Martin Rütter: Hundeprofi erhält unfassbares Angebot von höchster Stelle – „Ich fasse es nicht“

Hundeprofi Martin Rütter.
Hundeprofi Martin Rütter.
Foto: IMAGO / Future Image

Diese Worte lassen aufhorchen: „Heute Abend wird es sehr speziell.“ Das kündigt Martin Rütter gleich zu Beginn seines Instagram-Videos „Hundeprofi @ home“ an.

Und Martin Rütter verspricht nicht zu viel.

Martin Rütter schießt gegen Bundeslandwirtschaftsministerium

Der Hundeprofi hält ein Foto von Julia Klöckner (CDU), der Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft, in die Kamera. Dann zeigt Martin Rütter ein Bild eines Schweinestalls. „Wir sehen hier Massenschweinehaltung in Deutschland. Die Schweine liegen in sogenannten Kästen, die Muttersau liegt auf der Seite, kann die Beine nicht ausstrecken, sich nicht drehen, kann nicht gehen, kann im Prinzip nichts. Und auf diese wirklich perverse Art und Weise kann sie die Ferkel säugen.“

„Sie war damals der Meinung, so schlecht sei es ja gar nicht, können wir noch mal um acht Jahre verlängern, dass das erlaubt ist“, schießt Martin Rütter gegen die Politikerin. Zum Thema Tierschutz habe sie „eine etwas bizarre Haltung“.

Anschließend kommt er auf eine geplante Hundeverordnung zu sprechen, die das Ministerium im August 2020 per Pressemitteilung ankündigte. Ein Punkt: Hunde sollen mindestens zwei Mal täglich aus ihrem Zwinger geholt werden und Gassi gehen müssen.

Martin Rütter von Vorschlag entsetzt

Zuerst sei Martin Rütter begeistert gewesen, als er die Pläne las - doch dann habe ihn fast der Schlag getroffen. Die Forderung findet der Hundeprofi unrealistisch, nicht kontrollierbar und vor allem sinnlos. Er erklärt: „Ich fand den Ansatz so geil, sie setzt sich jetzt für Tierschutz ein. Aber dann bäm!“

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„Hundeprofi“ Martin Rütter:

  • Martin Rütter wurde am 22. Juni 1970 in Duisburg geboren
  • studierte Sportwissenschaften
  • danach ließ sich Martin Rütter zum Tierpsychologen ausbilden
  • 2008 startete bei Vox seine eigene Sendung „Der Hundeprofi“
  • Mittlerweile moderiert Rütter auch die RTL-Show „Martin Rütter – Die Welpen kommen“
  • Er hat schon diverse Bücher über das Training von Hunden verfasst und gibt bei seinen Shows immer wieder hilfreiche Tipps
  • Beim Sender Vox laufen Rütters neue Shows „Helden auf vier Pfoten“ und „Der Hundeprofi - Rütters Team“

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Auf Julia Klöckner prasselte nach der Veröffentlichung ein Shitstorm ein. Aus Angst, dass sich nun auch Hunde-Experte Martin Rütter negativ äußern könnte, sei der Vox-Star vom Social Media-Manager von Julia Klöckner zu einem Gespräch eingeladen worden, sagt er bei Instagram.

Er habe klar gemacht, dass er gerne bereit sei, gemeinsam etwas für den Tierschutz zu unternehmen - sich aber nicht ausnutzen und schon gar nicht mundtot machen lasse. Das sei keineswegs die Absicht, habe der Mitarbeiter von Julia Klöckner versichert. In 48 Stunden wolle man erneut kommunizieren und Martin Rütter solle bis dahin „kein Öl ins Feuer gießen“.

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Martin Rütter: „Sensationell“

Der Duisburger: „Ganz ehrlich: Ich dachte ernsthaft, jetzt sitzt die Julia da und denkt sich: 'Du hast einfach Scheiße gebaut'. Und das finde ich total okay und jetzt sucht sie sich einen Experten und überlegt, wie man das angehen kann.“ Er sei euphorisch gewesen und fand alles „sensationell“.

Daraufhin habe das Team von Martin Rütter dem Bundesministerium wie vereinbart eine E-Mail geschrieben - das war am 20. August - doch dann das: „Die haben sich einfach nicht mehr gemeldet!“, erklärt der Hundeprofi in Rage. „Keine Mail, kein Vorschlag, kein Telefonat, kein Nichts!“

Ein halbes Jahr habe er warten wollen. Doch nun seien ihm die Sicherungen durchgebrannt, so Martin Rütter. Deshalb habe er am Morgen gepostet, am Abend bei Social Media über Julia Klöckner reden zu wollen. „Jetzt könnt ihr noch mal schmunzeln. Fünf Monate hören wir nichts. Heute Morgen um 8 Uhr geht der Post online.“ Keine fünf Stunden später habe sich das Ministerium wieder gemeldet.

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Martin Rütter zeigt sich empört

Martin Rütter weiter: „Ich bin wirklich so irritiert darüber, ich kann es überhaupt nicht fassen. Was ist denn das für eine Vorgehensweise? Ich bin empört darüber, weil mir das Thema am Herzen liegt. Und es ist die allergrößte Sauerei, dass die im Prinzip die Hoffnung hatten: Das schmeichelt dem bestimmt, da fragen wir ihn, nach drei Tagen fragt doch sowieso keiner mehr nach. Das ist doch wirklich absurd.“

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Es zeige, dass kein Interesse bestehe, die Kükenschredderei sein zu lassen, die Massentierhaltung und die Schweinekastenhaltung. „Und erst recht kein Interesse am Thema Hund.“

Das sagt das Landwirtschaftsministerium zu Martin Rütters Video

Wir haben beim Landwirtschaftsministerium nachgefragt. „Es ist falsch, dass sich das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft an Herrn Rütter gewandt hat, um eine etwaige Äußerung seinerseits zur Hundeverordnung zu verhindern. Das wäre auch in jeder Hinsicht anmaßend, jeder kann seine Meinung äußern – zudem senden wir genau aus diesem Grund Gesetz- und Verordnungsentwürfe in Expertenanhörungen“, heißt es in der Stellungnahme. Zudem sei es falsch, dass Julia Klöckner einen Mitarbeiter vorgeschickt habe.

Und weiter: „Inhalt des Gesprächs des Mitarbeiters war die grundsätzliche Anfrage, ob seitens Herr Rütter Interesse an einem fachlichen Austausch mit dem Ministerium zum Thema Hundehaltung besteht. Man war sich einig, das Gespräch auf fachlicher Ebene zu suchen.“

Ministerium weiter an Austausch mit Martin Rütter interessiert

Die Antwort des Management von Herrn Rütter sei durch ein Versehen des Mitarbeiters nicht beantwortet worden. „Laut Mitarbeiter wurde vonseiten des Managements der Wunsch zum Expertenaustausch weder bekräftigt noch wurde diesbezüglich nachgehakt.“ Die Fachleute des Ministeriums seien nach wie vor an einem Austausch mit Martin Rütter und anderen Experten interessiert. (cs)

 
 

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