Jürgen Drews: Tochter Joedy über die Musik ihres Vaters – „Das ist nicht, wer ich bin“

Die Tochter von Jürgen Drews fasst langsam, aber sicher Fuß in der Musikbranche. Uns hat Joedy verraten, wieso sie aber keinen Schlager singen möchte.
Die Tochter von Jürgen Drews fasst langsam, aber sicher Fuß in der Musikbranche. Uns hat Joedy verraten, wieso sie aber keinen Schlager singen möchte.
Foto: IMAGO / Eventpress

Er ist der „König von Mallorca“ und eine wahre Ballermann-Legende. Die Rede ist natürlich von Jürgen Drews. Seine 25-jährige Tochter Joelina, auch bekannt als Joedy, hat inzwischen ebenfalls einen Fuß in die Musikwelt gesetzt.

Mit unserer Redaktion sprach Joedy darüber, wieso sie nicht wie Marie Reim mit ihrem Papa gemeinsame Sache machen möchte und warum sich ihr Ex-Freund nun in Acht nehmen muss.

Liebe Joedy, im Video zu deiner neuen Single „Drama“ tanzt du in einem Body auf den Dächern Berlins. Das muss doch total kalt gewesen sein, oder?

Wir haben das Anfang Februar gedreht, aber zum Glück war es ein Tag, an dem die Sonne schien und wir 10 Grad hatten. Ich bin da aber eh hart im Nehmen. Ich arbeite nebenberuflich als Kälte-Therapeutin in einer Kältekammer und bin daher ziemlich abgehärtet. (lacht)

Auch bei Instagram zeigst du dich gerne in sexy Looks. Bist du privat also auch gerne aufgestylt oder lieber in gemütlicher Kleidung unterwegs?

Ich laufe privat nur in Jogginghose rum. Ich trage so gut wie nie hohe Schuhe. Ich liebe weite Klamotten und Sneaker, also total bequeme Sachen. Das große Styling findet dann meistens nur für Musikvideos oder besondere Anlässe statt.

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Das ist Joedy:

  • Joelina Drews wurde am 27. September 1995 geboren
  • Sie ist die Tochter von Schlagersänger Jürgen Drews und dessen Ehefrau Ramona
  • Als Musikerin tritt Joelina heute unter ihrem Spitznamen „Joedy“ auf
  • Im Alter von 14 Jahren veröffentlichte sie 2010 ihre erste Single „Trendsetter“
  • Von 2014 bis 2016 war Joedy mit DSDS-Kandidat Marc Aurel Zeeb liiert

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Sowohl in deinen Texten, als auch im Netz, gibst du persönliches preis und lässt die Menschen nah an dich heran. Gibt es trotzdem noch Irrtümer über dich, die nicht der Wahrheit entsprechen?

Ich würde sagen, dass ich sehr bodenständig bin. Ich glaube, dass viele immer noch denken, weil ich aus einem guten Elternhaus komme, müsste ich mir keine Sorgen um finanzielle Probleme machen. Aber gerade in Corona-Zeiten muss ich gut überlegen, wie ich mir die Musik finanziere. Ich finde es schade, dass viele Menschen denken: „Die kann sich das doch eh alles leisten.“ Ich muss dafür durchaus hart arbeiten. Ich habe das Gefühl, dass ich doppelt und dreifach abliefern muss, damit ich überhaupt ernst genommen werde – gerade in der urbanen Szene. Mehr als ich selbst und authentisch sein, kann ich aber nicht.

Deine Eltern unterstützen dich also finanziell?

Sie unterstützen mich schon bei der Finanzierung meiner Musik. Ohne meine Eltern wäre das gerade nicht möglich, aber das machen sie auch nur bis zu einem gewissen Zeitpunkt. Sie sagen zum Beispiel: „Du hast nur ein bestimmtes Budget pro Song und Musikvideo. Teil dir das gut ein, weil irgendwann werden wir das nicht mehr finanzieren.“ Das ist auch gut so. Ich bin inzwischen 25 Jahre alt und muss, was meine Ausgaben angeht, auf eigenen Beinen stehen, deswegen arbeite ich nebenbei und studiere Public Relations.

Bei Instagram schreibst du „Heartbreak is my passion (dt.: Herzschmerz ist meine Leidenschaft)“. Was meinst du damit?

Ich bin jemand, der keine Friede-Freude-Eierkuchen-Beziehung führen kann. Ich ziehe immer Menschen an, die nicht einfach gestrickt sind und die in irgendeiner Weise Hilfe brauchen. Mit den Männern hatte ich bisher nicht so viel Glück. Ich hatte bisher eine einzige, relativ gesunde Beziehung – das war meine allererste damals mit Marc Aurel. Alles, was danach kam, waren Erfahrungen, die mich zwar am Ende diese Songs schreiben lassen haben, aber für meine seelische Gesundheit war es nicht das Beste. (lacht)

Wissen die Menschen, von denen du in deinen Liedern singst, dass sie gemeint sind oder gibst du ihnen sogar vorher Bescheid?

Nein, das nicht. Die Menschen, mit denen ich zu tun hatte, werden das schon mitkriegen. Vor allem bei meiner neuen Single „Krank“ wird mein Ex-Freund ganz genau wissen, dass er gemeint ist. Das ist eine richtig krasse Story: Es geht darum, dass mein aktueller Ex mehrere Beziehungen gleichzeitig geführt und mir nur Lügen aufgetischt hat. Ich habe dann herausgefunden, wer die ganzen Freundinnen sind und sie in mein Musikvideo eingeladen. Dann haben wir einen Darsteller gefunden, der unseren Ex-Freund verkörpert, und 1:1 aussieht wie er. Der wird definitiv wissen, dass er gemeint ist.

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Deine Musik unterscheidet sich stark von der deines Vaters Jürgen Drews. Künstlerinnen wie Marie Reim ziehen hingegen einen Vorteil daraus, dass ihre Eltern bekannte Musiker sind, und gehen musikalisch in dieselbe Richtung. Warum hast du dich dagegen entschieden?

Zum einen bin ich nicht der größte Schlagerfan. Ich schreibe zwar auch Lieder für Schlagerkünstler wie Ben Zucker, aber ich fühle mich nicht authentisch bei der Musik. Ich habe nichts gegen Schlager, aber das ist nicht, wer ich bin. Ein weiterer Punkt ist, dass ich schon immer sehr selbstständig war und meinen eigenen Kopf hatte. Ich bin ein kleiner Rebell, ich will immer etwas Eigenes und Neues machen. Und gerade weil viele mich auf meinen Dad reduziert haben, dachte ich mir: Euch zeig ich’s! Ich kann auch anders.

Magst du die Musik deines Papas denn?

Sie sind zwar nicht in meiner Spotify-Playlist, aber ich feier gerne im Megapark zu den Songs meines Dads. Wenn ich auf Mallorca bin, finde ich, dass Schlager das Allergeilste ist, aber dann eben auch nur für diese Zeit. Privat bin ich absoluter RnB-, Pop- und Rapfan.

Und wann erscheint dein erstes Album?

Ein Album ist noch nicht geplant, aber die EP kommt gemeinsam mit meinem neuen Song „Krank“ am 7. Mai heraus. Dann wird es sicherlich noch die ein oder andere Akustik-Version dazu geben und im Juni geht es auch schon direkt weiter, dann kommt der nächste Song.