Maischberger: Erschreckende Corona-Prophezeiung – Experte warnt vor „wildem Mai“

Der Arzt und Wissenschafts-Journalist Werner Bartens.
Der Arzt und Wissenschafts-Journalist Werner Bartens.
Foto: Screenshot ARD

Das Coronavirus ist auch im ARD-Talk „Maischberger – die Woche“ das Gesprächsthema Nummer 1.

Und das obwohl man derzeit fast denken könnte, das Gröbste wäre geschafft. Die Menschen gehen wieder raus, die Sonne scheint, in Deutschland öffnen wieder Biergärten und Restaurants, sogar Schwimmbäder können wieder besucht werden. Ist wirklich alles so „unter Kontrolle“, wie der bayrische Ministerpräsident Markus Söder erst vor Kurzem gesagt hatte? Das fragt Sandra Maischberger unter anderem den Arzt und Wissenschafts-Journalist Werner Bartens.

Maischberger: Arzt mit Schreckensprognose

Er ist jedoch nicht so optimistisch wie Markus Söder. Man könne sich zwar bei schönem Wetter und Sonne gut fühlen, das sei auch gut für das Immunsystem, so Bartens. Doch dann folgte das große 'aber'.

„Das Virus ist keineswegs unter Kontrolle“, sagt Bartens klar. „Wir haben zu früh, zu viel geballt gelockert. Wir können überhaupt noch nicht sagen, ob es unter Kontrolle ist.“

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Die Gäste bei „Maischberger – die Woche“:

  • Markus Söder, CSU (Ministerpräsident Bayern)
  • Claus Ruhe Madsen (Oberbürgermeister Rostock)
  • Jörg Meuthen, AfD (Bundesvorsitzender)
  • Lamya Kaddor (Autorin und Kolumnistin, t-online)
  • Werner Bartens (Wissenschaftsjournalist)
  • Christiane Hoffmann („Spiegel“-Autorin)

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Im Zuge dessen erinnert der Mediziner an den 8. März, als die ersten Großveranstaltungen abgesagt wurden. Damals hatte Deutschland seit Januar rund 1000 Neuinfektionen insgesamt. Jetzt habe man jedoch 600 bis 700 Neuinfektionen pro Tag.

Arzt sagt klar: Wir haben das Virus nicht im Griff

Bartens: Das heißt, wir können jetzt nicht so tun, als würden wir es im Griff haben. (...) Wir tun so, als ob Corona schon längst besiegt und vergessen ist, hoffentlich weiß das das Virus auch.“

Besonders eine Prophezeiung macht Sorge. Bartens selbst hätte die Lockerungen so nicht durchgezogen. „Ich nenne das den wilden Mai, weil jetzt alles überstürzt auf einmal kommt.“

Zwar sagt er, dass man stolz darauf sein könne, dass Deutschland und Österreich als die „Klassenstreber Europas, wenn nicht der Welt“ dastehen, jedoch würde man mit diesen Lockerungen alles wieder einreißen. Einfach weil nun die Möglichkeit fehle, etwaige Neuansteckungen zurückzuverfolgen.

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Schwimmbadöffnungen ein enormes Risiko

Bartens klar: „Man versperrt sich den Blick auf die Analyse. Zu schauen, das war okay, das haben wir richtig gemacht. Und das war zu früh.“

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Besonders die Freibäder stoßen Bartens übel auf. „Als ich das erfahren habe, dachte ich, die spinnen wohl. Ich meine, wir haben unterbesetzte Freibäder. Die Bademeister kommen gar nicht zurecht. Das gibt ein Chaos.“

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Keine gute Prognose also.

 
 

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