„Markus Lanz“ (ZDF): Philosophin sorgt für Entrüstung, als sie DAS fordert – „Beschämend“

Philosophin und Journalistin Svenja Flaßpöhler bei „Markus Lanz“ (ZDF).
Philosophin und Journalistin Svenja Flaßpöhler bei „Markus Lanz“ (ZDF).
Foto: ZDF

Corona und die Amtseinführung von Joe Biden in den USA - das sind die Themen in dieser Woche. Auch bei „Markus Lanz“ (ZDF).

Dabei sorgten vor allem die Vorschläge einer Philosophin für reichlich Gegenwind im Studio und auch im Netz. Ein Zuschauer von „Markus Lanz“ nannte den Auftritt sogar „beschämend“.

Markus Lanz (ZDF): Trump Rückkehr weiter offen

Am Mittwochabend unserer Zeit wurde Joe Biden als neuer US-Präsident vereidigt. Wenige Stunden später diskutierten auch Moderator Markus Lanz und seine Gäste über die Ausrichtung der neuen US-Regierung. Dafür war der Leiter des ZDF-Studios in Washington, Elmar Theveßen, zugeschaltet. Mit dem Amtsbeginn von Joe Biden endet auch die zweifelhafte Ära Donald Trumps. Ob man in Zukunft nichts mehr von ihm hören werde, wollte Theveßen nicht beurteilen. Auch wegen Trumps Ankündigung, in irgendeiner Art und Weise zurückzukommen.

Trump werde zweifelsohne weiter den Anspruch haben, Kopf der von ihm angestoßenen Bewegung zu bleiben und Geld aus ihr zu pressen. Allein wegen der Gerichtsverfahren, den großen finanziellen Schwierigkeiten, den „Rückzahlungen von Krediten in Höhe mehrere hundert Millionen Dollar“, die Trump bevorstehen.

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Claus Kleber glaubt an Chance von Joe Biden

Joe Biden stehe nun vor der schwierigen Aufgabe, das Land wieder zu einen. Auch heute-Journal-Moderator Claus Kleber meint, Biden müsse es schaffen zwischen Trumps Wählern und seinen Wählern „wieder eine Kommunikation herzustellen“. Vielleicht sei Biden, „der etwas zurückgenommene, alte, weise, niemanden bedrohende Mann“, einer der wenigen, der dabei eine echte Chance hätte.

Nicht nur auf Trump, auch auf Ivanka könnten dabei Verfahren zukommen, weil sie als Beraterin hohe Honorare erhalten hatte, die sie eigentlich nicht hätte bekommen dürfen, so Theveßen, der gleich auch ein unglaubliches Gerücht aufgriff. Im Zuge seiner vielen Begnadigungen am letzten Tag im Amt gebe es Hinweise darauf, dass hohe Geldsummen an Berater geflossen seien, die Lobbyarbeit für eine Begnadigung gemacht hatten. Ob dieses Geld auch zum Teil bei den Trumps gelandet sei, sei „nicht ausgeschlossen“.

Philosophin wirbt bei Markus Lanz (ZDF) für schwedischen Sonderweg – und sorgt für Entrüstung

In der Diskussion um das Ende von Donald Trump und den Neuanfang unter Joe Biden war die Philosophin und Journalistin Svenja Flaßpöhler noch zurückhaltend. Als es dann um das Coronavirus ging, änderte sich das jedoch schlagartig.

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Kein Mensch wisse, welche Strategie sich am Ende als richtig herausstellen werde, sagte Flaßpöhler mit Blick auf die neuen Corona-Maßnahmen. Dabei äußerte sie auch den Vorwurf, das Datum der neuen Beschlüsse sei bewusst beinah zeitgleich zur Amtseinführung des neuen US-Präsidenten gelegt worden, um von der Diskussion abzulenken. Was sie wundere: „Die Grundannahmen werden nicht mehr hinterfragt.“ Man ziehe alternative Herangehensweisen, „wie sie in Schweden probiert werden“, nicht mehr in Betracht, „das kann ich ehrlich gesagt nicht verstehen.“

Dabei stellte die Philosophin auch den Schutz des Lebens als höchstes Gut in Frage. Lebensschutz sei, „total rational“, aber in einer Zeit, in der das „Licht am Ende des Tunnels nicht mehr so klar leuchtet“, müsse man auch „ganz heiße Eisen anpacken und fragen, ob der Lebensschutz tatsächlich das gesellschaftliche Leben von vornherein aussticht“.

Immer wieder verweist sie dabei auf den schwedischen Sonderweg. „Warum wird das nicht ernsthaft diskutiert? Warum wird das von vornherein ausgeschlossen?“, fragt sie in die Runde. Markus Lanz und Klaus Kleber reagieren sofort.

Markus Lanz (ZDF): Claus Kleber widerspricht gleich mehrfach

„Aber das wird es doch“, sagt Kleber und erhält Zustimmung vom Moderator Lanz. Keiner der Zuschauer am Abend werde sagen, dass er noch nie vom schwedischen Weg gehört habe. In Anbetracht der neuen Mutation, die sich vor allem unter jungen Menschen zu verbreiten scheine, seien ohne Lockdown jedoch auch höhere Todeszahlen zu befürchten, da junge Menschen das Virus in die Familien und damit auch an die älteren Generationen übertragen.

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Auch beim Thema Impfen fordert Flaßpöhler mehr Transparenz. Es sei nicht darüber berichtet worden, was Impfstoffe eigentlich könnten. Beispielsweise, dass nicht darüber berichtet werde, dass eine Ansteckung und Weitergabe des Virus auch trotz Impfung möglich seien. Auch hier hält Kleber beinah stoisch dagegen: „Auch das weiß jeder.“

„Es ist wirklich beschämend“

Nicht nur bei Klaus Kleber, auch bei den Zuschauern im Netz kommt der Auftritt der Philosophin nicht gut an. Auf Twitter äußern viele Unverständnis über den Verweis auf Schwedens Sonderweg:

  • „Es ist wirklich beschämend, wie gewissenlos manche Menschen angesichts 1000 Toten pro Tag immer noch agieren!“
  • „Nicht jeder, der von sich behauptet Philosoph zu sein, ist Philanthrop. Leider bietet das ZDF ihr die Bühne. Claus Kleber versucht zu retten und ist innerlich entrüstet, so wie viele andere auch. Hätte sie geschwiegen, wäre sie Philosophin geblieben...“
  • „Schweißgebadet aufgewacht, weil ich geträumt habe, dass jemand bei Lanz sitzt und wohlwollende Worte für den „schwedischen Weg“ findet. Was ein Quatsch. So jemanden würde man doch nicht einladen.“

Worauf weitere Zuschauer, Kleber und sogar Flaßpöhler selbst hinweisen: Die schwedische Regierung ist von ihrem Sonderweg inzwischen selbst etwas zurückgerudert und hat schärfere Maßnahmen in der Pandemie erlassen.

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Auch am Donnerstag ging es bei Markus Lanz um Corona. Dann krachte es zwischen dem Moderator und Stephan Weil. Hier mehr dazu>>> (dav)

 
 

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