„ZDF heute“: Was Petra Gerster in der Sendung macht, gab's noch nie

Petra Gerster moderiert seit August 1998 die „heute“-Nachrichten. Was sie jetzt in der ZDF-Show macht, gab es dort wirklich noch nie.
Petra Gerster moderiert seit August 1998 die „heute“-Nachrichten. Was sie jetzt in der ZDF-Show macht, gab es dort wirklich noch nie.
Foto: ZDF/Rico Rossival

Petra Gerster ist Hauptmoderatorin der „ZDF heute“-Nachrichten. Und was sie in der Sendung macht, gab es bei „ZDF heute“ wirklich noch nie.

Petra Gerster nutzt „ZDF heute“ immer wieder, um Frauen eine Stimme zu geben. Mit cleveren Tricks will sie Gruppierungen, die sich noch immer unterdrückt sehen, in unseren Alltag integrieren.

ZDF-Nachrichtensprecherin Petra Gerster wird dafür gelobt

Lange haben einige Frauen sowie nicht-binäre Personen darauf gewartet, gehört zu werden. ZDF-Sprecherin Petra Gerster ist diesem Wunsch nachgegangen und achtet im Gegensatz zu vielen anderen Nachrichtensprechern in ihrer Moderation darauf, sämtliche Gruppen zu inkludieren.

Dafür wurde sie bereits im September vom Journalistinnenbund ausgezeichnet. „Früher als andere hat sie Frauen sprachlich sichtbar gemacht, gendert in ihren Moderationen klug und elegant. Petra Gerster ist mutig und beharrlich und damit für uns Frauen in den Medien ein Vorbild“, erklärte die Vorsitzende Friederike Sittler.

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Das ist Petra Gerster:

  • Petra Gerster wurde am 25. Januar 1955 in Worms geboren
  • Ab 1989 moderierte sie zehn Jahre lang das ZDF-Magazin „ML Mona Lisa“ – dafür erhielt sie im Jahr 1996 den Hanns-Joachim-Friedrichs-Preis
  • Seit August 1998 ist sie als Hauptmoderatorin der „heute“-Nachrichten im ZDF tätig
  • Im Frühjahr 2021 will Petra Gerster das ZDF verlassen
  • Die Moderatorin ist mit dem Publizisten Christian Nürnberger verheiratet – das Paar hat einen Sohn und eine Tochter

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ZDF-Moderatorin gendert bewusst im „heute“-Magazin

Die Gleichberechtigung der Frauen liege Petra Gerster sehr am Herzen. Sowohl in der Politik als auch in unserer Gesellschaft müsse man Frauen mehr Plattformen bieten, wie sie im Gespräch mit dem „genderleicht“-Magazin erklärt.

Und um diesem Schritt näherzukommen, achte Petra Gerster bei ihren Moderationen darauf, stets zu gendern. „Das generische Maskulinum hat mich – und vermutlich viele Frauen meiner Generation – lange nicht gestört. Ich fühlte mich tatsächlich mitgemeint, immer. Aber bei jüngeren Frauen ist das anders, sie fordern ganz selbstverständlich, auch sprachlich sichtbar zu werden“, berichtet die Journalistin.

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ZDF: Petra Gerster ist ein großes Vorbild für die Jugend

Doch Petra Gerster weiß, dass man vor allem im Fernsehen vorsichtig mit der Sprache umgehen muss. Schnell können einzelne Wörter jemanden verletzen oder falsch aufgenommen werden.

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Das ist ZDF heute:

  • Nachrichtensendung im ZDF
  • Hauptausgabe täglich um 19 Uhr
  • erstmals 1963 gesendet

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Damit das ZDF-Publikum ihrer Moderation weiterhin folgen kann, versucht sie, etwas kreativer zu werden. „Immer beide Geschlechter zu nennen ist bei den Nachrichten schwierig, weil es auf die Sekunden ankommt. Und das kann auf Dauer auch ermüdend sein. Zur Abwechslung kann ich ja auch in der Aufzählung variieren. Wenn es zum Beispiel bei Verdi gerade um den Kampf für eine Gehaltserhöhung geht, kann ich von 'Erziehern' und 'Ärztinnen' sprechen.“

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Petra Gerster ist damit ein großes Vorbild für viele junge Menschen, die sich bereits seit langer Zeit für einen Wandel in unserem veralteten Sprachgebrauch stark machen.

 
 

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