München Zoo: Blutige Wunden auf Tapir-Rücken – DAS musste das Tier ertragen

Ein Tapir-Weibchen aus dem Zoo München hat ordentlich was abbekommen.
Ein Tapir-Weibchen aus dem Zoo München hat ordentlich was abbekommen.
Foto: imago images

Autsch, das sieht schmerzhaft aus. Ein Tapirweibchen kommt aus seinem Gehege im Zoo München gestapft. Auf dem Rücken trägt es blutige Wunden. Die Augen sind mit Sand verklebt.

Eine harte Nacht, könnte man meinen. Und hat damit bei dem Tapir aus dem Zoo in München gar nicht so unrecht. Das Tier hatte nämlich Geschlechtsverkehr. Und der fällt bei Tapiren wohl recht heftig aus.

München Zoo: SO kam es zu den Wunden

In der aktuellen Folge „Nashorn, Zebra & Co.“ aus dem Zoo München wird die Dame am „Morgen danach“ gezeigt, und der Anblick des Unpaarhufers lässt darauf schließen, dass es beim Liebesakt ordentlich zur Sache ging.

So hat Cora blutige Wunden am kompletten Rücken davongetragen. „Sie hat jetzt ihre Deckphase gehabt, und jetzt müssen wir die Wunden behandeln“, erklärt Tierpflegerin Inka Ehm.

München Zoo: Partner ist der „Übeltäter“

Dies bleibe nicht aus, so die erfahrene Tierpflegerin, so habe das Tapirmännchen scharfe Nägel, mit denen er sich am Rücken seiner Partnerin festkralle. Dies würde zu blutigen Schnittwunden auf dem Rücken seiner Gattin führen.

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Das ist der Tierpark Hellabrunn in München:

  • Der Münchner Tierpark Hellabrunn wurde 1911 gegründet
  • In dem Tierpark leben über 18.000 Tiere
  • Hellabrunn beherbergt 740 verschiedene Tierarten
  • 2018 verzeichnete der Park rund 2.680.201 Gäste
  • Der Eintritt liegt für Erwachsene bei 15 Euro, für Kinder bis 14 Jahre bei sechs Euro
  • Anfang Juli musste der Zoo wegen Sturm-Schäden kurzfristig geschlossen werden
  • Die Öffnungszeiten sind montags bis sonntags von 9 bis 18 Uhr

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Gar nicht ungefährlich, wie Ehm berichtet. „Da müssen wir gerade im Sommer aufpassen. Nicht dass, da Flöhe hineingehen.“

Pflegerin kümmert sich um das verletzte Tier

Um das zu verhindern, begutachtet die Pflegerin ihren Schützling genau, versorgt die Patientin dann mit einem Wundspray, das Fliegen und andere Schädlinge abhalten soll.

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Ja, manchmal tut Liebe auch richtig weh. Und die Pflegerin weiß: „Das verheilt ziemlich schnell. Spätestens in einer Woche ist das weg. Das Fell wächst auch nach.“

Na dann steht einem neuerlichen Liebes-Spiel im Zoo München ja nichts mehr im Wege – außer vielleicht das aktuelle Wetter mit seinen sehr hohen Temperaturen. Und wer weiß, vielleicht darf man sich in der Anlage ja schon bald über kleinen Tapir-Nachwuchs freuen.

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Das ist ein Tapir:

  • Das Tapir gehört zur Klasse der Säugetiere
  • Sein Wissenschaftlicher Name ist „Tapirus“
  • Tapire sind entfernt schweineähnliche Tiere
  • Allerdings sind ihre nächsten Verwandten Pferde und Nashörner
  • Tapire sind in Südamerika, Mittelamerika und Südostasien verbreitet

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Nicht ganz so schmerzhaft, aber ebenfalls nicht ohne Risiko ging es in einem anderen Gehege des Münchner Zoos zu. Was ausgerechnet bei den Schildkröten passiert ist, liest du hier.

Sie sehen lieb aus, sind aber ganz schön gefährlich. Das musste ein Tierpfleger bei den Faultieren am eigenen Leib erleben.

 
 

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