München Zoo: Tierpfleger packt aus – SO gefährlich ist sein Beruf

Tierpfleger Thomas ist im Tierpark Hellabrunn für die Elefanten zuständig. Im TV erklärt er, worauf man bei seinem Job besonders achten muss.
Tierpfleger Thomas ist im Tierpark Hellabrunn für die Elefanten zuständig. Im TV erklärt er, worauf man bei seinem Job besonders achten muss.
Foto: Screenshot BR

Im Zoo München gibt es Zuwachs. Die Elefantenherde bekommt Unterstützung von Eileen. Dieses Mal handelt es sich nicht um ein frischgeborenes Elefanten-Baby, sondern eine neue Tierpflegerin im Zoo München.

Eileen Simons steht noch ganz am Anfang und wird erst in der kommenden Zeit lernen, worauf sie bei ihrer Arbeit im Zoo München besonders Acht geben muss. Ihr Kollege Günther erklärt, warum der Job als Elefantenpfleger auch schnell gefährlich werden kann.

Das sind die fünf größten Zoos Deutschlands
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München Zoo: Neuzugang im Elefantengehege

Die Kameras von „Nashorn, Zebra & Co.“ begleiten Eileen Simons bei ihren ersten Erfahrungen im Zoo München. Als Tierpflegerin wird sich die junge Frau vor allem um die Elefantenherde kümmern.

Die großen Tiere können ganz schön angsteinflößend sein, wie ihr Kollege Thomas Günther erklärt: „Das Meiste registriert man am Anfang gar nicht, weil man ganz andere Sorgen hat. Man ist zwischen den Tieren, überall diese grauen großen Körper, man wird überall mit den Rüsseln befummelt und irgendwann“ komme es auch mal zu Auseinandersetzungen zwischen den Riesen.

Um sich so gut wie möglich mit den Elefanten anzufreunden, kümmert sich Eileen direkt zu Beginn um die Chefin der Herde, Elefantendame Tina. Da sie schon etwas älter ist, sei sie vor allem für Anfänger der geeignete erste Kontakt.

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Das ist der Tierpark Hellabrunn:

  • 1911 wurde der Zoo in München gegründet
  • Im Tierpark Hellabrunn leben über 18.000 Tiere
  • Darunter befinden sich 740 verschiedene Tierarten
  • Die Öffnungszeiten sind von Montag bis Freitag von 9 bis 18 Uhr
  • Aufgrund der Corona-Pandemie müssen sich Besucher aber auf Einschränkungen gefasst machen
  • Der Eintrittspreis für Erwachsene liegt bei 15 Euro, für Kinder bis 14 Jahre kostet das Ticket sechs Euro

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Tierpfleger packen aus: HIER kann es gefährlich werden

Eileen ist sich der Gefahr bewusst. „Man weiß ungefähr, was die Tiere machen könnten, wenn sie wollten. Darüber bin ich mir auch bewusst. Letztendlich weiß ich, dass ich ganz viele Kollegen dabei habe, die schon ein geschultes Auge haben, die natürlich auch ein bisschen auf mich achten“, so die Neue im Tierpark Hellabrunn.

Indem sie jeden Tag in das Gehege der Elefanten tritt, riskiert sie es, von einem der Tiere verletzt zu werden. Angst habe Eileen dennoch nicht. Dass mit den Elefanten aber nicht zu spaßen sei, beteuert ihr Kollege Thomas: „Die sind sich ihrer Kraft bewusst.“ Zur Aufgabe eines Pflegers gehöre es demnach auch, bei Streitereien der Elefanten einzugreifen. Klingt ganz schön gefährlich.

„Trotzdem ist natürlich klar, dass man als Pfleger jetzt nicht als Artgenosse gilt. Also Spielen mit Pfleger ist nur begrenzt möglich, also irgendwelche körperlichen Spielereien gibts halt nicht mit einem Pfleger“, erklärt der Mitarbeiter des Tierpark Hellabrunns.

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Erst nach einem Jahr darf Eileen alleine mit den Elefanten sein

Thomas begleitet Eileen bei ihren ersten Tagen als Elefantenpflegerin. Auf ihm liegt viel Verantwortung, wie er erzählt: „Ein routinierter Pfleger muss sowieso vorsichtig sein, aber gerade bei Neuanfängern immer noch ein wachsames Auge haben. Bis man sich hier alleine zwischen denen bewegen kann“, dauere es mindestens ein Jahr.

Der Beruf Tierpfleger kann also vor allem für Tierfreunde zum Traumjob werden, dennoch sei immer höchste Vorsicht geboten. Am Ende des Tages arbeiten die Menschen im Zoo München schließlich immer noch mit Tieren, die es eigentlich gewohnt sind, sich in der Wildnis durchzuschlagen.

Zur Info: Die aktuelle Episode von „Nashorn, Zebra und Co.“ ist eine Wiederholungsfolge. Die TV-Produktion im Tierpark Hellabrunn wurde schon vor einigen Jahren eingestellt.

 
 

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