Pulitzer-Preisträger Edward Albee stirbt mit 88 Jahren

Edward Albee gewann für drei Stücke den begehrten Pulitzer-Preis.
Edward Albee gewann für drei Stücke den begehrten Pulitzer-Preis.
Foto: REUTERS
Edward Albee, Autor von „Wer hat Angst vor Virginia Woolf“, ist tot. Albee galt in den USA als einer der einflussreichsten Dramatiker.

New York.. Der für sein Meisterwerk „Wer hat Angst vor Virginia Woolf?“ gefeierte US-Dramatiker Edward Albee ist Medienberichten zufolge im Alter von 88 Jahren gestorben. Der dreifache Gewinner des Pulitzer-Preises sei am Freitag (Ortszeit) in seinem Haus auf Long Island im Bundesstaat New York gestorben, berichtete die „New York Times“ unter Berufung auf seinen Sprecher Jakob Holder. Albee hatte nach einer Herzoperation im Jahr 2013 schon länger gesundheitliche Beschwerden gehabt.

Vielen Kritikern zufolge galt Albee in den USA als einflussreichster Dramatiker seiner Zeit. Mit hintersinnigem Witz beschrieb er in seinen Dramen die Laster einer verzweifelten Generation, die Angst des Menschen vor der Einsamkeit und amerikanische Familien, die sich unter einer Fassade modernen Lebens verstecken und selbst täuschen. Nach Einschätzung vieler Beobachter belebte er die in den USA langsam aussterbende Gattung des Dramas neu und half dabei, sie als Kunstform am amerikanischen Theater zu erhalten.

Die Pulitzer-Preise gewann Albee für die Stücke „Empfindliches Gleichgewicht“ (1966), „See-Eskapade“ (1974) und „Three Tall Women“ (1991), während die Pulitzer-Jury ihm den Preis für „Virginia Woolf“ mit knapper Mehrheit versagte. Die knappe Entscheidung gegen Albees Stück führte zum Austritt mehrer Jurymitglieder. Es hatte ihn 1962 auf einen Schlag zum unumstrittenen Star am US-Theaterhimmel gemacht. (dpa)

 
 

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