Hartz 4-Empfänger Achim will Plattenbau den Rücken kehren – doch dann erleidet er heftigen Rückschlag

Achim will den Plattenbau in St. Augustin für immer hinter sich lassen.
Achim will den Plattenbau in St. Augustin für immer hinter sich lassen.
Foto: TVNow

Wenn du schon kein Glück im Leben hast, kommt auch noch Pech dazu...

Die Dokumentation „Hartz Rot Gold“ (RTL Zwei) porträtiert Menschen, die in Armut leben und mit Sozialhilfeleistungen wie Hartz 4 auskommen müssen.

Um die „Armutskarte Deutschland“ zu beleuchten, ist das Fernsehteam in der aktuellen Folge u.a. im Rhein-Sieg-Kreis unterwegs. Der Zuschauer erhält einen Einblick in die Lebenswirklichkeit vom arbeitslosen Achim (52) aus St. Augustin, der mit seiner Familie am Existenzminimum lebt und Hartz 4-Empfänger ist.

Doch der gelernte Bühnenbauer will sein Leben ändern und den Plattenbau hinter sich lassen – erleidet aber einen heftigen Rückschlag!

Hartz 4-Empfänger Achim hat einen Plan – doch es kommt zum Rückschlag

Der 52-jährige Hartz 4-Empfänger will die Plattenbau-Wohnung in St. Augustin für immer verlassen und ins 30 Kilometer entfernte Eitorf ziehen.

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Das ist „Hartz 4“:

  • „Hartz 4“ heißt eigentlich Arbeitslosengeld II (ALG II)
  • Es wurde zum 1. Januar 2005 eingeführt
  • Es ist die Grundsicherungsleistung für erwerbsfähige Leistungsberechtigte nach dem Zweiten Sozialgesetzbuch
  • Es soll Leistungsberechtigten ermöglichen, ein Leben zu führen, das der Würde des Menschen entspricht
  • Allerdings kann es durch zulässige Sanktionen gekürzt oder ganz gestrichen werden - Kritiker sagen: Das ist menschenunwürdig
  • Die gesetzliche Grundlage für das ALG II bildet das Zweite Buch Sozialgesetzbuch

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Dort habe die neue Wohnung ein Zimmer mehr und die Miete sei insgesamt um rund 60 Euro niedriger – Geld, dass er und seine Familie dringend nötig haben. Achim: „Zwischen dem 15. und 20. jeden Monats sind wir pleite. Dann ist kein Geld mehr da und wir müssen und die letzten Tage im Monat durchquälen. Deshalb zählt für uns jeder Euro.“

Der Tag des Umzugs rückt näher und die ganze Familie mitsamt Freunden packt an, um die Möbel und Schränke aus dem Plattenbau zu tragen. Achim freut sich, sagt: „Hoffentlich der erste Schritt in ein besseres Leben.“ Die Familie wartet auf dem Bürgersteig, hält Ausschau nach dem Umzugstransporter, in den das Hab und Gut gepackt werden soll. Und wartet. Und wartet...und wartet.

Dann der Schock: Das bestellte Umzungsunternehmen kommt nicht! Achim sauer: „Wir warten seit über einer Stunde, doch niemand kommt. Die gehen auch nicht ans Telefon. Ich glaube, wir sind ganz schön verschaukelt worden.“

Hartz 4: Familie wartet auf Umzugstransporter, der einfach nicht kommt

Wie bitter! Die alte Wohnung ist schon ausgeräumt und gekündigt, die Sachen einfach wieder hoch tragen ist also nicht drin. Dann die erlösende Lösung: Die Oma der Familie hat das Unternehmen kontaktiert, das ihr damals geholfen habe. Es sei bereit, kurzfristig den Umzug zu bewerkstelligen.

Achim klärt schnell die Bedingungen, und tatsächlich: Nicht mal eine Stunde später fährt ein großer Transporter vor. Der Umzug kann also durchgeführt werden.

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In der neuen Wohnung in Eitorf stehen noch viele Renovierungsarbeiten an, auch Gänge zum Jobcenter, um die anfallenden Kosten begleichen zu lassen, sind nötig – doch Achim ist sich sicher, dass er mit seiner Familie einen kleinen Neubeginn starten kann: „Wir kriegen das hin. Mit den Nachbarn werden wir auch klar kommen. Wir freuen uns!“

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Also, Daumen drücken für Achim! (mg)

Die ganze Folge „Hartz Rot Gold“ kannst du bei TVNow gucken.

 
 

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