben, uns zu kritisieren.“

Mittwoch, 17. April 2019:

20.40 Uhr: Führt die Spur von Rebecca nach Polen? RTL berichtet, dass der Familie Spuren nach Krakau vorliegen würden. Die Eltern von Rebecca würden demnach immer wieder Hinweise auf den Verbleib ihrer Tochter kriegen. So seien sie gemeinsam mit dem RTL-Reporter Heinz Kegl nach Rostock gefahren, um dort Hinweisen nachzugehen. Der Sprecher der Berliner Staatsanwaltschaft Martin Steltner dazu: „Wir gehen allen Hinweisen nach.“ Doch etwas Konkretes gebe es derzeit nicht. Befürchtungen, der Fall könnte zu einem Cold Case werden, gibt er eine Absage: „Es ist kein Cold Case in Sicht."

Auch auf die Kritik der Familie, wonach die Ermittler sie nicht informieren würde, lässt er nicht gelten: „Wir haben keine Veranlassung gegeben, uns zu kritisieren.“

15.24 Uhr: Zwei Monate ist die 15-jährige Rebecca Reusch jetzt schon verschwunden. Noch immer fehlt jede Spur. Eine Anwohnerin des Hauses des Schwagers, in dem Rebecca sich zuletzt aufhielt, berichtet davon, dass ihre Nachbarin das Mädchen noch am Tag ihres Verschwindens gesehen habe. „Meine Nachbarin ist sich zu 100 Prozent sicher, dass sie Rebecca gegen 10.30 Uhr mit der rosa Jacke und der Decke über dem Arm gesehen hat, am Tag als sie verschwand“, sagt die 73-jährige Ludmilla Z. gegenüber „Bild“.

Auch in der Kneipe „Park-Eck“ sei Rebecca noch immer tägliches Gesprächsthema, erzählt Wirtin Heike Lieschied. „Hier glaubt keiner der Gäste, dass der Schwager es war, einige kennen ihn sogar, die sagen alle, er ist ein gutmütiger Mensch. Die Leute glauben hier, dass sie im Internet jemanden kennengelernt hat und mit dem abgehauen ist“, fasst sie zusammen. „Die eine Nachbarin soll Rebecca noch mit ihrer Decke gesehen haben und dann soll sie im Kofferraum gewesen sein? Das geht doch nicht.“

15.09 Uhr: Auch am Dienstag suchte die Polizei wieder am Herzberger See in Ost-Brandenburg, berichtet die Bild. Rund 35 Beamte und Helfer sollen laut einem Polizeisprecher dort im Einsatz gewesen sein. Auch ein Hubschrauber und Suchhunde kamen zum Einsatz.

Rebeccas Mutter erhebt in der „Bild“ schwere Vorwürfe gegen die Polizei. „Wir suchen unsere Tochter und die Polizei sucht die Leiche. Die graben lieber halb Brandenburg um“, so die erschöpfte Brigitte Reusch. „Die hängen sich an einem Whatsapp-Häkchen auf, laut dem meine Tochter noch eine Nachricht von mir bekommen, aber nicht gelesen hat. Deswegen müsse sie am Morgen noch im Haus gewesen sein. Ihr Handy könnte sich aber auch irgendwo anders nochmal eingeloggt haben!“, lautet ihr Vorwurf.

Sie sagt deutlich: „Ich bin in Trauer und auch wütend.“ Auch an der Polizei lässt sie kein gutes Haar. „Mein Schwiegersohn Florian ist ein Wrack, nachdem so mit ihm umgegangen wurde. Die Leute zeigen mit dem Finger auf unser Haus. Mit uns redet von der Polizei keiner mehr richtig. Sie müssten mal hören, wie die mit uns sprechen!“ Die Polizei rechtfertigt das Verhalten: „Aus ermittlungstaktischen Gründen wird zu Ermittlungsständen nicht alles gesagt, auch nicht der Familie gegenüber.“

8.45 Uhr: Vivien Reusch, Rebeccas Schwester, meldet sich mit einer emotionalen Nachricht auf Instagram. „Du kannst die Welt vielleicht nicht ändern. Aber deine Einstellung schon. Es sind nur ein paar Gedanken, die mich überkommen. Man sagt, man wächst mit seinen Aufgaben. Und ja, das kann so sein. Andernfalls geht man daran kaputt“, schreibt die große Schwester der Vermissten. Die Nachricht versieht sie mit den Hashtags #staypositive, #findbecci, #alwayspraying.

