Royals: Insider verrät – „Kronprinzessin Victoria hat...“

Royals: Die schwedische Kronprinzessin Victoria.
Royals: Die schwedische Kronprinzessin Victoria.
Foto: imago images

Er ist der Mann für die süßen Seiten der schwedischen Royals: Günther Koerffer. Der 66-jährige Konditor am Hofe des schwedischen Königshauses lebt seit nunmehr 40 Jahren in Skandinavien.

Für „Das große Backen – die Profis“ kehrt Royals-Konditor Koerffer Schweden kurzzeitig den Rücken und bewertet in der Sat.1-Show „Das große Backen – die Profis“ die besten Konditoren Deutschlands.

Wir sprachen vorab mit Günther Koerffer vorab über die Show und die süßen Sünden der Schweden-Royals.

Mit welchem Gebäck macht man Ihnen die größte Freude?

Millefeuille, das ist ein Blätterteiggebäck mit Sahne. Sie müssen wissen, es ist gar nicht so leicht, das zu backen. Als ich das Handwerk gelernt habe, war Millefeuille eine große Herausforderung für mich. Wenn ich heute bei einem Kollegen esse, dann wähle ich immer das. Dann sehe ich gleich, ob der Betrieb die Qualität hält, die ich von ihm erwarte.

Sie sind also sehr kritisch. Auch als Juror bei „Das große Backen – die Profis“?

Ja. Ich sage zwar immer, ich bin ein lieber Kerl, aber, wenn man mit meinem Beruf pfuscht, dann werde ich sauer. Ich bin seit über 25 Jahren internationaler Juror und war schon in der ganzen Welt tätig. Die Leute, die an diesen Wettbewerben teilnehmen, haben nicht nur das Recht, sondern auch die Pflicht, ihr Bestes zu geben. Und damit haben sie auch das Recht, ein gerechtes Urteil zu bekommen. Da wird kein Auge zugedrückt.

Sie leben seit 40 Jahren in Schweden. Kommen aber aus dem Rheinland. Wie unterscheiden sich die Menschen in Bezug auf Gebäck?

Der Geschmack der Leute ist komplett anders. In Schweden isst man beispielsweise überhaupt keine Buttercreme. Außerdem hat der Schwede viel kleineres Gebäck. Dafür isst man mehr. In Deutschland kauft man ein Tortenstückchen, in Schweden kauft man eine ganze Torte.

Sie sind Konditor am Hofe der schwedischen Königsfamilie. Wie kam es dazu?

Über Umwege. Ich habe nach der Lehre in Heidelberg gearbeitet, da war Silvia bereits Kundin in dem Betrieb meines Chefs, bevor sie Königin wurde. Später war ich dann in der Schweiz und mein Chef fragte mich, ob ich nicht Lust hätte nach Schweden zu gehen. Ein Kollege von ihm würde einen Konditor suchen.

Ich habe dann in dem Restaurant in Stockholm gearbeitet, das auch für alle größeren Anlässe im Schloss zuständig war. Unter anderem als der König geheiratet hat, oder auch als die Kinder geboren wurden. Als Victoria getauft wurde, habe ich beispielsweise das Dessert gemacht.

Später haben wir uns auf einer sehr freundschaftlichen Basis sehr oft getroffen.

Sie haben auch die 3,60 Meter hohe Hochzeitstorte für Kronprinzessin Victoria und Daniel gebacken…

Das war ein Ding der Superlative (lacht). Die Hochzeit war ja sehr, sehr groß und ich wollte natürlich die schwedische Konditorei vorzeigen. Es gibt ja auch diese freundschaftliche Konkurrenz zwischen den nordischen Ländern. Kurz zuvor hatte der norwegische Kronprinz geheiratet, und da habe ich gesagt, dass unsere Torte unbedingt größer werden muss. Sie war am Ende einen Meter höher.

Wie kann man sich das vorstellen? Haben Sie vorab mit Victoria über die Torte gesprochen?

Ja, ich habe vorher die Kronprinzessin gefragt, welche Wünsche sie hat. Wir saßen schlussendlich drei, vier Mal im Schloss zusammen und haben eine Tortenprobe gemacht. Anfangs hatten wir acht verschiedene Torten, bis wir uns schließlich auf zwei einigen konnten. Von denen haben wir dann ein Zwischending genommen. Sie müssen wissen, zum einen hat die Kronprinzessin (Anm.d.Red.: die Rede ist von Victoria) einen speziellen Geschmack, dann gibt es noch in der Familie einige Allergien. Und wir wollten auch etwas Normales machen, was man später nachbacken könnte. Im Endeffekt ist die Torte aber so kompliziert geworden, dass sie danach außer mir keiner mehr gemacht hat.

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Das ist Günther Koerffer:

  • Günther Koerffer stammt gebürtig aus dem Rheinland
  • Seit 40 Jahren lebt Koerffer in Schweden
  • Er ist unter anderem Hofkonditor des schwedischen Königshauses

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Was war so speziell?

Sie war sehr ökologisch, sehr regional, sie war Mehl-frei. Sie hatte ein Champagner- und ein Mandelbett. Die Geschmäcker in der Torte waren so fantastisch und hatten so eine Klasse. Das war die beste Torte, die ich je gemacht habe.

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Nehmen wir an, Königin Silvia hätte plötzlich Lust auf ein Stück Torte. Würden Sie das dann rasch backen, oder wie funktioniert das?

Nein, so funktioniert das nicht. Die königliche Familie ist so in der Gesellschaft verwurzelt, wenn die ein Stück Kuchen haben wollen, dann gehen die einfach in ein Geschäft und kaufen eines. Mir ist es jetzt schon zwei, drei Mal passiert, dass ein Mitarbeiter von mir angerufen hat und ganz aufgeregt sagte: ‚Du, da sitzt der König im Café.‘

Man sieht auch oft, dass sie mit dem Auto beispielsweise in ihr Sommerhaus auf Öland fahren, und auf dem Weg stoppen und irgendwo eine Pizza essen. Da machen die Pizzabäcker zwar immer eine große Sache raus, bei mir im Betrieb ist es jedoch so, dass ich alle Kunden königlich behandle. Ob das nun ein König ist oder ein Bauer. Das ist mir egal.

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Am Sonntag startet die neue Staffel von „Das große Backen – die Profis“. Los geht's um 17.45 Uhr.

 
 

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