„Immer wieder sonntags“ (ARD): Stefan Mross packt aus – „Standen vor einem...“

„Immer wieder sonntags“-Moderator Stefan Mross.
„Immer wieder sonntags“-Moderator Stefan Mross.
Foto: imago images

Immer wieder sonntags“ ist DER Klassiker in den sonnigen Monaten. Seit 25 Jahren läuft „Immer wieder sonntags“ nun schon in der ARD. Doch in diesem Jahr wird alles anders. Keine Fans, Beschränkungen auf der Bühne, Mindestabstand. Das Coronavirus hat „Immer wieder sonntags“ auf den Kopf gestellt.

Im Interview mit DER Westen spricht „Immer wieder sonntags“-Moderator Stefan Mross über die neue Saison, die Probleme durch das Coronavirus und wie er ganz persönlich mit den neuen Gegebenheiten umgeht.

Herr Mross, der Corona-Ausnahmezustand hält nun schon einige Wochen an. Wie geht es Ihnen damit?

Ganz gut eigentlich. Natürlich war es erst einmal schlimm. Die „Immer wieder sonntags“-Tournee ist von heute auf morgen weggebrochen. Da standen wir zunächst vor einem riesengroßen Scherbenhaufen. Trotz allem muss man aber auch das Positive aus der Krise ziehen. Sich weiterentwickeln. Dinge tun, für die man sonst eigentlich keine Zeit hat.

Beispielsweise?

Wir haben viele Facebook-Konzerte gegeben, haben neue Konzepte für kommende Tourneen erarbeitet und die Fenster waren auch noch nie so sauber wie jetzt (lacht).

Sonntag startet ‚Immer wieder sonntags‘ in die neue Saison. Mit welchem Gefühl gehen Sie in die erste Show?

Ich bin ja eine Rampensau. Ich liebe das Publikum und ich brauche es auch. ‚Immer wieder sonntags‘ bedeutet ja auch zwei Stunden Livesendung, bei der im Publikum immer irgendetwas passiert. Das steht nicht im Buch, das ist spontan. Und dieser doppelte Boden ist nun weg. Das wird ein ganz schmaler Grat. Ich will ja auch Zuhause nicht den Eindruck erwecken, dass der Mross sich jetzt tot labert.

Was haben Sie geplant, damit das nicht passiert?

Die Show muss spritzig und knackig sein. Wir bereiten beispielsweise Spiele mit Kollegen vor. Auch die Musik muss nun direkt auf den Punkt kommen. Eben weil das Publikum nicht da ist.

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Das ist „Immer wieder sonntags“:

  • „Immer wieder sonntags“ ist eine Musik- und Unterhaltungsshow
  • Die Sendung wird seit 1995 ausgestrahlt
  • Der Name der Sendung spielt auf einen Evergreen des Schlagerduos Cindy & Bert an

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In manchen TV-Shows wird Stimmung vom Band eingespielt. Wie ist das bei Ihnen?

Wir haben das so angedacht, dass wir meine Gäste auf der Bühne verteilen. Die werden dann für ein bisschen Stimmung sorgen.

Werden Sie einzelne Zuschauer einbinden? Beispielsweise über Video oder Telefon?

Man muss ganz klar sagen: Ein Live-Publikum ist in der Unterhaltungsbranche unersetzbar. Da wird so viel Energie frei, wenn die Leute mit ihren Fahnen und Cappies vor einem sitzen. Das haben wir jetzt nicht. Daher werden wir natürlich zu Fans nach Hause schalten, oder Spiele über den Fernseher spielen. Es sollte aber menschlich bleiben und nicht zu digitalisiert.

Bei ‚Immer wieder sonntags‘ herrscht normalerweise ein enges Miteinander. Wie ist das jetzt?

Wir haben wahnsinnige Auflagen und Sicherheitsbeschränkungen hinter der Bühne. Die Garderoben sind weit verstreut. Auch das Team wurde verkleinert. Wir haben auch schon einige Einspieler im Europapark voraufgezeichnet, damit es auf der Bühne nicht zu eng wird.

War es schwerer, Künstler für die Show zu bekommen, als noch im vergangenen Jahr?

Wegen der Sicherheitsvorkehrungen ist es wirklich schwieriger, die Künstler zu bekommen. Hansi Hinterseer soll beispielsweise in der ersten Sendung auftreten, da stehen wir immer noch mit dem Gesundheitsministerium in Österreich in Verbindung, ob er überhaupt einreisen darf.

Dazu kommt, dass wir gar nicht so viele Künstler einladen können. Die Hotels und die Gastronomie sind zu. Selbst die Catering-Services, die uns sonst immer beliefern, sind alle auf Eis gelegt.

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Wie lösen Sie das Problem?

Das macht jetzt die Produktion. Wir machen das Frühstück, kochen den Kaffee. Auch das Hotel im Park wird nun von der Produktion betreut. Da sitzt keiner an der Rezeption. Das ist schon Wahnsinn.

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Also stehen Sie morgens in der Küche und braten allen Spiegeleier?

(lacht) Nein, ich bereite mich morgens eher auf die Show vor. Ich bin ja mit meinem Schatz im Caravan hier. Wir stehen ganz alleine auf dem Campingplatz und sind autark.

Apropos Schatz. Die Corona-Krise hat ihre Hochzeit mit Anna-Carina Woitschak erst einmal auf Eis gelegt. Gibt es schon einen Ersatztermin?

Nein, überhaupt nicht. Natürlich haben wir uns darauf gefreut. Und natürlich haben wir uns darauf vorbereitet. Aber es gibt derzeit größere Probleme als eine verschobene Hochzeit. Wann das nächste Zeitfenster frei wird, liegt nun an der Regierung. Man möchte ja auch nicht in, geschweige denn vor einem Restaurant mit Mundschutz sitzen. Von daher müssen wir jetzt sehen. Irgendwann wird es sicher wieder ein gesundes Zeitfenster für die Hochzeit geben.

 
 

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