Markus Lanz: Corona-Patientin erzählt unter Tränen – Arzt wollte mir nicht helfen

Markus Lanz hatten die Corona-Patienten Karoline Preisler (FDP) in seiner Sendung.
Markus Lanz hatten die Corona-Patienten Karoline Preisler (FDP) in seiner Sendung.
Foto: Screenshot ZDF

Es sind schreckliche Momente, die FDP-Politikerin Karoline Preisler bei Markus Lanz schildert. Unter Tränen spricht die Juristin über ihre Corona-Erkrankung.

Ihr Mann war in Österreich im Skiurlaub gewesen, hatte sich mit dem Coronavirus infiziert. Und auch Karoline Preisler konnte der schrecklichen Krankheit nicht entfliehen.

Markus Lanz: Corona-Patientin schildert die Tortur

Markus Lanz erzählt sie, dass sie in der Nacht zu einem Mittwoch die ersten Symptome verspürte. Ein Kratzen im Hals. Der typische Beginn von Corona. Sie lässt einen Abstrich machen. Immer noch mitgenommen von den Erlebnissen schildert Preisler: „Ich habe das Ergebnis nicht mehr gebraucht, als es eintrudelte war ich schon so krank, dass ich wusste, das Ergebnis kann nur positiv sein.“

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Die Gäste bei Markus Lanz:

  • Manuela Schwesig, Politikerin
  • Winfried Kretschmann, Politiker
  • Walther Kohl, Unternehmer
  • Linus Neumann, It-Experte
  • Karoline Preisler, Juristin

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Preisler war stark geschwächt. „Ich musste mich hinlegen. Hatte nicht mehr genug Luft, um zu sitzen oder zu laufen.“ Doch die dreifache Mutter musste sich irgendwie um ihre Kinder kümmern. Zwischen neun und 11 sind die Sprösslinge der FDP-Politikerin. Bei Lanz verrät sie, dass sich die Kinder mehr um sie als andersherum kümmerten.

Doch die Krankheit wurde immer schlimmer. Die 48-Jährige konnte kaum noch atmen. Ein Gefühl, wie 'bei vollem Bewusstsein zu ertrinken' schildert sie die Corona-Symptome. Ihr Hausarzt wollte nicht zu ihr kommen, hatte Angst sich selbst zu infizieren, seine Praxis schließen zu müssen. Hilfe leistete nur das Gesundheitsamt. Doch auch die täglichen Telefonate mit der Amtsärztin halfen nicht mehr.

„Wie bei einem Reaktorunfall“

Preisler muss ins Krankenhaus. Sie wurde von einem riesigen Team abgeholt. „Das sah aus wie bei einem Reaktorunfall. Die Leute sind stehengeblieben und haben geguckt“, schildert Preisler die Situation.

Sechs Tage verbringt sie im Hospital. Schon nach dem Ersten stellt sich eine Besserung ein. Sie bekam Sauerstoff, Medikamente, einen Inhalator.

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Nach dem Abklingen der Krankheit ist sie noch lange nicht wieder die Alte. „Ich hätte gerne mein altes Leben zurück. Ich hatte wirklich eine schlimme Zeit hinter mir. Obwohl die doch sehr kurz war, hat sie sehr viel verändert. Nicht nur meine Gesundheit sehr beeinträchtigt, sondern auch mein ganzes Familienleben. Wir haben eine schwere Zeit hinter uns. Ich bin mir nicht sicher, ob ich jemals wieder mit meinen Kindern singe oder beim Fußballspiel die Nationalhymne mitgröle, weil ich gerade nicht genug Luft habe zu singen. Dabei singe ich eigentlich sehr gerne. Wir beten auch vor dem Essen sehr gerne. das sind so Augenblicke, da wird mir der Verlust sehr deutlich. Denn das machen meine Kinder nun ohne mich.“

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Ärzte mutmaßen, dass sie zwanzig bis dreißig Prozent ihres Lungenvolumens verloren haben könnte. Es ist unklar, ob sie jemals wieder zu alter Stärke zurückfindet.

 
 

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