Herbert Feuerstein gestorben – er nahm eigenen Nachruf auf: „Ich bin jetzt tot“

TV-Legende Herbert Feuerstein ist verstorben.
TV-Legende Herbert Feuerstein ist verstorben.
Foto: imago images / Sven Simon

Große Trauer um Herbert Feuerstein. Der Schauspieler und Kabarettist ist im Alter von 83 Jahren in Erftstadt gestorben.

Das gab der WDR am Mittwoch bekannt.

TV-Star Herbert Feuerstein ist gestorben

WDR-Intendant Tom Buhrow erklärte zum Tod von Herbert Feuerstein: „Wir bedanken uns bei Herbert Feuerstein nicht nur für ,Schmidteinander‘, eine Kult-Show, die Fernsehgeschichte geschrieben hat und vieles verändert hat. Sondern auch für seinen klugen Humor, seine herrliche Albernheit, den intelligent durchdachten Anarchismus und viele, viele höchst unterhaltsame Fernseh- und Hörfunkstunden. So oft hat er uns zum Lachen gebracht. Heute sind wir traurig.“

Herbert Feuerstein drehte seinen eigenen Nachruf

Im Januar 2015 nahm Herbert Feuerstein seinen eigenen Nachruf für den WDR auf. Im Zuge dessen entstand auch der Dokumentarfilm „Herr Feuerstein schreibt seinen Nachruf“ von Klaus Michael Heinz, den der WDR um 22.15 Uhr zeigt. Der Untertitel der Sendung ist so außergewöhnlich wie der Satiriker selbst: „Und lebt noch 2091 Tage“. Wahrscheinlich wurde die Tagesanzahl nachträglich hinzugefügt nach seinem Sterbedatum.

Im Radio auf WDR5 läuft ab 22 Uhr die Sendung „Herbert Feuersteins Nachruf auf sich selbst. Laut WDR sagt Feuerstein: „Ich will nicht lang drumrum reden, ich bin jetzt tot, und Sie, liebe Hörerinnen und Hörer, werden das eines Tages auch sein.“

Herbert Feuerstein war nicht nur Kabarettist, sondern auch Journalist und Entertainer. Deutschlandweit bekannt wurde er vor allem durch seine Satire- und Comedy-Sendung „Schmidteinander“, in der er von 1990 bis 1994 zusammen mit Harald Schmidt zu sehen war.

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Herbert Feuerstein: Seine Fimografie

  • 1996: Lindenstraße
  • 1997: Polizeiruf 110: Der Sohn der Kommissarin (Fernsehfilm)
  • 2001: Der Schuh des Manitu
  • 2004: Edel & Starck (Fernsehserie, Folge: Mutproben)
  • 2004: Ein krasser Deal (Fernsehfilm)
  • 2004: Die Unglaublichen - The Incredibles (Animationsfilm, Synchronsprecher für Wallace Shawn als Gilbert Huph)
  • 2006: Letzte Saison (Kurzfilm)
  • 2008: Sunshine Barry und die Discowürmer
  • 2009: SOKO Leipzig (Fernsehserie, Folge: Spuren lügen nicht)
  • 2011: SOKO Köln (Fernsehserie, Folge: Die Berufenen)
  • 2012: Finn und der Weg zum Himmel (Stimme; Fernsehfilm)
  • 2013: Der Staatsanwalt (Fernsehserie, Folge: Blinde Gier)

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Herbert Feuerstein: Bambi für Kreatitivät

Im Jahr 1994 bekam Herbert Feuerstein den Bambi für Kreativität verliehen, nur ein halbes Jahr später ließ der WDR die Sendung „Schmidteinander“ auslaufen mit der Begründung, dass das Konzept verbraucht sei.

Für Herbert Feuerstein hieß das Ende der Show aber nicht das ende seiner Karriere. Seither wirkte er noch in unterschiedlichen Fernsehsendungen und Theaterstücken mit.

Der Schauspieler war insgesamt dreimal verheiratet und lebte zuletzt in Brühl bei Köln.

 
 

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