Dienstag, 16. April 2019:

17.22 Uhr: Profiler Axel Petermann hat sich auch gegenüber „Bild“ geäußert. Dort macht er Hoffnung. Ein Detail könne alles ändern: „Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt. Vielleicht entwickelt sich aus einem kleinen Detail eine neue heiße Spur. Das ist nicht auszuschließen.“

14.42 Uhr: Die Berliner Polizei hat ihre Suche am Herzberger See in Brandenburg fortgesetzt. 35 Polizisten und Helfer sind im Einsatz. Auch Spürhunde und ein Hubschrauber werden eingesetzt.

8.00 Uhr: Axel Petermann, Deutschlands bekanntester Profiler, glaubt noch lange nicht an ein Ende der Suche. „Es ist jetzt noch definitiv zu früh, um von einem Cold Case zu sprechen. Für mich fängt ein Cold Case dann an, wenn die Ermittlungsgruppe und die Mordkommission alle Spuren, die eingegangen sind, überprüft haben und zu keinem Ergebnis gekommen sind, die Akten also in gewisser Weise dichtgemacht werden“, sagt Petermann dem RBB.

Er könne sich vorstellen, dass man versuchen werde, neue Beweise gegen den Schwager zu finden. Dazu sei es wichtig, den Ort zu finden an dem entweder Rebeccas Leiche liegt oder an dem sie versteckt gehalten wird. „Auch dieser Ort könnte Hinweise auf den Täter geben“, sagt Petermann.

Der „Bild“-Zeitung sagte Petermann: „Der Täter sollte sich jedenfalls nicht in den Ohrensessel legen. Wie dicht die Polizei an ihm dran ist, wissen wir gar nicht.“

Montag, 15. April 2019:

11.24 Uhr: Viele Fragen im Fall Rebecca sind weiterhin ungeklärt. Die Polizei verdächtigt noch immer ihren Schwager, etwas mit dem Verschwinden der 15-Jährigen zu tun zu haben. Schon zwei Mal wurde der Hauptverdächtige festgenommen. Beide Male musste er mangels Beweisen aus der Untersuchungshaft entlassen werden.

Wie das „Spreeradio“ aus Ermittlerkreisen erfahren haben will, habe die Mordkommission weitere Indizien zusammengetragen. Details dazu und ob diese Hinweise Rebeccas Schwager belasten, könne die Polizei wegen der laufenden Ermittlungen nicht mitteilen.

Fall Rebecca: Mehr Hoffnung als bei anderen Vermissten

08.01 Uhr: Fast zwei Monate sucht die Polizei nun nach der vermissten Rebecca. Neue Erkenntnisse gibt es nach dem Wochenende nicht – trotz der mittlerweile 2.200 eingegangenen Hinweise.

Dabei könnte es die Kriminalpolizei im aktuellen Fall sogar etwas einfacher haben als bei anderen Vermissten. Wenn Mädchen, seltener auch Jungen, auf dem Weg zur Schule oder nach Hause spurlos verschwinden, nicht wieder auftauchen und es auch keine Zeugen gibt, hat die Polizei fast nichts in der Hand. Manche dieser Fälle werden nie aufgeklärt.

Bei Rebecca geht die Polizei aber davon aus, dass sie das Haus nicht lebend verließ: daher der Verdacht gegen den Schwager. Ohne Leiche ist eine Anklage vor Gericht aber schwierig. Und je länger eine Leiche vergraben im Boden oder auf dem Grund eines Sees liegt, desto weniger Spuren dürften noch zu finden sein.

Offen ist, wann das Verschwinden von Rebecca zu einem sogenannten Cold Case wird, einem ungeklärten Fall. Und wann die Akten erstmal weggestellt werden. Eins steht aber fest: Endgültig geschlossen werden die Akten nicht. Die Polizei geht von einem Mordfall aus - und Mord verjährt nie.

Sonntag, 14. April:

Die Polizei sucht inzwischen seit fast zwei Monaten nach Rebecca Reusch. Die Suche soll aber weitergehen. Zuletzt hatten die Einsatzkräfte die Gegend um einen See im Osten von Brandenburg durchkämmt - wieder ohne Ergebnis.

Der Schwager des Mädchens steht immer noch unter Verdacht, ist aber auf freiem Fuß.

Samstag 13. April:

13.10 Uhr: Noch immer hat die Polizei Berlin keine neue Spur. Ob es am heutigen Tag neue Suchmaßnahmen geben wird, ist bislang unklar.

