Zigaretten bald nur noch für Reiche? So unfassbar teuer soll eine Schachtel werden

Rauchen ist in den vergangenen Jahren immer teurer geworden. Der niederländische Staatssekretär für Gesundheit hat eine besonders harte Forderung. (Symbolfoto)
Rauchen ist in den vergangenen Jahren immer teurer geworden. Der niederländische Staatssekretär für Gesundheit hat eine besonders harte Forderung. (Symbolfoto)
Foto: imago images / Ikon Images

Amsterdam. In den Niederlanden hat sich der Staatssekretär für Gesundheit keine Freunde unter Rauchern gemacht. Er hätte nichts dagegen, wenn der Preis für eine Packung Zigaretten auf 20 Euro steigen würde.

Doch was bringt den Politiker der konservativen Christenunion (CU) Paul Blokhuis zur einer solche drastischen Aussage über Preise für Zigaretten?

Neue Preisforderung für Zigaretten: Bald unbezahlbar?

Der Gesundheitsstaatssekretär ist in den Niederlanden bereits als entschlossener Kämpfer gegen das Rauchen bekannt. Am Samstag veröffentlichte die niederländische Zeitung „Trouw“ ein Interview mit dem Politiker.

Trotz dieser harten Aussage, blieb er realistisch. Eine annähernde Verdreifachung des Preises werde laut ihm nicht von einem Tag auf den anderen durchsetzbar sein.

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Ohne die Mitarbeit der anderen wird es nichts

Ohne eine Mitarbeit der Nachbarländer kann die neue Preispolitik ohnehin nicht funktionieren. Dazu wolle der 55-Jährige in Europa Gespräche über höhere Tabakpreise führen.

„Mit der französischen Gesundheitsministerin Agnès Buzyn - einer guten Verbündeten - versuche ich, Belgien und Deutschland zu überzeugen.“ Jährlich würden in den Niederlanden Tausende von Menschen an Folgen des Rauchens sterben, sagte Blokhuis zur Begründung.

Kritik von Seiten der Raucher

Mit dieser Vorstellung gehe der Staatssekretär eindeutig zu weit, kritisierte der Sprecher der privaten Stiftung Rokersbelangen (Raucherinteressen), Ton Wurtz.

„Er stellt die Raucher ins Abseits und er scheint keinerlei Rücksicht auf Menschen zu nehmen, die einfach nur genießen wollen“, sagte er der Zeitung „Algemeen Dagblad“.

Raucher würden laut der Stiftung bei solch drastischen Änderungen einfach illegal kaufen. (dpa)

 
 

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