Vanessa Mai in Köln: Tränenbeichte auf der Bühne – „Ich war ...“

Vanessa Mai zeigte sich in Köln ganz offen.
Vanessa Mai zeigte sich in Köln ganz offen.
Foto: Dominik Göttker

Diese Worte fielen ihr wahrlich nicht leicht. Das war Vanessa Mai anzumerken. So intim, so ehrlich, wie am Dienstagabend in Köln, hat man wohl selten eine Künstlerin vor ihrem Publikum gesehen.

Eine gute halbe Stunde hatte Vanessa Mai schon gespielt, als sie zum Seelenstriptease ansetzte. „Eigentlich hätte ich glücklich sein müssen, ich hab so viel erleben dürfen. Es war so rasant alles, ich saß in so einem schnellen Zug. Und genau da lag das Problem, ich saß in seinem sehr schnellen Zug“, beginnt Vanessa Mai.

Vanessa Mai in Köln: „Man verliert sich selber“

Es geht um die letzten Monate. Eine schwierige Zeit für die 27-Jährige. „Ich konnte alles gar nicht mehr so richtig wahrnehmen. Zudem hatte ich Leute um mich herum, die gesagt haben: ‚So cool war das alles gar nicht.‘ Sie haben mir das Gefühl gegeben, dass ich mich schämen muss für das, was mich eigentlich glücklich macht. Das Schlimme bei solchen Menschen ist, dass sie dich negativ beeinflussen. Und dann verliert man sich selber, man verliert seinen Weg, man verliert seinen klaren Blick für alles.“

Vanessa Mai verlor ihre Vision

Ihre Vision habe sie verloren, so Vanessa Mai. Ihre Unbeschwertheit ebenfalls. „Ich habe mich nicht mehr erkannt. Ich war fremdbestimmt und habe es nicht gemerkt“, so die 27-Jährige weiter. „Normalerweise sollte man sich für nichts schämen, weil alles aus einem Grund passiert. Es gibt jedoch etwas, über das ich mich sehr ärgere. Nämlich, dass ich nicht mehr auf die Menschen gehört habe, die es dann doch ehrlich mit mir gemeint haben.“

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Tränen in den Augen

Es ist der Moment, in dem der Sängerin so langsam die Tränen in die Augen steigen, ihr Blick wandert in Richtung ihrer Fans: „Als dann aber der Wendepunkt kam und ich realisiert habe, was für ein Glückskind ich eigentlich bin, hat es mir eine Sache zurückgegeben. Nämlich Zufriedenheit. Ich war auf einmal wieder zufrieden. Und ich hatte immer euch. Ihr habt zu mir gestanden, und ihr wusstet, dass irgendwas nicht richtig ist. Ihr habt mich wirklich auf meinen Weg zurückgebracht. Und dafür möchte ich Danke sagen.“

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Danke, sagte Vanessa Mai an diesem Abend mehrfach, auch mit ihren Songs. Über anderthalb Stunden lieferte Vanessa Mai im Gloria ab. Ein Abend geprägt von Freude. Von Kindern, die auf der Bühne mitsingen durften. Von einer unglaublich sympathischen und bodenständigen Sängerin. Und auch der einen oder anderen Träne.

 
 

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