Freitag, 12. April:

10.01 Uhr: Schlechte Nachrichten für die Familie: Auch am Donnerstag blieb die Suche nach der vermissten Rebecca ohne Ergebnis. Wie bereits am Mittwoch konzentrierte sich der Einsatz auf die Gegend um den Herzberger See. Laut Polizei waren erneut Spezialisten des Technischen Hilfswerks (THW) beim Durchkämmen eines Waldstücks beteiligt. Einsatzkräfte schritten mit Spaten durch den Wald. Ob auch am Freitag wieder gesucht wird, konnte der Sprecher am Abend noch nicht sagen.

6.18 Uhr: Vivien Reusch, die Schwester der Vermissten, gibt die Hoffnung nicht auf, Rebecca noch lebend zu finden. Fast acht Wochen wird die Schülerin schon vermisst. Dennoch teilt sie fast jeden Tag Bilder der Vermissten - und den Fahndungsaufruf.

Donnerstag, 11. April:

16.10 Uhr: Die Berliner Polizei hat ihre Suche nach der vermissten 15-jährigen Rebecca in Brandenburg fortgesetzt. Wie bereits am Mittwoch konzentriere sich der Einsatz auf die Gegend um den Herzberger See, sagte ein Polizeisprecher am Donnerstag. Erneut waren Spezialisten des Technischen Hilfswerkes (THW) dabei. Einsatzkräfte schritten mit Spaten durch den Wald. Bis zum Nachmittag wurde laut Polizei nichts gefunden.

„Die Suchmaßnahmen sind abhängig von Ermittlungsergebnissen und Hinweisen", sagte eine Polizeisprecherin gegenüber RTL.

13.58 Uhr: Auch am Donnerstag suchen Polizisten wieder nach der vermissten Rebecca am Herzberger See. In welchem Umfang gesucht wird, ist zunächst unklar. Die Suche soll in einem ähnlichen Rahmen ablaufen wie am Tag zuvor.

11.40 Uhr: Auch ein weiterer Vermisstenfall beschäftigt Deutschland derzeit. In der Oberpfalz verschwand vor 43 Jahren die damals zwölfjährige Monika Fahrenholz. Jetzt kommt neue Bewegung in den Fall. (hier alle Details zum Fall)

10.01 Uhr: Vivien, die Schwester von Rebecca Reusch, veröffentlichte erneut ein Statement auf Instagram. Die alleinerziehende Mutter schreibt: „Never underestimate a strong woman. Never underestimate anyone.“ (Auf Deutsch: „Unterschätze niemals eine starke Frau. Unterschätze niemanden.“) Erst diese Woche sorgte die Berlinerin für Aufsehen: Sie teilte auf Instagram Bilder, die zeigen, wie viel sie unfreiwillig in den letzten Monaten abgenommen hat. Ob das allerdings in direktem Zusammenhang mit ihrer vermissten Schwester Rebecca steht, klärte sie nicht auf.

07.21 Uhr: Wie eine Polizeisprecherin sagte, wurde das Mädchen bis zum Ende der Aktion am Mittwochabend gegen 18 Uhr wieder nicht gefunden. Vor Ort waren wie schon bei früheren Einsätzen auch Fahrzeuge des Technischen Hilfswerks zu sehen. Die Einsatzkräfte sind mit spezieller Technik ausgerüstet, etwa für Boden-Untersuchungen.

Mittwoch, 10. April:

16.54 Uhr: Die erneute Suche nach Rebecca blieb auch am Nachmittag erfolglos. Wie lange die Aktion noch dauern sollte, war zunächst unklar. Vor Ort waren wie schon bei früheren Einsätzen auch Fahrzeuge des Technischen Hilfswerks zu sehen.

11.21 Uhr: Obwohl die Hoffnung auf einen Durchbruch immer weiter schwindet, nimmt die Polizei die Suche nach Rebecca Reusch wieder auf. Ermittler waren am Mittwochvormittag ein weiteres Mal am Herzberger See in Brandenburg im Einsatz, wie eine Polizeisprecherin sagte. Tauchereinsätze seien bislang nicht eingeplant.

7.20 Uhr: Die Ermittlungen im Fall Rebecca sind endgültig ins Stocken geraten. „Der Sachstand ist unverändert. Es gibt nichts Neues in dem Fall. Die Ermittler werten alle möglichen Spuren und Hinweise aus“, so eine Sprecherin der Polizei gegenüber t-online. Weiter heißt es: „Die Suchmaßnahmen können sich jederzeit ändern, wenn die Ermittler wieder etwas Aktuelles haben.“

Damit könnte der Fall Rebecca zum Cold Case werden, der noch jahrelang ungelöst bleibt.

