„Hartz 4“: Dreifache Mutter wirft gedankenlos Kippe weg – es kommt zur Katastrophe

Christine ärgert sich über das Bußgeld für eine weggeschmissene Zigarette.
Christine ärgert sich über das Bußgeld für eine weggeschmissene Zigarette.
Foto: RTL Zwei

Sie bekommt nur wenig „Hartz 4“. Muss drei Kinder finanzieren. Doch eine weggeworfene Zigarette könnte „Hartz 4“-Mutter Christine nun in arge Not bringen.

Was war passiert? Christine lässt sich von den RTL ZWEI-Kameras der Armuts-Soap „Hartz und herzlich“ begleiten.

„Hartz 4“-Empfängerin spart für Auszug des Sohnes

Die „Hartz 4“-Empfängerin wohnt mit ihren drei Kindern in den sogenannten „Benz-Baracken“, einem Hochhausviertel in Mannheim. Die 42-Jährige will aktuell jeden Cent sparen, um ihren Sohn Dominik bei einem Auszug zu unterstützen.

Der 18-Jährige ist Autist – und das Leben mit zwei deutlich kleineren Geschwistern in der engen Wohnung schadet seiner Verfassung und ist für die gesamte Familie eine stressige Situation.

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Das ist „Hartz 4“:

  • „Hartz 4“ heißt eigentlich Arbeitslosengeld II
  • Es wurde zum 1. Januar 2005 eingeführt
  • Es ist die Grundsicherungsleistung für erwerbsfähige Leistungsberechtigte nach dem Zweiten Buch Sozialgesetzbuch
  • Es soll Leistungsberechtigten ermöglichen, ein Leben zu führen, das der Würde des Menschen entspricht
  • Dazu gehört auch die Zahlung der Miete
  • Allerdings kann der Hartz 4-Satz durch zulässige Sanktionen gekürzt oder ganz gestrichen werden
  • Die gesetzliche Grundlage für das ALG II bildet das Zweite Buch Sozialgesetzbuch

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Doch mit 650 Euro „Hartz 4“ und Kindergeld im Monat kommt Christine nicht weit – und davon muss sie bald auch noch ein Bußgeld zahlen.

75 Euro Bußgeld für eine weggeworfene Zigarette

Denn als die alleinerziehende Mutter mit einem ihrer Kinder zum Arzt gehen will, wirft sie vor dem Eingang der Praxis gedankenverloren ihre Zigarette auf den Boden – und wird dabei prompt vom Ordnungsamt erwischt. Eine Katastrophe für die klamme Dreifach-Mutter.

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„Ich bin geschockt und sprachlos“, sagt Christine in die Kameras. Sie sei gleich angesprochen worden von Beamten und verwarnt, auch ein Bußgeld von 75 Euro könne noch auf sie zukommen.

„Natürlich, da seid ihr gleich dabei. Wenn einmal da was passieren würde, wo was passieren müsste, da passiert gar nichts“, ärgert sich die Arbeitlose.

„Wir sind immer die kleinen, dummen Leute“

So werde zum Beispiel bei Vätern, die keinen Unterhalt zahlen, „gar nichts gemacht“. Bitter stellt Christine fest: „Die Welt ist grauenvoll. Das regt mich alles so auf.“ Der Staat baue „nur scheiße – und wir, wir bleiben immer auf der Strecke und sind immer die kleinen, dummen Leute“.

Wenn die Rechnung für die weg geworfene Zigarette kommt, will Christine eine Ratenzahlung vereinbaren.

Gute Nachrichten gibt es dagegen von Sohn Dominik: Der Autist hat sich einen Ausbildungsplatz besorgt – sobald der Vertrag unterschrieben ist, fließt auch Unterstützung vom Amt, der Auszug scheint möglich.

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