Markus Lanz (ZDF): Moderatorin mit schweren Vorwürfen gegen Polizei – „Bin um mein Leben gerannt“

Bei Markus Lanz sprach Moderatorin Mo Asumang über Rassismus in Deutschland.
Bei Markus Lanz sprach Moderatorin Mo Asumang über Rassismus in Deutschland.
Foto: Screenshot ZDF

Die Proteste in den USA gegen die Polizei-Gewalt und Diskriminierung von Afro-Amerikanern schwappen mittlerweile auch nach Deutschland: Stars solidarisieren sich in den sozialen Medien und auch in der Talkrunde von Markus Lanz am Mittwoch ist die Situation Thema.

Markus Lanz: Mo Asumang teilt rassistische Erfahrungen

So beschäftigten sich die Gäste bei Markus Lanz am Mittwoch direkt zu Anfang mit dem vorherrschenden Rassismus gegenüber Schwarzen Menschen. Filmemacherin Mo Asumang hat sich für ihre Dokumentation „Arier“ zum Beispiel mit Mitgliedern des Us-amerikanischen Klu-Klux-Klan auseinander gesetzt.

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Die Gäste bei Markus Lanz am Mittwoch:

  • Journalistin Melinda Crane
  • TV-Moderatorin und Filmemacherin Mo Asumang
  • FDP-Politiker Wolfang Kubicki
  • RKI-Physiker Professor Dirk Brockmann

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Doch sie wurde auch selbst schon Opfer rassistischer Denkweisen, wie sie bei Markus Lanz erzählt.

So wurde die 56-Jährige, als sie als Taxifahrerin tätig war, mehrmals gewaltigtätig angegangen. Generell seien Dinge passiert, die sie „wie ein Magnet angezogen habe“ – darunter die Bedrohung mit einer Waffe durch einen Fahrgast oder dass ihr jemand in der Straßenbahn die Kehle zugedrückt hat, sodass sie keine Luft mehr bekam.

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„Ich bin um mein Leben gerannt“

Auch Polizeibeamten in Berlin macht Mo Asumang schwere Vorwürfe. Als sie in nach einer Demo die Straße entlang ging, geriet sie in den Fokus von fünf Polizeibeamten, die im Auto unterwegs waren. Die Polizisten hielten nach dem kurzen Blickkontakt sofort an, sprangen aus dem fahrenden Wagen und rannten auf Asumang zu.

Die wiederum fing auch an zu rennen, weil sie Panik bekam. „Ich bin wirklich um mein Leben gerannt“, sagt sie. Schließlich sei sie gestolpert, die fünf Polizisten holten sie ein – und traten sie zusammen. Moderator Lanz ist geschockt: „Warum?“

„Black? Ich weiß es nicht, ich habe nichts gemacht“, entgegnet sein Talkgast. „Vielleicht sah ich verdächtig aus, weil ich eine dunkle Hautfarbe habe.“

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Auf die Frage von Markus Lanz, ob Deutschland aus Asumangs Sicht ein „im Kern rassistisches Land“ sei (was er verneinen würde), hat die Produzentin eine Antwort, die zum Nachdenken anregt: „Wenn Sie mit mir einen kleinen Ausflug nach Brandenburg machen würden, würden Sie es sehr wahrscheinlich ganz anders sehen. Und mit einer dunklen Hautfarbe... Wir malen Sie mal an und dann kommen Sie mit uns.“

Zudem findet Mo Asumang, dass sich die Stimmung in Deutschland seit der „Alternative für Deutschland“ deutlich verändert habe. Ihr begegne mittlerweile wieder mehr Alltagsrassismus, auch in Form von bösen Blicken: „Das habe ich in den Jahren vor der AfD nicht erlebt.“

 
 

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