Ramadan: Muslimische Eltern wollen Tests und Ausflüge verschieben – Lehrerverband: „Das geht nicht!“

Ramadan: Was man über den Fastenmonat der Muslime wissen sollte

Fastenmonat Ramadan: Vier Fakten rund um die muslimische Tradition. In diesem Jahr beginnt der Ramadan am 16. Mai und endet am 15. Juni.

Fastenmonat Ramadan: Vier Fakten rund um die muslimische Tradition. In diesem Jahr beginnt der Ramadan am 16. Mai und endet am 15. Juni.

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  • Am Mittwoch hat der Ramadan begonnen
  • Lehrerverbände beklagen nun Probleme
  • Es sei schwierig, wenn die religiösen Belange einzelner Schüler alle einschränkten

Berlin/Köln.  Für viele gläubige Muslime hat am Mittwoch der Fastenmonat Ramadan begonnen. Die Islamverbände laden wieder allabendlich in die Moscheegemeinden ein. Allein in der Zentralmoschee in Köln könnten täglich rund 1000 Besucher zum gemeinsamen Fastenbrechen Iftar kommen, wie die Ditib als größte Islam-Organisation in Deutschland mitteilte.

Der Ramadan dauert diesmal bis zum 14. Juni. Gläubige Muslime verzichten von der Morgendämmerung bis zum Sonnenuntergang auf Essen, Trinken und Sex.

Der Ramadan ist für viele der geschätzt fünf Millionen Muslime in Deutschland ein wichtiger Pfeiler ihres Glaubens. Vom Fastengebot sind Kinder, Schwangere, alte und schwer körperlich arbeitende Menschen ausgenommen.

Lehrerverband beklagt Probleme im Schulalltag

Nach Beobachtung des Deutschen Lehrerverbands nehmen viele muslimische Schüler das Fasten „inzwischen sehr ernst“. Dies könne an Schulen, die über eine nennenswerte Schülerschaft mit Migrationshintergrund verfügten, zu Problemen im Schulalltag führen, beklagte Verbandspräsident Heinz-Peter Meidinger in der „Welt“.

Schwierig werde es dann, wenn die religiösen Belange einzelner Schüler alle einschränkten. Dies sei etwa der Fall, wenn Eltern Druck auf die Schulleitungen ausübten, während des Fastens keine Prüfungen oder Exkursionen anzusetzen und sich deshalb die Prüfungen für alle Schüler in einem bestimmten Zeitraum massierten. „Das geht nicht“, kritisierte Meidinger.

Für die fastenden Schüler ist die Prüfungszeit aber besonders hart. Manche würden tagsüber nicht trinken, so der Verbandspräsident. „Es gibt immer wieder Schüler, die einfach umkippen.“

Essen und Trinken nur nach Sonnenuntergang

Erst nach Sonnenuntergang ist Essen und Trinken erlaubt, dann kommen viele zum Iftar oder Nachtgebet zusammen, was in vielen Moscheegemeinden allen Interessierten offensteht.

Der Zentralrat der Muslime betonte, in der Zeit des Verzichts solle man sich besonders für ein friedliches Miteinander einsetzen, gegen Rassismus, Ausgrenzung und Hass in der Gesellschaft eintreten. (dpa/jha)

 
 

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