Markus Lanz (ZDF): Barack Obama verrät, wieso er sofort die Wohnung mit Angela Merkel getauscht hätte

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Großer TV-Moment für ZDF-Moderator Markus Lanz: Er hat die Gelegenheit ein Interview mit dem ehemaligen US-Präsidenten Barack Obama zu führen. Kurz nach der US-Wahl und genau zur Veröffentlichung von dessen Biographie „Ein verheißenes Land“.

In dem Gespräch von Markus Lanz mit Barack Obama geht es dann auch um Angela Merkel und wie es war, im Weißen Haus als Familie zu leben.

Markus Lanz (ZDF): Darum hätte Barack Obama lieber so gewohnt wie Angela Merkel

Barack Obama spricht im Interview mit Markus Lanz auch über seinen Einzug ins Weiße Haus: „Am ersten Tag im Oval Office wird dir klar, dass alle Nachrichten in der Zeitung und im TV, alle Probleme weltweit, jetzt deine Probleme sind.“

Das müsse man zuerst einmal verarbeiten. Das Weiße Haus habe sich dabei nie wie sein Haus angefühlt, sondern eher als ob man in einem Museum schlafe. „Das ist bei vielen Regierungschefs in Europa und in der Welt anders. Ich beneidete viele meiner Amtskollegen, die ihr Zuhause nicht gegen einen Amtssitz eintauschten, der vor allem repräsentativen Zwecken dient“, so Barack Obama.

Markus Lanz zeigt sich im Gespräch auch erstaunt über das alltägliche Leben als US-Präsident: „Was ich vorher nicht wusste, war, dass Sie im Grunde acht Jahre in diesem kleinen Raum, dem Oval Office, verbracht haben. Sie waren eine Art Gefangener des Oval Office!" Obama sagt, dass der Vorteil immerhin gewesen sei, dass er fast niemanden besuchen musste, das Pendeln hielt sich in Grenzen. „Von der Wohnung im Weißen Haus geht man zu Fuß eine Minute ins Oval Office.“ Dadurch konnte er immer zum Abendessen bei seiner Familie sein. „Ich sah meine Töchter viel häufiger als vor meiner Präsdentschaft.“ Es sei so gewesen, als ob man über seinen eigenen Laden wohnt, Lanz vergleicht es mit Homeoffice.

Barack Obama schwärmt bei Markus Lanz von Merkel: „Nicht so vom Ego angetrieben"

Zum Ende des Gesprächs geht es um die Rolle von starken Frauen in Obamas Leben. Plötzlich spricht der US-Präsident auch von Angela Merkel. Es sei wichtig, Frauen in Führungsverantwortung zu bringen, Merkel sei eine seiner „Lieblingspartnerinnen auf der Weltbühne“, sie lenke seit langer Zeit nicht nur „die Geschicke Deutschlands, sondern ganz Europas“. Frauen würden „nicht so vom Ego angetrieben und glauben nicht ständig, etwas beweisen zu müssen." Sie würden die Dinge einfach erledigen.

Markus Lanz (ZDF): Die Zuschauer vermissten beim Talk mit Barack Obama einen weiteren Gast

Im Netz machten sich einige Zuschauer über einen fehlenden Dauergast von Markus Lanz beim Einzelgespräch mit Obama lustig. Wo war Karl Lauterbach? Dabei wäre doch noch Platz gewesen, schließlich stand da noch ein Sofa:

Vorbericht: Markus Lanz ärgert Barack Obama mit frecher Frage – dann unterbricht er ihn sogar

Es ist etwas, was viele Zuschauer an Markus Lanz stört. Der Moderator bohrt gerne penetrant nach und unterbricht dabei seine Gesprächspartner immer wieder, lässt sie manchmal kaum zu Wort kommen. Auch beim ehemals mächtigsten Mann der Welt scheint Lanz diesen Interviewstil an den Tag gelegt zu haben.

In einem Ausschnitt, der auf der ZDF-Internetseite abrufbar ist, kann man bereits zwei Minuten des Gesprächs sehen. Zu dem Einzelgespräch war Markus Lanz nach Washington geflogen. Themen des Interviews waren unter anderem die US-Wahl und die nun veröffentlichen Memoiren von Obama.

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Mehr über Barack Obama:

  • Der 59-Jährige war der 44. Präsident der USA.
  • Der Demokrat gewann die Präsidentschaftswahlen 2008 und 2012.
  • Er war der erste afroamerikanische US-Präsident.
  • Gleich zu Beginn seiner Amtszeit erhielt er den Friedensnobelpreis.
  • Seit 1992 ist er mit seiner Frau Michelle verheiratet. Das Paar hat zwei Töchter (Malia Ann und Natasha) .

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Auf dessen Biografie spricht Lanz Obama dann auch recht frech an. Zuerst macht er einen Witz über den Umfang des Buches. Es sei ein faszinierendes Buch und großartig geschrieben, lobt er – doch: „es ist ein bisschen zu kurz geworden“. Das Buch habe 1018 Seiten, fügt er schelmisch hinzu. Der Ex-Präsident macht den Spaß noch mit, grinst und sagt, er würde sich gerne kürzer fassen können.

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Markus Lanz mit dreisten Seitenhieb bei Frage an Barack Obama

Dann legt Lanz nach: „Ich habe mich auf dem Flug, als ich die letzten Seiten des Buches las, gefragt, was er wohl tun wird, wenn seine Frau Michelle am Ende vielleicht mehr Exemplare verkaufen wird als er?“ Obama will souverän antworten, da unterbricht ihn Lanz prompt wieder mit einem Trump-Witz: „Wird er das Ergebnis akzeptieren oder vor Gericht gehen und eine Neuauszählung fordern?“

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Obama geht cool damit um: „Ich habe bereits kapituliert. Ich habe bereits zugegeben, dass Michelles Buch wunderbar war.“ Jeder könne sich mit der Geschichte, die sie über ihre Familie erzählt habe, identifizieren. Gemeint ist die Autobiografie „BECOMING – Meine Geschichte", die die ehemalige First Lady 2018 veröffentlicht hat.

 
 

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