München Zoo: Tiger bekommen Geschenke – doch der Anblick ist widerlich

Im Zoo München gibt es ein Geschenk für die Tiger.
Im Zoo München gibt es ein Geschenk für die Tiger.
Foto: Screenshot WDR

Die Tiger im Zoo München bekommen von den Tierpflegern in der Donnerstagfolge von Nashorn, Zebra & Co. ein Geschenk.

Zur Beschäftigung bekommen die Tiger im Tierpark Hellabrunn ein besonderes Paket, doch für die Zuschauer in München im Zoo ist das ein gewöhnungsbedürftiger Anblick.

München Zoo: Pfleger verteilen Geschenke – der Anblick ist wenig appetitlich

Katzen haben nicht die besten Augen, sie sehen kaum Farben. Ihre anderen Sinne sind dafür umso ausgeprägter. Tiger können dementsprechend besonders gut hören und vor allen Dingen auch riechen.

Deshalb fällt das kleine Geschenk auch besonders duftig aus. Die Tierpfleger im Tierpark Hellabrunn haben fleißig Kot von Elefanten und Kamelen gesammelt. Daraus soll schließlich die Beschäftigung für die Tiger entstehen.

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Das ist der Tierpark Hellabrunn in München:

  • Der Münchner Tierpark Hellabrunn wurde 1911 gegründet
  • In dem Tierpark leben über 18.000 Tiere
  • Hellabrunn beherbergt 740 verschiedene Tierarten
  • 2018 verzeichnete der Park rund 2.680.201 Gäste
  • Der Eintritt liegt für Erwachsene bei 15 Euro, für Kinder bis 14 Jahre bei sechs Euro
  • Anfang Juli musste der Zoo wegen Sturm-Schäden kurzfristig geschlossen werden
  • Die Öffnungszeiten sind montags bis sonntags von 9 bis 18 Uhr
  • Wegen Corona müssen die Besucher noch mit Einschränkungen rechnen

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Zunächst zieht die Tierpflegerin den kotbedeckten Beutel über das Gras, um eine Fährte zu legen. Schließlich bereiten sie und ihr Kollege das Spielzeug vor. In zwei großen Säcken verteilen sie die Hinterlassenschaften der Elefanten und Trampeltiere, und machen sie am Baum mit mehreren Seilen fest.

„Für den Tiger ist das wahnsinnig interessant“

Pfleger Anton Aigner hat keine Scheu, nimmt den Kot sogar in die Hand. „Für den Menschen ist es jetzt nicht so geruchsintensiv, im Gegensatz zu dem, wie der Tiger den Geruch aufnimmt. Für ihn ist das wahnsinnig interessant. Das könnte er als potentielles Beuteopfer verstehen“, erklärt er und sagt weiter: „Manchmal wollen sie damit auch ihren eigenen Geruch mit überdecken.“

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Der Grund für die Geschenke: Die Tiger sollen Beschäftigung haben, weil Fastentag ist. Es gibt nichts zu Essen.

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Dann dürfen die sibirischen Tiger auf ihr Außengelände. Die zwei Raubkatzen entdecken die Geschenke und gehen direkt darauf zu. Sie spielen mit den Säcken, reißen mit ihren Klauen daran und beißen. Überraschung geglückt. „Ich finde das war ein voller Erfolg“, resümiert Pfleger Aigner. Ein toller Tag für die Tiger im Zoo München. (fs)

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Die Folgen aus dem Tierpark Hellabrunn (Nashorn, Zebra & Co.) laufen von Montag bis Freitag um 11.55 Uhr im WDR.

 
 

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