Xavier Naidoo: Erneut Ärger um den Sänger – SIE wollen, dass...

Xavier Naidoo
Xavier Naidoo
Foto: dpa

Rostock. In die Schlagzeilen hat es Xavier Naidoo in den vergangenen Wochen und Monaten immer wieder geschafft - wenn auch auf negative Art und Weise.

Ein Rückblick: Zuerst tauchten Videos in den Sozialen Netzwerken auf, in denen Xavier Naidoo gegen die Flüchtlingspolitik in Deutschland wettert. Die Konsequenz: RTL warf ihn kurz vor dem Finale aus der Jury von DSDS, ersetzte ihn durch Schlagerstar Florian Silbereisen.

Xavier Naidoo mit Negativ-Schlagzeilen

Kurze Zeit später machte Xavier Naidoo dann mit irren Verschwörungstheorien zum Thema Coronavirus ein weiteres Mal auf sich aufmerksam.

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Xavier Naidoo: Konzertabsage in Rostock?

Dass er Musiker ist, ist dabei fast in den Hintergrund gerückt. Dann der nächste Tiefschlag für Xavier Naidoo: Sein wegen Corona auf 2021 verschobenes Konzert in Rostock sollte nicht stattfinden. Zumindest, wenn es nach den Fraktionen SPD und Linke/Die Partei der Bürgerschaft geht. Das berichtet die „Schweriner Volkszeitung.“

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Das ist Xavier Naidoo:

  • Xavier Kurt Naidoo wurde am 2. Oktober 1971 in Mannheim geboren
  • Er ist ein deutscher Soul- und R&B-Sänger
  • Er ist Gründungsmitglied der deutschen Musikgruppe Söhne Mannheims, ehemaliger Dozent an der Popakademie Baden-Württemberg
  • Seine Alben sind Verkaufsschlager
  • Mit seinen Songs löste Xavier immer wieder Kontroversen aus
  • Häufig wurde dem Sänger Antisemitismus vorgeworfen
  • Sein Auftritt vor einer Gruppe Reichsbürgern wurde Deutschlandweit diskutiert

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Linke-Politikerin: „Thema schnell ausdiskutiert“

Zwar sei die Freiheit der Kultur und Kulturschaffenden ein hohes Gut in der Demokratie, so Eva-Maria Kröger, Fraktionschefin der Linken laut „SVZ“. Seien diese aber durch rassistische, antisemitische oder homophobe Aussagen gefährdet, sei „das Thema schnell ausdiskutiert“.

Auch der Fraktionsvorsitzende der SPD, Steffen Wandschneider-Kastell stellte klar: „So einen Botschafter brauchen wir nicht.“ Naidoo interagiere schließlich mit dem Publikum und erklärt, Personen wie er stünden „dem weltoffene und multikulturellen Gesicht unserer Stadt klar entgegen“.

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Antrag von SPD und Linke

Im Antrag von SPD und Linke hieß es laut „Nordkurier“: „Der Sänger Xavier Naidoo gehört zwar seit Jahren zu den erfolgreichsten Künstlern Deutschlands, jedoch fällt er immer wieder durch Verschwörungstheorien und kontroverse Parolen auf. Die Nähe zu Reichsbürgern und Rechtspopulisten und deren Inhalten wurde von Naidoo wiederholt gesucht und damit diesen Personen eine Plattform gegeben. Ein Auftritt Naidoos würde das Ansehen Rostocks nachhaltig schädigen und das Tor für Künstler und Bands, die noch weiter rechts stehen, öffnen.“

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Die Fraktion Rostocker Bund kritisierte das geforderte Verbot laut „SVZ“ (Bezahlinhalt).

Das ist die Entscheidung des Stadtrats

Am Mittwoch fiel schließlich die Entscheidung. Die Parteien scheiterten mit ihrem Plan. Die Begründung: Bei dem Konzert von Xavier Naidoo handelt es sich nicht um eine politische Veranstaltung. Der Auftritt wird wie geplant im August des kommenden Jahres in Rostock auftreten.

Nachdem er im März aus der Jury von DSDS rausgeworfen worden war, hatte Xavier Naidoo die Rassismus-Vorwürfe vehement zurückgewiesen. (cs)

 
 

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