Dienstag, 9. April:

Im Interview mit ntv muss die Polizei ein erschreckendes Geständnis machen: „Es ist nicht abzusehen, ob wir sie finden.“ Es gebe keinen Hinweise darauf, dass das seit acht Wochen vermisste Mädchen noch lebe.

Trotzdem wolle man die Suche nach Rebecca wieder aufnehmen, aber wie genau sie gestaltet werde, sei noch völlig unklar.

Montag, 8.April

Gelingt im Fall Rebecca doch noch ein Durchbruch? Wie Martin Steltner, Sprecher der Berliner Staatsanwaltschaft gegenüber „Bild“ berichtet, könnte es doch noch eine Wende geben. „Wir sind zuversichtlich, dass wir bald einen neuen und wichtigen Anhaltspunkt finden, der uns zu Rebecca führen könnte“, so Steltner.

Was er damit meint, ist allerdings unklar. Schließlich führten die Suchen der vergangenen Wochen zu keinem Ergebnis. Auch der nach wie vor verdächtige Schwager musste aus Mangel an Beweisen freigelassen werden.

Sonntag, 7. April

15.53 Uhr: Rebeccas Schwester Vivien hat auf Instagram eine emotionale Erinnerung an ihre vermisste Schwester gepostet. „Vor gut 11 Monaten hat meine Lieblingsfotografin Becci dieses Foto von mir gemacht.“ Am Sonntag habe sie genau dieses Outfit zum Gottesdienst getragen. „Dann fiel mir ein, dass Becci und ich den Sonnenuntergang so schön fanden und es auf Fotos festgehalten haben. Irgendwie überfiel mich danach die Melancholie.
Nun heute, am Sonntag Judika, rund 10 Kilo leichter... trag ich das selbe, nur ist meine Becci nicht da.“

Jeden Sonntag komme die Gemeinde zusammen und zünde Kerzen für die vermisste Rebecca an. „Allein in deinem Gedenken. Ich hoffe dass du alsbald wieder bei uns bist. Jeden Tag mein Mantra: Becci ist morgen wieder da, morgen ist es wieder gut... Hoffentlich MORGEN ...bestenfalls heute“, schreibt die ältere Schwester auf Instagram.

09.04 Uhr: Tagelang haben Polizisten und Helfer Wälder und Seen in Brandenburg durchkämmt – ohne Erfolg: Rebecca Reusch bleibt verschollen. In der RTL Doku, die sich mit dem Fall Rebecca beschäftigt, berichtet eine Zeugin Überraschendes: Sie will Rebecca noch am Tag ihres Verschwindens an einer Bushaltestelle gesehen haben. „Die stand da ganz normal, ganz okay, hatte aber mit jemandem telefoniert gehabt“, berichtet die Schülerin in der Doku.

„Ich wusste halt nicht, mit wem. 15 Minuten später sind wir in den Bus eingestiegen. Sie (Anm. d. Redaktion: Rebecca) stand immer noch an der Bushaltestelle.“ Sollte diese Aussage stimmen, hätte Rebecca am Abend des 18. Februar noch gelebt. Die Polizei geht davon aus, dass Rebecca das Haus ihrer Schwester nie verlassen hat.

Samstag, 6. April

16.02 Uhr: Die Schwester von Rebecca, Vivien hat auf Instagram einen Bericht einer Nachrichtenseite geteilt und darauf Bezug genommen. Sie stehe nach wie vor zu ihrem Schwager. „Ich versteh nur nicht ganz wieso von Anfang an davon ausgegangen wurde, dass Rebecca tot sei und, dass mein Schwager daran Schuld sein soll“, kommentierte sie den Medienbericht.

Freitag, 5.April

14.06 Uhr: Die Suche nach der vermissten Rebecca geht übrigens weiter. Die Polizei hofft dadurch weiterhin auf einen Durchbruch bei den Ermittlungen.

11.58 Uhr: Nun deutet sich eine überraschende Wende im Fall Rebecca an. Wie die „BZ“ berichtet, stammt das im Renault Twingo gefundene Haar gar nicht von der Vermissten. „Für die Mordkommission ein Rückschlag in der Beweiskette“, schreibt die Zeitung. Das Haar war das vielleicht wichtigste Indiz bei den Ermittlungen gegen Rebeccas Schwager, den die Polizei nach wie vor verdächtigt, am Tod des Mädchens beteiligt gewesen zu sein.

Die Staatsanwaltschaft selbst wollte sich gegenüber der „Berliner Zeitung“ am Freitagmorgen nicht zu dem Bericht äußern. Man äußere sich generell nicht zu laufenden Ermittlungen.

