Maischberger (ARD) zu Corona: Horst Seehofer wehrt sich gegen „Fehlalarm“-Vorwürfe – „Mein Arzt hat mir gesagt...“

Horst Seehofer war am Mittwoch bei Sabine Maischberger in der ARD zu Gast.
Horst Seehofer war am Mittwoch bei Sabine Maischberger in der ARD zu Gast.
Foto: imago images / Jens Schicke

„Gibt es noch was anderes, als die Virologen?“ Mit dieser Aussage lässt Kabarettist Matthias Richling seiner Wut bei Sandra Maischberger am Mittwochabend freien Lauf. Richling ist Corona-Skeptiker, findet den Lockdown während der Corona-Krise unangemessen.

Ebenfalls zu Gast in der ARD-Talkrunde bei Maischberger: Bundesinnenminister Horst Seehofer. Er betont im Gegenzug, wie wichtig diese Maßnahmen gewesen seien, erklärt zugleich aber, dass weitere Lockerungen geplant seien.

Maischberger (ARD): Horst Seehofer verteidigt „Fehlalarm“-Vorwürfe

Matthias Richling wütet bei Sandra Maischberger geradezu gegen die Bundesregierung. Er findet, dass die Sperrungen und Schließungen zu ökonomischen und sozialen Kollateralschäden führen. Und er fragt provokant in die Runde: „Ist es wirklich richtig, die Wirtschaft zu ermorden, um so wenig Corona-Infizierte wie möglich zu haben?“

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Die Gäste bei Maischberger am Mittwoch:

  • Horst Seehofer (CSU), Bundesinnenminister
  • Mathias Richling, Kabarettist
  • Annalena Baerbock (Grüne), Parteivorsitzende
  • Ulrich Wickert, ehemaliger „Tagesthemen“-Moderator
  • Pia Heinemann, Wissenschaftsjournalistin

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Horst Seehofer: Weitere Lockerungen möglich

Horst Seehofer dagegen verweist im Einzelgespräch mit Maischberger auf die Notwendigkeit der Corona-Maßnahmen, auf den positiven Effekt, den diese bereits gebracht hätten. „In einer Pandemie ist es das eiserne Gesetz, die Quelle zu identifizieren und die Infektionskette zu durchbrechen.“

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Seehofer spricht von einem „riesigen Erfolg“. Die Neuinfektionen seien so weit runtergegangen, dass man sich nun Lockerungen leisten könne.

„Und wenn wir weiter diszipliniert bleiben, werden wir weiter lockern können. Und wenn ich in meinem Bereich auf die Grenzen schaue, haben wir die gute Aussicht, dass wir Mitte Juni auf Grenzkontrollen verzichten können“, so der Politiker bei Maischberger. Allerdings müssten auch die Regelungen der anderen Länder beachtet werden.

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„Mein Arzt hat mir gesagt, wir wissen noch zu wenig“

Darüber hinaus verteidigt sich Seehofer über diverse Aussagen der vergangenen Tage, der Lockdown sei ein folgenschwerer „Fehlalarm“ gewesen.

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„Mein Arzt hat mir ganz am Anfang dieser Epidemie gesagt, wir wissen noch zu wenig“, so der Bundesinnenminister. Er könne die Meinung nicht teilen, dass es ein Fehlalarm gewesen sei, die Maßnahmen seien seiner Meinung nach nicht überzogen.

„Ich bin Verfassungsminister. Natürlich muss ich immer prüfen, ob ich unter dem Gesichtspunkt des Grundgesetzes Kontaktsperren, Ausgangssperren und solche Dinge auch verantworten kann.“ Unter dem Gesichtspunkt der vielen unbekannten Variablen bei der Corona-Krise war das für Seehofer offenbar gerechtfertigt.

 
 

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