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„Polizeiruf 110“ lässt Zuschauer verstört zurück – „Bis Minute 10 ausgehalten“

Dieser „Polizeiruf 110“ war anders. Der Fall „Hexen brennen“ führte die Zuschauer in eine Welt der schwarzen Magie. Das gefiel nicht jedem.

Polizeiruf 110: Hexen brennen
u00a9 MDR/filmpool fiction/Conny Klein

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Dieser Krimi war mal etwas anderes. Zugegeben: Mit einem normalen „Polizeiruf 110“ hatte der ARD-Film „Hexen brennen“ am Sonntagabend wenig zu tun. Eher nutzt der Sender die Nähe zum 31. Oktober, also Halloween, um eine Art Horror-, beziehungsweise Mystery- Thriller zu konstruieren.

Und das mit allen Elementen, die es so braucht. Der Brocken als Ort eines Hexenkultes, ein kleines Dorf im Harz mit skurrilen Bewohnern, die scheinbar vor einigen Jahrzehnten stehen geblieben sind und eine Leiche, die mithilfe mittelalterlicher Folterinstrumente erst brutal hingerichtet und dann auch noch auf einem Scheiterhaufen verbrannte. Dazu garnierte der „Polizeiruf 110“ die irre Story noch mit einem Schwesternpaar, das ohne Zweifel den Zwillingen aus Stephen Kings „Shining“ nachempfunden wurde.

„Polizeiruf 110“ sorgt für Verwirrung

Alltägliche Kriminalarbeit war das also nicht, was Hauptkommissarin Doreen Brasch (gespielt Claudia Michelsen) in der Region rund um den Brocken leisten musste. Dafür war es ein Film, der für Diskussionen sorgte und die Zuschauer an mancher Stelle auch verstört zurückließ. Beispielsweise als sich der mysteriöse Hexenladen-Besitzer Paul Kopp (gespielt von Helgi Schmidt) selbst die Kopfschrauben ansetzte. Oder als plötzlich eine Frauengruppe scheinbar satanische Rituale auf einer Lichtung durchführte.

Bei den Zuschauern jedenfalls kam der Film unterschiedlich gut an. „Bis Minute 10 ausgehalten“, schreibt beispielsweise ein Zuschauer bei Twitter, dem das alles zu gruselig war. Und ein anderer Zuschauer ergänzt: „Da freut man sich mal wieder auf einen soliden ‚Polizeiruf 110‘ und was bekommt man? Ne verworrene Psycho-Scheiße. Ich hab echt keinen Bock mehr!“


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Etwas anders sah den Film aber diese Zuschauerin: „Da wir den Harz lieben, waren wir eh nur immer dran: Das ist doch Schierke und das, das Hamburger Wappen der Teufelsmauer etc. Da war die Story eh nur im Hintergrund, aber die Schauspieler haben ihr Bestes gegeben.“ Naja, so kann man es auch sehen. Den ganzen Film kannst du dir in der ARD-Mediathek noch einmal ansehen.