Markus Lanz: Tim Mälzer wegen Corona verzweifelt – „In drei Monaten bin ich bankrott“

Tim Mälzer hat Zukunftsängste.
Tim Mälzer hat Zukunftsängste.
Foto: imago images

Markus Lanz hatte am Donnerstagabend einen ganz besonderen Gast in seiner ZDF-Talksshow. Star- und Fernsehkoch Tim Mälzer war live aus seinem Büro per Videochat zugeschaltet.

Und der Starkoch hatte keine guten Nachrichten zu überbringen. Auch an ihm nagen die Folgen der Coronavirus-Pandemie, so der Gastronom. Durch die strengen Restriktionen der Bundesregierung stehen bei ihm gleich mehrere Unternehmen vor dem Aus.

Markus Lanz: Tim Mälzer mit großer Zukunftsangst

Mälzer: „Bei mir stehen derzeit zwei Unternehmen vor der Schließung.“ Der Grund: „Wir arbeiten mit Faktoren, die sehr hohe Kosten verursachen. Das ist die Miete und das ist das Personal. Dann kommt oben drauf noch ein Wareneinsatz. Ich kann da wirklich nur sagen, und ich spreche da jetzt nicht für Tim Mälzer den Fernsehkoch, oder Tim Mälzer, der 'Die Bullerei' sehr erfolgreich die letzten Jahre geführt hat, sondern ich rede als Gastronom und als Unternehmer auch stellvertretend für meine ganzen Kollegen.“

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Die Gäste am Donnerstagabend:

  • Olaf Scholz, Politiker
  • Peter Tschentscher, Politiker
  • Stephan Pusch, Politiker
  • Prof. Melanie Brinkmann, Virologin
  • Tim Mälzer, Koch

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Der Januar und der Februar seien traditionell schlechte Monate gewesen, so Mälzer. „Wenn da jetzt nicht sehr schnell Finanzhilfen kommen, die im Wesentlichen sich auf die Lohnkosten konzentrieren, dann werden in nächster Nähe sehr viele Unternehmen schließen müssen.“

Kurzarbeit schnell versprochen

Die Kurzarbeit, so der Sternekoch, sei zwar schnell versprochen, aber auch an zu viele Bedingungen geknüpft. Zudem müssen auch diese Kosten vorgestreckt werden. Ein Finanzeinsatz, den selbst ein erfolgreicher TV-Koch wie Tim Mälzer nicht einfach so stellen kann.

„Ich habe null Euro Einnahmen, ich habe jeden Tag 200 Mitarbeiter, die ich voll bezahlen muss. Das kann ich mir, als Tim Mälzer, der die Möglichkeit hatte, mir die letzten Jahre ein gewisses Polster aufzubauen, für ungefähr drei Monate leisten. Dann bin ich nicht nur unternehmerisch, sondern auch privat bankrott.“

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Tim Mälzer: Finanzpaket für die Löhne gefordert

Seine Forderung: Ein Finanzpaket nur für die Löhne. Eine Forderung, die Vizekanzler Olaf Scholz, der ebenfalls per Videoschalte in der Show dabei war, durchaus verstehen kann. Er versprach, dass die Bundesregierung derzeit an einem Paket arbeite, dass die Forderungen Mälzers abdecke. „Ein sehr beeindruckender Milliardenbetrag, der nicht bei zehn Milliarden stehen bleibe“, so Scholz.

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Eine Aussage, die Mälzer nicht wirklich zu beruhigen scheint. Er wolle gar nicht in Watte gepackt werden, so der Koch. Er fordert Scholz auf, die Lohnnebenkosten oder die Mehrwertsteuer bis Ende des Jahres zu erlassen. Das würde schon sehr viel helfen, so Mälzer.

Das jedoch konnte Olaf Scholz nicht versprechen.

 
 

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