Markus Lanz: Coronavirus-Experte schlägt Alarm – „DAS weiß ich erst seit Kurzem...“

Bei Markus Lanz schlägt ein Experte Alarm.
Bei Markus Lanz schlägt ein Experte Alarm.
Foto: Screenshot ZDF

Nun ist das Coronavirus auch bei Markus Lanz angekommen. Am Mittwochabend stellte der Talkmaster das Virus, das die Welt derzeit in Atem hält, in den Mittelpunkt seiner Sendung.

An seiner Seite: Virologe Prof. Dr. Dr. Alexander S. Kekulé. Und der Experte für Infektionskrankheiten schlägt bei Markus Lanz deutlich Alarm.

Schon sehr früh hatte der Experte vor dieser Situation gewarnt. Kekulé: „Das neue Virus ist sehr viel gefährlicher als die Grippe, auch wenn das immer anders behauptet wird. Unsere Gesundheitsbehörden dürfen das Problem nicht mehr verharmlosen.“

Markus Lanz: Thema Coronavirus

Die Situation in Deutschland beschreibt Kekulé beängstigend. „Wir haben im Moment die Situation, dass offensichtlich aus Italien mehrere Fälle nach Deutschland hinübergeschwappt sind. Das war in gewisser Weise vorherzusehen. Und wir haben einzelne Personen, die offensichtlich positiv auf dieses neue Coronavirus positiv sind. Wir wissen noch nicht, wie viele weitere von diesen angesteckt wurden. Ich gehe davon aus, dass wir in den nächsten Tagen sehr viele neue Herde in Deutschland haben werden. An verschiedenen Stellen.“

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Das ist Markus Lanz:

  • Markus Josef Lanz wurde am 16. März 1969 in Bruneck, Südtirol geboren
  • Er ist Moderator und Produzent
  • Seit 2008 moderiert er im ZDF seine nach ihm benannte Talkshow Markus Lanz
  • Die 75-minütige Sendung wird dienstags bis donnerstags am späten Abend ausgestrahlt
  • Meistens wird die Sendung einige Stunden vor der Ausstrahlung in einem TV-Studio in Hamburg-Altona aufgezeichnet, mitunter gibt es auch Live-Übertragungen

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Die Sicherheit nehme Kekulé daher, dass die Verbindungen zwischen den europäischen Ländern so eng seien, dass das Virus überhaupt keine Ländergrenzen kenne. „Für einen Virologen macht es gar keinen Sinn von zwei verschiedenen Ländern zu sprechen. So gesehen ist Italien eigentlich ein Teil von Deutschland und umgekehrt. Das Virus ist einfach hier“, so Kekulé.

Markus Lanz: Experte beunruhigt – „Das klingt für mich sehr beunruhigend“

Angesprochen darauf, dass einer der Infizierten Kindergärtner ist, legen sich Professor Kekulé Sorgenfalten auf die Stirn. „Das klingt für mich sehr beunruhigend. Das weiß ich auch erst seit ganz Kurzem. Wir gehen davon aus, dass in Kindergärten und Kindertagesstätten als diese Hygiene- und Abstandsregeln, die wir so empfehlen – Händewaschen, sich nicht oft ins Gesicht fassen und so Dinge – bei Kindern nicht funktionieren.“

Kindergärten seien immer eine Art Durchlauferhitzer, so der Experte. Die müssten als Erstes geschlossen werden.

Unbequeme Wahrheit

Und noch eine unbequeme Wahrheit muss Kekulé aufdecken: „Wir haben auch bei klinischem Personal Todesfälle, die vorher völlig gesund waren. Die im mittleren Lebensalter sind. Die jedenfalls nicht zu dieser Risikogruppe gehören, von der immer gesprochen wurde. Also Alte und Kranke. Das war, muss man sagen, von der chinesischen Regierung auch eine gewollte Information, dass das normale medizinische Personal nicht gefährdet sei.“

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Seine Einschätzung: Beim Coronavirus ist die Sterblichkeit zwischen etwa 0,5 bis einem Prozent. Sprich von 200 Menschen stirbt eine Person. Eine Verharmlosung des Virus sei also auf gar keinen Fall angebracht, so Kekulé.

 
 

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