„Traumschiff“: Wolfgang Fierek rechnet mit Florian Silbereisen-Kritikern ab – „Ich finde...“

Florian Silberereisen als Kapitän des Traumschiff.
Florian Silberereisen als Kapitän des Traumschiff.
Foto: ZDF und Dirk Bartling

Am Ostersonntag startet das „Traumschiff“ wieder in Richtung Sonne. Die Reise geht nach Marokko. Schauspieler Wolfgang Fierek war mit an Bord. Wir haben mit ihm über das „Traumschiff“, Florian Silbereisen und die Kritik an der Fernsehreihe gesprochen.

Servus Herr Fierek, Sie hatten zuletzt ihre Jungfernreise auf dem „Traumschiff“. Wie kam es dazu?

Ich wurde schon mehrfach angefragt. Dieses Mal hat es dann gepasst. Die haben ein Bruder-Schwester-Duo gesucht. Die Produzentin wollte gerne Jutta Speidel haben und suchte dann noch ein Pendant. Dann hieß es nur, der Fierek ist okay, der geht noch für 60 durch (lacht.)

Hatte bei ihrem Engagement auch Florian Silbereisen seine Finger im Spiel? Sie kennen sich ja.

Nein, ich kenne den Flo zwar schon ganz lange. Ich weiß aber gar nicht genau, ob er überhaupt Mitspracherecht beim Besetzen hat. Das kann ich mir eigentlich so nicht vorstellen. Das ist eine Sache, die sich eigentlich der Sender vorbehält. Wir haben uns aber natürlich gefreut, als wir uns gesehen haben. Leider hatten wir keine Szene zusammen.

Wie macht er sich?

Ich war überrascht, wie gut er da reinpasst. Ich hatte ja auch gelesen, dass sich viele Kollegen gegen ihn ausgesprochen hatten, was ich überhaupt nicht nett fand.

Inwiefern?

Sehen Sie, ich habe mal einen Menschen getroffen und erst später erfahren, dass das ein Hochseekapitän war. Ich war wirklich erstaunt, wie jung und untypisch er ausschaut. Klar, bei Herrn Rademann waren das Seebären. Große Statur, vielleicht noch ein Bart, eine Pfeife und ein raues Gesicht. Aber die Zeit ändert sich. Die Schiffe werden ja auch nicht mehr von Hand betrieben. Deshalb ist es auch in Ordnung, dass da ein junger Mensch an Bord ist.

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Das ist Wolfgang Fierek:

  • Wolfgang Fierek wurde am 9. Dezember 1950 in Ottobrunn bei München geboren
  • Er ist Schauspieler und Sänger
  • Seinen größten Erfolg feierte Fierek mit der Serie „Ein Bayer auf Rügen“

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Wie lange waren Sie auf dem Traumschiff?

Ich war zusammen mit meiner Frau drei Wochen auf dem Schiff. Wir sind in Portugal gestartet, eine sehr schöne Reise durch Europa.

Harald Schmidt hat das Traumschiff mal als „bezahlten Urlaub“ bezeichnet. Sehen Sie das auch so?

Urlaub ist bei mir Urlaub. Jeden Job, den ich annehme, sehe ich nicht als Urlaub. Natürlich kommt man an schöne Ecken. Man hat aber auch nicht immer Zeit, dann an Land zu gehen und sich alles anzuschauen. Wir haben ja auch Text zu lernen. Ich genieße es zwar, auf so einem Schiff zu sein. Ich bin aber nicht scharf darauf, ständig an Land zu gehen und mir alle Sehenswürdigkeiten anzuschauen. Das lenkt mich nur von meiner Arbeit ab.

Das Traumschiff hat den Ruf des Altbackenen. Wie sehen Sie das?

Das Traumschiff hat bei uns leider diesen Ruf. Klar, die Quote war sensationell. Aber alle sagen: Ja, das sind so einfache Geschichten. Aber darum geht es gar nicht. Die Menschen wollen relaxed sein, die Menschen wollen schöne Orte sehen. Und dann vielleicht noch ein kleines Drama. Und das ist doch okay. Das ist nicht Shakespeare oder ‚Der Pate‘. Es ist Traumschiff.

Ärgern Sie die Kritiker auch deshalb so sehr?

Ich finde es so schade, wenn Kollegen über andere Kollegen schimpfen und sagen: Der Florian ist Entertainer und kann nur Volksmusik. Was soll der Blödsinn? Letztendlich entscheidet der Zuschauer.

Ich kann mich erinnern, als ich ‚Ein Bayer auf Rügen‘ gedreht habe. Da saß ich auf der Toilette, und ein wirklich renommierter Schauspieler sagte, als er am Pinkelbecken stand, zu seinem Kollegen: ‚Was will denn eigentlich dieser singende Kellner? Der hat die Hauptrolle, wie geht denn das?‘ Wir hatten 11,4 Millionen Zuschauer. Das hat der singende Kellner gemacht.

 
 

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