Markus Lanz (ZDF): China schlachtet Ausschnitt aus seiner Sendung für Corona-Propanda aus

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Am Donnerstagabend drehte sich bei Markus Lanz erneut alles um das Coronavirus. Top-Virologe Professor Alexander Kekulé hat jüngst ein Buch über Corona geschrieben und räumte in der ZDF-Sendung mit einem Covid-19-Mythos auf.

Markus Lanz ist ganz verwundert über die Erkenntnis, die er aus Kekulés Buch „Der Corona-Kompass“ gewonnen hat. Nun wird der TV-Auftritt auch in China ausgeschlachtet.

Markus Lanz (ZDF): China schlachtet Ausschnitt aus seiner Sendung für Corona-Propanda aus

Nachdem Top-Virologe Prof. Alexander Kekulé bei Markus Lanz erklärte, dass der Coronavirus, der weltweit eine Pandemie auslöste, eigentlich eine norditalienische und infektiösere Variante des ursprünglichen Wuhan-Virus sei, werden seine Aussagen in China verdreht und für die Staatspropaganda ausgeschlachtet.

WIe die FAZ berichtet, muss Kekulé sozusagen als Kronzeuge im Auslandskanal des Staatsfernsehens, CGTN, herhalten. CGTN habe einen Ausschnitt der Lanz-Sendung mit „Coronavirus stammt nicht aus Wuhan, sagt führender deutscher Virologe" betitelt. Auch andere chinesische Medien griffen die Aussagen auf.

China versucht seit Monaten, einem anderen Land die Verantwortung für die Ausbreitung von Sars-CoV-2 zuzuschieben. Mittlerweile sollen laut einer Umfrage des Yougov-Cambridge Globalism Project mehr als die Hälfte der Chinesen glauben, dass der Virus erstmals in einem anderen Land aufgetaucht sei und nach China nur eingeschleppt wurde.

Das jedoch hatte Kekulé nicht behauptet. Er hatte lediglich davon gesprochen, dass sich der lange Zeit dort unentdeckte Virus in Norditalien weiterentwickelt habe und gefährlicher wurde.

Markus Lanz (ZDF): Markus Lanz: Top-Virologe Alexander Kekulé räumt mit Mythos über Corona auf

Dass Covid-19 aus China stammt, gilt als gesicherte Information in dieser Pandemie. Doch es ist nicht die ganze Wahrheit, erklärt Virologe Alexander am Donnerstag Kekulé bei Markus Lanz.

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Die Gäste bei Markus Lanz (ZDF) am 26. November 2020:

  • Stephan Weil: Ministerpräsident von Niedersachsen (SPD)
  • Kristina Dunz: Redakteurin der Rheinischen Post
  • Professor Alexander Kekulé: Virologe
  • Dr. Ingmar Hoerr: Biologe, Gründer von CureVac

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In seinem Buch und in der Lanz-Sendung führt Kekulé aus, dass der Virus, der derzeit als Pandemie praktisch die ganze Welt im Griff hat, eigentlich gar nicht aus Wuhan stammt. Zwar hatte er dort seinen Ursprung genommen, aber er habe sich in Norditalien genetisch verändert und sei „infektiöser als die ursprüngliche Wuhan-Variante” geworden. Bei 99,5 Prozent aller Infektionen weltweit könne man die G-Variante des Coronavirus feststellen, die genetische Veränderung des Wuhan-Virus, die in Norditalien entstanden ist.

„In Norditalien war der Startschuss für die weltweite Pandemie, nicht in Wuhan”, so der Top-Virologe in der ZDF-Talkshow. Die derzeitigen Fälle, die in China auftreten, seien Reimporte der italienischen Variante.

„Das klingt exakt wie das, was die chinesische Staatspropaganda auch erzählt”, entgegnet Markus Lanz irritiert. Er habe dort nicht abgeschrieben, versichert Kekulé. „Die Chinesen hatten das Virus ja dann irgendwann, natürlich mit Methoden, die man bei uns nicht haben will, unter Kontrolle.” Währenddessen sei aber in Italien über mehrere Wochen, vermutlich seit Anfang Januar, ein Coronavirus-Ausbruch unerkannt geblieben. „Der Virus hatte genug Zeit sich zu optimieren in dieser Region”.

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Zwar hätte sich auch die Wuhan-Variante des Virus weltweit ausgebreitet, denn das sei „bei so einem hochinfektiösen Erreger nicht zu verhindern", doch Kekulé erkennt schon einen Unterschied. Die Voraussetzungen für die Chinesen waren schwieriger, als das Virus erstmals entdeckt wurde. Europa dagegen sei vorgewarnt gewesen, habe die Warnungen aber nicht ausreichend ernst genommen.

Top-Virologe vergleicht bei Markus Lanz (ZDF) den Coronavirus mit einem Reptil

Später geht es um die Wucht, Geschwindigkeit und Dynamik, mit der die zweite Corona-Welle zugeschlagen hat. Markus Lanz bekennt, dass auch er das unterschätzt habe („Asche auf mein Haupt“) und die Prognose von Kanzlerin Merkel über 19.200 tägliche Neuinfektionen als mögliche Übertreibung in Frage gestellt habe.

Daraufhin vergleicht Kekulé den Coronavirus mit einem Reptil. In der Kälte wirke das Tier so, als könne es niemanden etwas antun, jedoch werde das wechselwarme Tier aktiver, wenn die Temperaturen steigen. Genau anders herum sei es bei den Viren, „die lieben die Kälte, darum heißen sie auch Erkältungsviren“.

Erst nun, in der zweiten Corona-Welle, habe man es „mit dem richtigen Gegner zu tun“. Im Frühjahr, zur ersten Welle, sei die Influenza-Saison schon fast ausgelaufen gewesen, als plötzlich das Coronavirus dazu kam. „In der ersten Welle hat der Politik, uns allen, der Sommer geholfen. In der zweiten Welle hilft der Winter dem Virus“, so seine bedrohliche Prognose.

 
 

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