„Polizeiruf 110“: ARD zeigt düsteren Krimi – Zuschauer geschockt: „Alle bekloppt!“

„Polizeiruf 110“ (ARD): Schon der Trailer zur neuen Folge „Heilig sollt ihr sein!“ brachte eine TV-Zuschauerin an ihre Grenzen.
„Polizeiruf 110“ (ARD): Schon der Trailer zur neuen Folge „Heilig sollt ihr sein!“ brachte eine TV-Zuschauerin an ihre Grenzen.
Foto: rbb/Arnim Thomaß

Wenn es ein TV-Krimi in Deutschland zur klassischen 20.15-Uhr-Primetime mit der Brutalität etwas übertreibt, dann bekommt der Sender das auch nach oder bereits während der Ausstrahlung deutlich vom geschockten Publikum mitgeteilt.

Doch bei der neuen Folge „Polizeiruf 110“ (ARD) reichte offenbar schon allein die Vorschau, um eine Zuschauerin an ihre Grenzen zu bringen.

„Polizeiruf 110“ (ARD): Trailer verspricht blutigen Mystery-Fall

Bereits die Inhaltsangabe des neuen Falls „Heilig sollt ihr sein!“ klingt krass: Die Kriminalhauptkommissare Adam Raczek (Lucas Gregorowicz) und Olga Lenski (Maria Simon) bekommen es mit dem religiösen Fanatiker Jonas (Tom Gronau) zu tun, der sich selbst für den biblischen Propheten Elias hält. Er gerät ins Visier der Ermittler, als er der ungewollt schwangeren Teenagerin Larissa ihr Baby aus dem Bauch schneidet.

Seine Begründung: Das Kind sei ein Geschenk Gottes. Als dann auch noch der Gerichtsmediziner behauptet, Larissa sei Jungfrau gewesen, sind Raczek und Lenski mit ihren irdischen Erklärungen am Ende.

Zuschauerin geschockt: „Brutal und widerwärtig“

In kurzen Sequenzen zeigt der 34-sekündige „Polizeiruf 110“-Trailer einzelne Szenenschnipsel, in denen zu sehen ist, wie Jonas das Baby aus Larissas Bauch herausschneidet. Eine Zuschauerin ist von den blutigen Bildern so verstört, dass sie auf der ARD-Website unter dem Video einen fassungslosen Kommentar hinterlässt.

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Das ist der Polizeiruf 110:

  • Polizeiruf 110 ist eine deutschsprachige Kriminalfilmreihe
  • Sie wird seit 1971 produziert
  • Sie wurde im DDR-Fernsehen als Gegenstück zum Westdeutschen Tatort produziert
  • Nach der Wende etablierte sich die Fernsehserie in der gesamtdeutschen Fernsehlandschaft
  • In den vom DDR-Fernsehen produzierten Episoden gab es kein festes Ermittlerteam
  • Die Zusammenstellung der jeweils aktiven Kriminalisten erfolgte weitgehend zufällig und ohne Muster
  • Erst nach der Wende wurden Ermittlerteams integriert
  • 2015 gab Das Erste die durchschnittlichen Kosten eines 90-minütigen Polizeiruf 110 mit 1,395 Millionen Euro (15.500 Euro/Minute) an

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„Wie kann man in der heutigen, schon genug schlimmen und unschönen Zeit einen solch brutalen und widerwärtigen Film um 20.15 Uhr auf einem doch eigentlich guten Sender zeigen wollen?“, fragt die Frau aufgebracht. „Alleine schon die Vorschau gibt mir den Rest!“

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Sie hinterfragt mehrfach, ob so etwas um diese Uhrzeit wirklich im TV gezeigt werden müsse. „Gewalt haben wir doch nun wirklich schon genug in dieser Welt, aber leider ist es für viele Menschen schon ganz normal, so abgebrüht wie wir heutzutage leider sind“, schreibt die Zuschauerin weiter – nur um dann klar und deutlich zu verkünden: „Ich und mein Mann werden diesen Film bestimmt nicht schauen.“

Andere Zuschauer haben eingeschaltet, sind aber ebenso geschockt ob des düsteren Krimis.

  • In dieser tristen Zeit baut einen der Polizeiruf ja so richtig auf und macht Bock aufs Leben.
  • Alter, Polizeiruf - volles Programm. Finde ich ja gut, aber hart. Frühkindliche Traumata, religiöse Kackscheisse und antifeministischer Dreck. Gespannt wie das ausgeht.
  • Sie hätten den Polizeiruf heute mal besser "Alle bekloppt" genannt.

„Polizeiruf 110 - Heilig sollt ihr sein!“ läuft am Sonntag um 20.15 Uhr in der ARD oder in der ARD-Mediathek. (at)

 
 

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