Auch Vivien, Rebeccas Schwester, scheint der Bericht nahe zu gehen. Sie teilt den Screenshot einer Nachrichtenseite auf Instagram, teilt dazu drei ratlose Smileys.

6.31 Uhr: Offenbar gibt es bezüglich des verdächtigten Schwagers in der Familie unterschiedliche Meinungen. Während Rebeccas Vater gegenüber „Bild“ unlängst erklärt hatte, er habe kurz an der Unschuld des 27-Jährigen gezweifelt, erklärte die Mutter des vermissten Mädchens nun das Gegenteil. „Das Verhältnis zu unserem Schwiegersohn ist nach wie vor ungetrübt. Es gab bisher nie begründete Zweifel an seiner Unschuld. Mein Mann hat solche Zweifel auch nie gegenüber der Presse geäußert“, sagte sie im Gespräch mit RTL.

+++ Vermissten-Experte erklärt, was im Fall Rebecca schief gelaufen ist +++

+++ Vermisster Marvin aus Duisburg: Mutter wendet sich an Hellseher – der hat eine schreckliche Vermutung +++

Was vor dem 4. April passierte, kannst du hier nachlesen.

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Rebecca Reusch in Berlin vermisst: Die Chronologie der Suche

  • 18. Februar: Rebecca Reusch (15) aus Berlin verschwindet spurlos. Sie hatte bei ihrer älteren Schwester und deren Familie im Stadtteil Britz übernachtet. In der Schule kam sie morgens nie an.
  • 19. Februar: Die Polizei veröffentlicht eine Vermisstenanzeige.
  • 21. Februar: Die Polizei geht mit der Suche an die Öffentlichkeit. Ihre Schwester wendet sich im Internet an die Bevölkerung und bittet um Hilfe
  • 23. Februar: Die Polizei veröffentlicht Fotos und Infos über die Kleidung. Eine Gewalttat gegen die Jugendliche wird nicht mehr ausgeschlossen. Eine Mordkommission wird eingerichtet.
  • 26. Februar: Mit Flugblätter suchen Schwester und Freunde im Stadtteil Rudow.
  • 28. Februar: Der 27-jährige Schwager von Rebecca wird von der Polizei als Verdächtiger festgenommen.
  • 1. März: Die Spurensicherung durchsucht das Haus der Schwester. Der Schwager kommt wieder frei. Ein Tatverdacht besteht nach Ansicht des Richters nicht.
  • 4. März: Der Schwager wird nun doch verhaftet. Ein Haftbefehl liegt wegen des dringenden Verdachts des Totschlags vor. Der 27-Jährige kommt in Untersuchungshaft.
  • 6. März: Die Polizei veröffentlich Fotos des Schwagers und seines Autos. Der Wagen wurde nach dem Verschwinden von Rebecca und am Abend des nächsten Tages auf der Autobahn A 12 zwischen Berlin und Frankfurt (Oder) von Kameras erfasst. Die ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY“ befasst sich mit dem Fall.
  • 7.-9. März: Die Polizei durchkämmt mit einer Hundertschaft und Hunden ein Waldgebiet nahe dem Ort Kummersdorf südöstlich von Berlin. Auch Leichenspürhunde und Suchhunde für lebende Menschen sind im Einsatz.
  • 12./13. März: Bei dem Ort Rieplos nahe der Autobahn suchen Kriminaltechniker mit Unterstützung des Technischen Hilfswerks (THW). Sie vergleichen Reifenspuren.
  • 16. März: Die Polizei sucht mit Hunden entlang der Autobahn zwischen Berlin und der Grenze zu Polen.
  • 18./19. März: Die Mordkommission nimmt sich den Wolziger See südlich der Autobahn vor. Hundeführer aus Nordrhein-Westfalen fahren mit Leichenspürhunden auf einem Boot über den See. Die Hunde können Leichen durch aufsteigende Verwesungsgase riechen.
  • 20. März: Die Polizei sucht den Grund des Sees mit einem Echolot von einem Boot aus ab. Taucher steigen ins Wasser.
  • 21. März: Erneut werden Spürhunde an der Autobahn eingesetzt.
  • 22. März: Der Schwager von Rebecca kommt wieder frei. Der Haftbefehl wird aufgehoben.
  • 2. April: Nun sind auch Hellseher an dem Fall dran. Viel dazu beitragen können sie aber nicht.
  • 10./11. April: Nach längerer Pause suchen Leichenspürhunde und Hubschrauber am Herzberger See im Südosten von Berlin

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(ms/fb/bs/ak/pen/mj/cs/mb/lin/db/ses/dso/göt/dpa)

 
 

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