Markus Lanz: Pathologe untersucht Corona-Tote – und stellt diese These auf „Ich bin davon überzeugt, dass …“

Markus Lanz spricht im ZDF mit einem Pathologen über die Corona-Toten.
Markus Lanz spricht im ZDF mit einem Pathologen über die Corona-Toten.
Foto: ZDF

Bei Markus Lanz (ZDF) wurde am Donnerstagabend in der Sendung natürlich vor allem über ein Thema diskutiert: das Coronavirus. Dabei kam vor allem die Frage auf, ob es richtig ist, die Corona-Toten genauer zu untersuchen oder nicht?

Eine sehr deutliche Haltung zu dem Thema hat Pathologe Prof. Klaus Püschel. Er ist Direktor des Hamburger Instituts für Rechtsmedizin, hat selbst bereits 50 verstorbene Corona-Patienten obduziert und wirkt damit entgegen der Empfehlung des Robert-Koch-Instituts (RKI).

Markus Lanz: Pathologe untersucht Corona-Tote – und hat irre These

Der Pathologe spricht bei Markus Lanz deshalb von einer „völlig falschen Maßnahme“ des RKIs. Aber warum überhaupt?

Diese Frage stellt auch Lanz selbst.

  • Püschel: „Das RKi hatte empfohlen, die Toten nicht zu untersuchen. Das war eine völlig falsche Maßnahme.“
  • Lanz: „Warum?“
  • Püschel: „Damit von Toten keine weitere Infektionsgefahr ausgeht. Ich denke, das ist eine Furcht, die in der Bevölkerung ist, dass eine Untersuchung der Toten, durch den Transport von Toten, durch den Umgang mit Toten, die Infektion verbreitet werden kann.“

Deswegen würden seiner Einschätzung nach auch weiterführende Maßnahmen der Toten, bei denen sie geöffnet werden, bei denen tatsächlich auch Aerosole entstehen, verhindert werden. „Ich finde aber, dass es ein falscher Zugangsweg ist“, so Püchel.

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Unverständnis bei Markus Lanz

Und auch für Markus Lanz stößt das auf Unverständnis. „Es ist schwer nachvollziehbar, warum wir Corona-Tote nicht obduzieren. Wir wollen doch verstehen, was im Körper dieser Menschen passiert ist. Und genau wissen, woran sie gestorben sind.“

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  • Die Gäste bei Markus Lanz:
  • Virologe Prof. Hendrik Streeck
  • Wissenschaftsjournalist Dirk Steffens
  • Pathologe Prof. Klaus Püschel
  • Unternehmer Martin Kind
  • Journalistin Anette Hilsenbeck

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Für Prof. Klaus Püschel steht nach seinen Untersuchungen fest: Die Verstorbenen hatten alle Vorerkrankungen. „Auch diejenigen, die in den 50ern waren. Die wussten es bloß nicht“, so der Rechtsmediziner.

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Pathologe gibt überraschende Zukunftsprognose

Daher rührt auch seine Zukunftsprognose. Püschel ist davon überzeugt, dass am Ende des Jahres die Krankheit statistisch im Hinblick auf die Gesamtzahl der Toten gesehen keine Rolle spielt. Soll seiner Ansicht nach heißen: Es sterben in diesem Jahr in Deutschland nicht mehr Menschen als zuvor. „Es ist sehr hart von mir ausgedrückt, aber es sind alte und kranke Menschen, von denen einige sowieso sterben würden.“

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Auch Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier blickt trotz der Krise positiv in die Zukunft: „Ich bin ein optimistischer Mensch und deshalb sage ich Ihnen: Ich glaube schon, dass das Ganze nicht ein halbes oder dreiviertel Jahr andauern wird, aber dass es morgen wieder vorbei ist, das können wir niemandem versprechen. Wir müssen uns schon auf einige Wochen oder gar Monate einstellen.“

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Das ist Markus Lanz:

  • Das ist die Fernsehsendung „Markus Lanz“:
  • „Markus Lanz“ ist eine Talkshow im ZDF, benannt nach Moderator Markus Lanz.
  • Die 75-minütige Sendung wird dienstags bis donnerstags am späten Abend ausgestrahlt.
  • Meistens wird die Sendung einige Stunden vor der Ausstrahlung in einem TV-Studio in Hamburg-Altona aufgezeichnet, mitunter gibt es auch Live-Übertragungen.
  • In jeder Ausgabe der Show empfängt Markus Lanz vier bis fünf (meist prominente) Talk-Gäste, mit denen er zu einem pro Sendung jeweils neuen Thema spricht.

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Seine Schlussfolgerung bei Markus Lanz lautet deshalb: „Wir müssen keine persönliche Todesangst haben.“

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